Sparphase

Die Sparphase ist der Zeitraum zwischen Abschluss und Zuteilung des Bausparvertrages. In dieser Zeit wächst das Bausparguthaben. Dieses kann - je nach Bausparkasse und gewähltem Bauspartarif - unterschiedlich hoch sein. Das Mindestansparguthaben beträgt zwischen 40 und 50 Prozent der Bausparsumme. Verzinst wird das angesparte Guthaben bis zur Zuteilung mit dem Guthabenzins. Dementsprechend wächst das Bausparguthaben nicht nur durch die regelmäßigen Einzahlungen, sondern auch durch konstant wachsende Zinsgewinne.

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Normalerweise wird das Bausparguthaben durch monatliche Zahlungen angespart. Neben den regulären Sparraten ist es während der Sparphase möglich Sonderzahlungen zu leisten oder das vertragliche Mindestbausparguthaben durch eine Einmalzahlung zu erbringen. Diese zusätzlichen Einzahlungen ermöglichen es, schnell alle Anforderungen für die Zuteilung des Bausparvertrages zu erfüllen.

Bedeutung der Sparphase

Ein Bausparvertrag besteht aus vier Phasen: der Abschlussphase, der Sparphase, der Zuteilungsphase und der Darlehensphase. Die Sparphase beginnt direkt nach dem Abschluss des Bausparvertrages und ihre Dauer ist vertraglich festgelegt. Während dieser Zeit legt der Bausparer ein Guthaben an, welches dann in der dritten Phase zur Auszahlung kommt. Während der Sparphase hat der Sparer noch die Möglichkeit, seinen Bausparvertrag entsprechend seinen Vorstellungen und Bedürfnissen anzupassen. Hier können also die Einzahlungen noch den finanziellen Möglichkeiten entsprechend reduziert oder angehoben werden. Auch die Bedingungen der Zuteilungs- und Darlehensphase können während der Sparphase noch angepasst werden.

Verzinsung während der Sparphase

Die Verzinsung während der Vertragslaufzeit ist im Bausparvertrag festgesetzt und unterliegt dem Tarif, den die Sparer beim Abschluss ihres Vertrages gewählt haben. Die festgelegten Zinssätze gelten für die gesamte Dauer des Vertrages. Dies bedeutet, dass der Kreditzins für die Darlehensphase bereits lange Zeit vor dem Einsetzen dieser Phase festgesetzt wird. Der Sparzins eines Bausparvertrages ist während der Sparphase zwar relativ gering, dafür ist der vereinbarte Kreditzins in der Darlehensphase eben so gering angesetzt. Sparer zahlen dann während der Darlehensphase nur einen sehr geringen Kreditzins, der während der gesamten Phase konstant bleibt. Da die Verzinsung des Bausparvertrages keinen wirtschaftlichen Schwankungen unterliegt und keine versteckten Kosten birgt, gilt der Bausparvertrag als eine sehr sichere Geldanlage.

Förderung nicht vergessen

Bausparer sollten zu Beginn der Sparphase prüfen, ob der Anspruch auf staatliche Förderung besteht. Grundsätzlich können anspruchsberechtigte Bausparer die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage in den Bausparvertrag einbeziehen. Diese Förderungen steigern die Rendite des Bausparvertrages. Die meisten Banken und Kreditinstitute bieten bereits umfassende Beratungsangebote zu staatlichen Fördermöglichkeiten an. Bausparer sollten diese auf jeden Fall in Anspruch nehmen und eingehend prüfen lassen, ob eine Förderung für Sie in Frage kommt.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung. Sie soll den privaten Wohnungsbau unterstützen. Anspruch auf diese Förderung hat jeder Bundesbürger, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und voll steuerpflichtig ist. Die Voraussetzungen sind:

  • Bausparvertrag mit einer Mindestbesparung von mindestens 50 Euro pro Jahren
  • Einhaltung der Einkommensgrenze von bis zu 25.600 Euro im Jahr bei Singles / 51.200 Euro im Jahr bei Ehepaaren (zu versteuerndes Einkommen)
  • Einhaltung der sieben Jahre Sperrfrist (Ausnahmen bei wohnwirtschaftlicher Verwendung)

 

Die maximale Fördersumme pro Jahr beträgt 8,8 Prozent auf 512 Euro Sparbetrag bei Singles. Bei Ehepartnern mit einem gemeinsamen Bausparvertag wird der doppelte Sparbetrag (1024 Euro) gefördert. Alle darüber hinausgehenden Sparbeträge werden bei der Ermittlung der Wohnungsbauprämie nicht berücksichtigt. Die Förderung wird direkt von der Bausparkasse beantragt. Der Bausparer muss jedoch der Bausparkasse jährlich nach Aufforderung schriftlich bestätigen, dass er die Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Die Wohnungsbauprämie wird nach Ablauf der Sperrfrist auf den Bausparvertrag überwiesen.

Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage wird unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen an alle Arbeitnehmer gezahlt. Die Voraussetzungen sind:

  • Bausparvertrag mit regelmäßig eingehenden Zahlungen der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers
  • Mindestlaufzeit des Bausparvertrages von sieben Jahren
  • Einkommensgrenze von bis zu 17.900 Euro pro Jahr bei Singles / 35.800 Euro pro Jahr bei Ehepaaren (zu versteuerndes Einkommen)

 

Die Arbeitnehmersparzulage wird zusammen mit der jährlichen Einkommenssteuerklärung beantragt. Dafür wird der Steuererklärung eine von der Bausparkasse erstellte Bescheinigung über die Einzahlungen der Vermögenswirksamen Leistungen beigelegt. Das zuständige Finanzamt überprüft zusätzlich die Einkommensgrenzen. Wenn das Einkommen in den Grenzen liegt, wird die Arbeitnehmersparzulage für das Jahr vorgemerkt. Auf den Bausparvertrag überwiesen wird sie erst nach Ablauf der sieben Jahre Mindestlaufzeit des Vertrages. Kündigt der Bausparer vor Ablauf dieser Frist, wird die Arbeitnehmersparzulage nicht ausgezahlt und geht somit verloren.

Fristen beachten

Sobald das im Bausparvertrag vereinbarte Mindestguthaben erreicht ist, sollten Sparer ihre Einzahlungen stoppen. Dies ist sinnvoll, da die Sparzinsen zu gering sind, als dass sich eine reine Besparung lohnen würde. Zudem verringert sich durch Überbezahlung der Anspruch auf die zinsgünstige Darlehenssumme. Stattdessen sollten die Einzahlungen in einen vom Bausparvertrag unabhängigen Sparvertrag eingezahlt werden, um dort weiteres Guthaben zu generieren. Geringe Überzahlungen in den Bausparvertrag würden für den Sparer keine enormen Verluste bedeuten. Langjährige Überzahlungen sind jedoch im Vergleich zu einem Sparvertrag weniger ertragsreich und sollten deswegen vermieden werden.

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