September 2014 - News

Alte Energieausweise ab 31. Oktober ungültig

Ausstellkosten abhängig nach Art des Energieausweises

26.09.2014 - Energieausweise, die vor dem 1. Oktober 2007 ausgestellt wurden und nicht die Mindestangaben enthalten, sind nur noch bis zum 31. Oktober 2014 gültig. Betroffene Eigentümer sollten sich neue Energieausweise ausstellen lassen, wenn sie nicht ein Bußgeld bis zu 15.000 Euro riskieren wollen.


Wer die Frist für den neuen Energieausweis verpasst, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Mit einem Energieausweis wird ein Gebäude energetisch bewertet. Bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) ein Energiebedarfsausweis auszustellen. Auch ist potenziellen Käufern, Mietern, Pächtern oder Leasingnehmern eines bebauten Grundstücks, Wohnungs- oder Teileigentums auf Verlangen der Energieausweis zugänglich zu machen. Bei Verkauf und Neuvermietung ohne vollständigen, korrekten oder zulässigen Nachweis drohen sogar Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.

Zum 1. Mai 2014 trat die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft, nach der bei Neubauten grundsätzlich ein Energiebedarfsausweis Pflicht ist. Die Effizienz-Vorgaben werden verschärft. Zusätzlich gibt es jetzt eine Einteilung in einzelne Energie-Effizienzklassen(von A+ bis H). Bei Altbauten muss ein Energieverbrauchsausweis nur bei Verkauf oder Vermietung vorhanden sein muss. Der Ausweis muss dann aber auch während der Besichtigung ausliegen und in Immobilienanzeigen ebenfalls angegeben werden.

Diese Energieausweise sind ab 31. Oktober 2014 ungültig

Energieausweise gibt es allerdings bereits schon länger. Einige ältere Ausweise, die noch eine andere Einteilung besitzen, bleiben aber gültig. Dies sind Energieausweise, die nach den Regeln der Energieeinsparverordnungen (EnEV) 2007 oder 2009 ausgestellt wurden. Ausweise, die allerdings bereits vor dem 1. Oktober 2007 ausgestellt wurden, entsprechen ab 31. Oktober 2014 nicht mehr den gültigen Vorgaben. Sie müssen ausgetauscht werden. Wer kein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro riskieren will, der lässt sich daher einen neuen Energieausweis erstellen.

Wer die Energieausweise erstellt

Grundsätzlich dürfen Bauingenieure und Architekten Energieausweise ausstellen. Auch Handwerker oder andere Berufsangehörige, die eine Fortbildung zum Energieberater absolviert haben, dürfen einen Energieausweis ausstellen. Allerdings gibt es unter den Energieausweisen zwei unterschiedliche Varianten, den relativ leicht zu erstellenden Verbrauchsausweis sowie den Bedarfsausweis, der nur von einem entsprechend qualifizierten Handwerker, Bauingenieur oder Architekten ausgestellt werden darf.

Wer welchen Energieausweis benötigt

Der Verbrauchsausweis legt die Werte des Energieverbrauchs der letzten drei Jahre zugrunde und bewertet lediglich anhand dessen, was die Bewohner eines Gebäudes verbraucht haben, wie dieses Gebäude energetisch einzustufen ist. Die Werte sind also stark vom individuellen Verhalten der Bewohner abhängig. Dementsprechend einfach ist dieser Verbrauchsausweis zu erstellen. Er kostet daher meist weniger als 100 Euro und wird teilweise auch von den Energieversorgern oder den Messanbietern ausgegeben. Der Verbrauchsausweis reicht für alle Immobilieneigentümer aus, die keinen Bedarfsausweis benötigen.

Der Bedarfsausweis ist Pflicht für alle Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 erbaut und zwischenzeitlich nicht energetisch saniert wurden. Wurde das Gebäude zwischenzeitlich modernisiert, handelt es sich um größere Bestandsgebäude oder Nichtwohngebäude, besteht für die Immobilienbesitzer eine Wahlfreiheit zwischen den beiden Energieausweisen. Für Neubauten ist allerdings ein Bedarfsausweis grundsätzlich seit 2002 vorgeschrieben. Die Bauherren sind laut Energieagentur dena dazu verpflichtet, dem Gebäudeeigentümer einen bedarfsorientierten Energieausweis mit dem fertig gestellten Gebäude zu übergeben. Der Bedarfsausweis bewertet anhand eines technischen Gutachtens die Energieeffizienz des Gebäudes. Dabei werden sowohl die Bausubstanz, die Gebäudehülle als auch die Heizungsanlage kontrolliert und geprüft, wie gut die Wärme im Gebäude gehalten werden kann. Häufig wird dazu eine Aufnahme mit einer Wärmebildkamera für die Bewertung herangezogen. Die Werte des Bedarfsausweises sind also abhängig vom Gebäude und unabhängig vom Nutzungsverhalten der Gebäudebewohner. Der Bedarfsausweis ist daher aufwendiger zu erstellen. Er kann je nach Aufwand und Prüfer zwischen 150 und 1.000 Euro kosten.

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