Zinsbarometer

Bei der Finanzierung von Immobilien spielen die Zinsen eine zentrale Rolle. Wer einen Kredit für die Baufinanzierung aufnimmt, ist gut beraten, die aktuelle Zinsentwicklung in seine Planung einzubeziehen. Denn klar ist, dass die zum Zeitpunkt der Kreditvereinbarung geltende Zinsbindung einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten hat.

Baufinanzierungsrechner

Durch einen Vergleich der Zinsentwicklung der letzten Jahre hilft das Zinsbarometer nicht nur bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts einer Baufinanzierung. Auch Prognosen über die weitere Entwicklung der Zinsen können abgeleitet werden, was eine Hilfestellung bei Entscheidungen rund um die Finanzierung der Immobilie bietet.

Wie dient das Zinsbarometer als Orientierung für die Baufinanzierung?

Bei der Baufinanzierung durch einen Kredit kommt in der Regel ein Annuitätendarlehen zum Einsatz, bei dem die monatliche Rate der Rückzahlung für eine festgelegte Zeitspanne vertraglich fixiert wird. Hierbei steigt der monatliche Tilgungsanteil, während sich der Zinsanteil verringert. Die Annuität der beanspruchten Darlehenssumme ergibt sich also maßgeblich aus dem aktuell geltenden Zins. Dieser orientiert sich wiederum stark am Leitzins des Kapitalmarktes, wovon Sie in Zeiten niedriger Zinsen profitieren können. Wie sich der Zins in folgenden Jahren entwickelt, kann gut am Zinsbarometer abgelesen werden. Setzt sich der Trend niedriger Zinsen fort, sind kurze Rückzahlungsfristen von Vorteil, da man sich in Anschlussfinanzierungen immer wieder aufs Neue niedrige Zinsen sichern kann.

Wie spielen Zinsbarometer und Sollzinsbindung zusammen?

Meist kann ein Darlehen nicht innerhalb des ausgemachten Zeitraums zurückgezahlt werden. Banken bieten Verträge zwischen minimal fünf bis hin zu maximal 30 Jahren an, für die Sie eine Zinsfestschreibung ausmachen können. Hier kommt die Zinsbindung ins Spiel, mit der Sie durch strategisch klug geplante Fristen festgeschriebener Zinsen profitieren können. Da bei kurzen Rückzahlungszeiträumen neben der Zinsentwicklung auch die monatliche Belastung eine Rolle spielt, können sich auch etwas längere Fristen von zehn oder 15 Jahren lohnen, insbesondere wenn durch einen Blick auf das Zinsbarometer von zukünftig steigenden Zinsen ausgegangen werden kann. Von diesen wird der Kreditnehmer dann verschont, weil er für das Darlehen schließlich nur die vertraglich festgeschriebenen Zinsen zahlt. Für sehr lange Zinsbindungsfristen von beispielsweise 20 oder 25 Jahren bei gleichzeitig niedrigen Zinsen am Markt, die in den nächsten Jahren voraussichtlich steigen, sichert sich die Bank den damit einhergehenden Verlust durch einen tendenziell etwas höher ausfallenden Sollzins ab. Bei sehr kurzen Fristen der Zinsbindung bieten Banken dementsprechend einen niedrigeren Sollzins an.

So zahlt sich ein Blick auf das Zinsbarometer aus – eine Beispielrechnung

Für den Zeitpunkt der Baufinanzierung empfiehlt es sich also, einen Blick auf das Zinsbarometer und die Entwicklung der Zinsen in Vergangenheit und Zukunft zu werfen. Eine einfache Beispielrechnung veranschaulicht, wie Sie vom richtigen Zeitpunkt der Finanzierung einer Immobilie von schwankenden Zinsen profitieren können. Wenn ein Darlehen von beispielsweise 250.000 Euro aufgenommen wird, das zu einem Tilgungssatz von 2,0 Prozent über eine Dauer von 15 Jahren zurückgezahlt wird, beträgt die monatliche Rate bei einem anzunehmenden Sollzins von 2,9 Prozent etwa 1.020 Euro. Bei gleichen Rahmenbedingungen und einem späteren Zinssatz von 2,4 Prozent betrüge die Darlehensrate nur 916 Euro. Für den höheren Sollzins ergeben sich Zinskosten von knapp 90.000 Euro, während für den geringeren Zinssatz nur etwa 75.000 Euro Zinskosten fällig sind. Die Ersparnis liegt damit bei 15.000 Euro.

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