Rauchmelderpflicht

Auch in Altbauten sind Rauchwarnmelder Pflicht


Laut Brandschutzstatistik sterben in Deutschland rund 600 Menschen jedes Jahr bei Wohnungsbränden. Die meisten werden nachts vom Feuer überrascht. Im Schlaf hat unser Geruchssinn Pause, aber das Gehör ist aktiv. Laute Geräusche werden wahrgenommen. Daher bringen Rauchmelder mehr Sicherheit.

In den meisten Bundesländern sind die Frühwarnsysteme sowohl in Neu- als auch in Altbauten längst Pflicht. Für Berlin, Brandenburg und Thüringen gibt es eine Übergangsfrist für Altbauten. Die Frist für Thüringen läuft Ende 2018 aus, in Brandenburg und Berlin haben Vermieter noch bis Ende 2020 Zeit.

Kosten umlegen

Der Einbau der Rauchmelder ist eine Modernisierungsmaßnahme nach § 555b BGB. Daher sind Vermieter berechtigt, die jährliche Nettokaltmiete um elf Prozent der Anschaffungskosten zu erhöhen. Mieter müssen den Einbau dulden, auch wenn sie zuvor schon selbst Rauchmelder montiert haben.


Wartung der Lebensretter – wer ist zuständig?


Für die Wartung der Lebensretter gelten unterschiedliche Anordnungen. Jedes Bundesland kann selbst darüber entscheiden, wer in die Pflicht genommen wird. Daher sehen einige Länder vor, dass die Kontrolle der Rauchwarnmelder vom Eigentümer oder dem Vermieter vorgenommen werden soll. Andere hingegen übertragen die Wartungspflicht auf den Mieter. Das sollte dann allerdings schriftlich im Mietvertrag festgehalten werden.

Die Mieter müssen in der Lage sein, die Batterie des Rauchmelders zu wechseln und den Melder zu testen. Das kann für ältere oder behinderte Menschen ein Problem sein. Hier empfehlen Experten die Installation von Rauchmeldern mit eingebauter Lithium-Batterie. Sie haben eine Lebensdauer von zehn Jahren und müssen erst dann komplett ausgetauscht werden, was den Wartungsaufwand minimiert. Ansonsten wird eine jährliche Wartung durchgeführt, die auch eine Fremdfirma übernehmen kann. Pro Melder sind mit Kosten von rund fünf Euro pro Überprüfung zu rechnen.

Wie müssen die Rauchmelder angebracht werden?


Die DIN 14676 regelt den Einbau sowie die Instandhaltung der Melder. Demnach gilt die Rauchmelderpflicht für Wohnhäuser und Räume, die als Wohnung genutzt werden, für Ferienwohnungen, Pensionen, Herbergen mit maximal elf Gastbetten, Containerräume, Gartenlauben und Hütten sowie Gänge mit hoher Brandgefahr (z. B. wegen Elektrogeräten).

Wie viele Rauchmelder montiert werden müssen, ist ebenfalls von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Ein Melder reicht jedoch in vielen Fällen nicht aus. Meist schreiben die Gesetze vor, dass in jedem Schlafzimmer sowie in den Fluren, die als Fluchtwege genutzt werden, ein Gerät vorhanden sein muss. Selbst für Einraumwohnungen können mehrere Geräte notwendig sein, wenn sie aus einem kombinierten Wohn- und Schlafzimmer sowie einem angrenzenden Flur bestehen. Der Flur gilt hier als Fluchtweg. Ebenso sind Durchgangszimmer Fluchtwege, in denen ein Rauchmelder installiert sein muss. Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) empfiehlt die Rauchmelder zudem für Kinderzimmer.


Wie werden Rauchmelder richtig installiert?


Ihre Schutzfunktion können Rauchmelder nur dann ausüben, wenn sie korrekt installiert wurden. Wichtig ist, dass der Melder in waagerechter Position an der Decke angebracht ist. Rauchmelder sollten möglichst zentral im jeweiligen Zimmer angebracht werden, wobei der Abstand zur Wand mindestens 50 Zentimeter betragen muss. Weiterhin wird eine maximale Einbauhöhe von sechs Metern angegeben. Darüber hinaus gilt es u. a. zu beachten:

 

  • Der Melder sollte nicht in einem Bereich mit starker Zugluft montiert wird, da so das Eindringen von Rauch in die Rauchkammer verhindert oder verzögert werden kann.
  • Ein Rauchmelder, der in unmittelbarer Nähe von offenen Kaminen oder Feuerstätten montiert wird, kann zu vermehrten Fehlalarmen führen.
  • Zu Klimaanlagen und Belüftungsschächten sollte ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, da sonst der Rauch abgezogen wird.


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