Baunebenkosten

Bei der Planung der Baufinanzierung für ein Eigenheim werden häufig die Baunebenkosten außer Acht gelassen. Dabei können die Kosten für Notar, Makler, Grundbuch- und Finanzamt einen beträchtlichen Anteil der Gesamtkosten beim Hausbau ausmachen. Wird dieser Kostenpunkt bei der Kalkulation der Baufinanzierung nicht berücksichtigt, kann unter Umständen eine teurere Nachfinanzierung erforderlich werden.

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Wie hoch fallen die Baunebenkosten aus?

Ob Fertighaus oder Massivhaus – der Hausbau zum Komplettpreis klingt für viele Bauherren verlockend. Angebote für weniger als 150.000 Euro sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Allerdings vergessen Bauherren hierbei mitunter die Baunebenkosten, denn diese sind im Komplettpreis nicht enthalten. Allerdings belaufen sich die Baunebenkosten auf bis zu 15 Prozent der gesamten Baukosten. Bei einem Komplettpreis von 150.000 Euro werden dementsprechend nochmals 22.500 Euro für Makler, Notar und Co. fällig. Wenn jedoch das gesamte verfügbare Eigenkapital bereits in die Baufinanzierung gesteckt worden ist, sind für die Baunebenkosten keine finanziellen Reserven mehr vorhanden. In diesen Fällen ist dann eine Nachfinanzierung der fälligen Baunebenkosten unumgänglich. Allerdings verlangen viele Banken höhere Zinsen, wenn Sie für die Baunebenkosten eine Nachfinanzierung beantragen. Um dies zu vermeiden, sollten sämtliche Baunebenkosten bereits in der Kalkulation der Immobilienfinanzierung berücksichtigt werden. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Baunebenkosten beim Hausbau.  

Welche Baunebenkosten fallen beim Grundstückskauf an?

Zu den Baunebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Grundstückskauf anfallen, zählen neben den Makler- und Notarkosten auch die Grunderwerbsteuer sowie die Gebühren für die Grundbucheintragung. Attraktive Baugrundstücke können heutzutage kaum noch ohne die Hilfe eines Maklers gefunden werden. Allerdings lassen sich Makler ihre Dienste entsprechend vergüten. Je nach Bundesland müssen Bauherren zwischen 3,5 und 7 Prozent des Grundstückspreises an Maklergebühren einkalkulieren. Des Weiteren fallen beim Grundstückskauf Baunebenkosten für den Notar an. Denn laut BGB muss der Kaufvertrag beim Grundstückskauf notariell beglaubigt werden, damit er rechtskräftig ist. Die Notarkosten werden in Abhängigkeit vom Grundstückspreis ermittelt und betragen zwischen 1,0 und 1,5 Prozent der Kaufsumme. Ist der Kaufvertrag unterzeichnet, muss darüber hinaus noch der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden. Erst dann kann der Käufer das Grundstück tatsächlich sein Eigen nennen. Für die Grundbucheintragung veranschlagt das Grundbuchamt Gebühren in Höhe von rund 1,5 Prozent. Und auch das Finanzamt verlangt beim Grundstückskauf seinen Anteil. Zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises sind je nach Bundesland an Grunderwerbsteuer zu zahlen. 

Wie hoch sind die Baunebenkosten vor und während der Bauphase?

Auch bei der Vorbereitung der Bauphase fallen eine Reihe von Baunebenkosten an. So sollten nicht nur die Gebühren für Baugenehmigungen, Vermessungen und Prüfstatiker in der Kalkulation berücksichtigt werden, sondern auch die diversen Erschließungskosten, etwa für den Gasanschluss, den Frischwasseranschluss oder Strom, Telefon und Kabelfernsehen. Während der Bauphase fallen zudem Baunebenkosten für Versicherungen, wie die Bauleistungsversicherung und die Bauherrenhaftpflichtversicherung, sowie für die Baubegleitung und Baugutachten an. Während für die Erschließungskosten im Schnitt etwa 8.000 Euro eingeplant werden sollten und die Baubegleitung mit etwa 1,0 Prozent der Bausumme zu Buche schlägt, variiert die Höhe der restlichen Kosten je nach Zustand des Grundstücks und den Konditionen des Bauvertrags erheblich. Eine exakte Kalkulation dieses Kostenpunkts ist im Vorfeld nicht immer möglich. Daher empfiehlt es sich, dass Sie einen gewissen Anteil Ihres Eigenkapitals als finanzielle Reserve einbehalten. 

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