Bereitstellungszinsen

Bereitstellungszinsen sind Zinsen, die eine Bank oder ein Kreditinstitut in Rechnung stellt, wenn für einen Kunden größere Geldsummen bereitgehalten werden. Die Zinsen werden erhoben, weil der Kreditgeber in dieser Zeit keine Gewinne mit dem bereitgestellten Geld erwirtschaften kann.

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Stellt das Kreditinstitut dem Kunden beispielweise einen Darlehensbetrag zur Verfügung, den er nicht beansprucht, muss er damit rechnen, trotzdem Bereitstellungszinsen zu zahlen. Bereitstellungszinsen sind erforderlich, damit das Kreditinstitut nicht in einen Zinsnachteil gerät, weil der Darlehensnehmer auf die Auszahlung seines Darlehens wartet. Bereitstellungszinsen werden auch Bereithaltungszinsen oder Bereitstellungsprovisionen genannt. Grundsätzlich entstehen Bereitstellungszinsen bei der Finanzierung eines Neubaus.

Absicherung des Käufers

Die Bank stellt die Bereitstellungszinsen in Rechnung, bevor der Kredit in Anspruch genommen wird. Die Konditionen des Kredites sind dann bereits fix, so dass der Bankkunde sich voll auf die Vergabe des Kredites verlassen kann und sein Bauvorhaben nicht aufgrund von fehlendem Geld unterbrechen muss. Dadurch ist ein eventueller Immobilienerwerb prophylaktisch abgesichert und der Käufer kann sich auf die Verhandlung der Verkaufskonditionen konzentrieren. Meist werden von den Kreditinstituten Zeitspannen festgelegt, in denen noch keine Zinsen für das bereitgestellte Geld anfallen, die sogenannten bereitstellungszinsfreien Zeiten. Sie variieren zwischen einem und zwölf Monaten, je nach Kreditinstitut. Manche Kreditinstitute verlängern die bereitstellungszinsfreie Zeit gegen einen Aufpreis, andere weichen nicht von der vorgegebenen Zeitspanne ab. Ist es bis zum vereinbarten Zeitpunkt jedoch zu keiner Inanspruchnahme gekommen, stellen die Geldgeber Bereitstellungszinsen von ca. 0,25 Prozent monatlich in Rechnung, jedoch variiert auch hier der Prozentsatz.

Beispielrechnung von Bereitstellungszinsen

Das Kreditinstitut hat eine bereitstellungszinsfreie Zeit von drei Monaten. Der Kunde nimmt zum 1. August einen Kredit über 200.000 Euro auf, also werden ihm bis zum 1. November keine Bereitstellungszinsen berechnet. Ab dem 1. November ist er jedoch dazu verpflichtet, Bereitstellungszinsen in der von der Bank festgesetzten Höhe (meist zwischen 0,15 und 0,35 Prozent) an die Bank zu zahlen. Die Bereitstellungszinsen müssen bei einem anstehenden Immobilienkauf in die Gesamtrechnung mit aufgenommen werden. Zögern sich die Verhandlungen bei einem Immobilienerwerb oder die Fertigstellung eines Neubaus hinaus, können die Bereitstellungszinsen ein vorerst profitables Geschäft entsprechend negativ beeinflussen.

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