Pfandbriefrendite

Ein Pfandbrief ist ein Wertpapier, das nur durch eine Pfandbriefbank beziehungsweise Hypothekenbank mit Pfandbriefgeschäft, ausgegeben werden darf und zudem verzinsbar ist. Zusätzlich gibt es Schiffsbanken oder öffentlich-rechtliche Pfandbrief-Ausgebende. Alle unterliegen dem Pfandbriefgesetz.

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Das Bestreben von Hypothekenbanken besteht hauptsächlich darin, erworbene Hypothekenrechte durch Beleihung von Immobilien (etwa durch Gewährung eines Darlehens zur Baufinanzierung) in Form von Pfandbriefen auszugeben und damit eine Geschäftstätigkeit zu betreiben. Pfandbriefe sind eine besonders sichere Variante einer Kapitalanlage und versprechen eine sichere Rendite, die meist etwas über der Rendite von Sparbuch oder Bundesanleihen einzuordnen ist.

Warum gelten Pfandbriefe als besonders sicher?

Der Pfandbriefhandel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und kam im 18. Jahrhundert im Wiederaufbau nach den Schlesischen Kriegen auf – als Sicherheit zwischen Kreditnehmern und Kreditgebern. Heutzutage unterliegen Pfandbriefe noch besonderen Sicherheitsregeln wie dem Deckungsprinzip und dem Kongruenzprinzip. Ersteres Prinzip fordert eine vollständige Deckung im Umlauf befindlicher Pfandbriefe durch einen mindestens gleich hohen Zinsbetrag. Die Laufzeitkongruenz schreibt eine in etwa deckungsgleiche Laufzeit von ausgegebenen Pfandbriefen und Krediten vor. Als besonders sicher gelten Pfandbriefe zudem, da sie staatlich eine sogenannte Mündelsicherheit innehaben. Diese kommt durch hinter dem Pfandbrief stehende reale Pfande wie Haus- und Grundbesitz zustande. Die Pfandbriefrendite fällt dabei meist nicht groß aus, ist aber durch genannte Sicherheitszugeständnisse besonders für eine langfristige Kapitalanlage geeignet.

Welche Rolle spielen Pfandbriefe und Pfandbriefrendite für die Baufinanzierung?

Angehende Hauseigentümer oder Bauherren kommen zwar nicht direkt mit Pfandbriefen in Kontakt, haben allerdings oft indirekt mit diesen zu tun. Eine Bank vergibt Pfandbriefe durch Beleihung von Immobilien. Hierbei spielen Immobilien eine Rolle, in deren Grundpfandrecht die Bank als Gläubiger eingetragen ist. Um neue Finanzmittel zu akquirieren und neues Kapital zu gewinnen, gibt das berechtigte Kreditinstitut Pfandbriefe aus – die beliehenen Immobilien dienen in diesem Fall mit der Grundschuld als Sicherheit der Pfandbriefe. So können dann wiederum Hypotheken verliehen werden und neue Kredite zur Baufinanzierung ausgegeben werden, wodurch wieder die Ausgabe neuer Pfandbriefe möglich wird. Sollte das Baudarlehen als solche Anleihe dienen, wird im Falle einer Insolvenz des Kreditgebers der aktuelle Inhaber des Pfandbriefes an die Stelle im Grundbuch treten. Dies können Anleger, Institutionen oder Personen, aber auch Investmentfonds sein. Aufgrund von Bedenken einiger Kreditnehmer gibt es vertragliche Zusicherungen, dass ein Darlehen nicht zu einer solchen Absicherung genutzt wird.

Welche Bedeutung haben DGZF-Pfandbriefrenditen?

Die DGZF-Renditen (Deutsche Girozentrale Fixing) sind Pfandbriefkurven, die die Renditen von Pfandbriefen aus Landesbanken und der Deka-Bank mit zehnjähriger Laufzeit angeben. Diese Renditen wiederum beziehen sich auf die Refinanzierungsmaßnahmen der Hypothekenbanken für zugeteilte Darlehen, beispielsweise zur Baufinanzierung. Eine Eintragung im Grundpfandrecht erlaubt dabei die Sicherung ausgegebener Pfandbriefe. Durch den engen Zusammenhang von ausgegebenen Darlehenssummen und Refinanzierung durch beliehene Immobilien und Gewinn mit der Pfandbriefrendite, hängt die Entwicklung der Zinsen für Baugeld stark mit der Entwicklung der DGZF-Pfandbriefrendite zusammen. Sie ist unter anderem ein Indikator für die künftige Entwicklung der Baugeldzinsen. Daneben hängt die Zinsentwicklung allerdings noch von weiteren Faktoren wie dem Leitzinssatz der EZB ab, der die Konditionen zur Geldleihe für Banken festlegt. Zusätzlich sind aber auch die wirtschaftliche Entwicklung und der Immobilienmarkt relevante Einflussgrößen auf den Bauzins.

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