Baulexikon

Bauvertragsarten

Vertragsarten beim Bauvertrag sind Leistungsverträge, Einheitspreisverträge, Pauschalpreisverträge und Stundenlohnverträge.

Leistungsverträge

In der Regel werden bei Bauleistungen sogenannte Leistungsverträge geschlossen, in denen die Leistung entweder mit einem Einheitspreis oder mit einem Pauschalpreis abgerechnet wird. Entsprechend spricht man dann auch von Einheitspreis- und Pauschalpreisverträgen.

Einheitspreisvertrag

Einheitspreise sind die Regel und dann empfohlen, wenn die Bauleistung nach Menge, Maß, Gewicht oder Stückzahl genau zu bestimmen ist. Dies trifft für die meisten Arbeiten beim Hausbau zu.

Der Einheitspreis legt fest, wie viel Euro eine Einheit von einer zu erbringenden Leistung kostet und enthält dabei anteilig alle anfallenden Kosten des Bauunternehmers.

Beispiel: Es sind 100 m³ Mauerwerk zu errichten. Der Einheitspreis des Unternehmers beträgt 30 /m³. Damit ergibt sich für die 100 m³ ein Gesamtpreis von 3000 .

Einheitspreise bergen das geringste wirtschaftliche Risiko für beide Vertragsparteien, da wirklich nur abgerechnet wird, was auch verbraucht und geleistet wird. Natürlich hat jede Seite die Gefahr sich zu verkalkulieren. Der Unternehmer will im Preiskampf bestehen und geht mit einem geringen Einheitspreis auch ein gewisses Risiko ein. Sie oder Ihr planender Partner können sich bei den Mengen verrechnet haben und das führt dann zu teureren Positionspreisen des Unternehmers. Achtung! Einige insgesamt sehr niedrig anbietende Bauunternehmer spekulieren genau auf diese Tatsache hin und setzen dort sehr hohe Einheitspreise an!

Pauschalpreisverträge

Kann eine Leistung genau nach der Art und dem Umfang beschrieben werden und sind Änderungen an der Beschreibung nicht vorgesehen (z.B. Schlüsselfertiges Haus), so kommen Pauschalpreise in Frage. Sie bergen für beide Seiten ein wirtschaftliches Risiko. Da der Preis unabhängig von der erbrachten Leistung ist, sollte die Beschreibung der Leistung um so genauer sein.

Stundenlohnverträge

Sind keine Leistungsverträge. Sie werden nach dem Zeitaufwand abgerechnet. Als Grundlage der Abrechnung sind die entsprechenden Stundenverrechnungssätze heranzuziehen. Diese Verträge werden oft bei Herrichtungsarbeiten geschlossen. Selbstkostenerstattungsverträge werden nur dann geschlossen, wenn die Leistung nicht beschreibbar ist.

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