Baulexikon

Souterrain

Komfortabel Wohnen und Arbeiten unter dem Straßenniveau

Der Begriff Souterrain ist heute etwas aus der Mode gekommen. Gemeint ist ein Kellergeschoss, das meist zum Teil überirdisch liegt, also über Fenster belichtet und belüftet werden kann.

Souterrain heißt dieses Geschoss immer dann, wenn sich darin Aufenthaltsräume befinden. Besonders oft findet man die Bezeichnung in Wohnungsanzeigen, denn Souterrainwohnung hört sich deutlich besser an als Kellerwohnung.

Die Souterrainwohnung

In früheren Zeiten waren im Tiefparterre Küchen, Lager- oder Wirtschaftsräume untergebracht. Gewohnt wurde dort ursprünglich nicht. Demzufolge haben diese Räumlichkeiten kleine Fenster und häufig auch schlechte oder ungedämmte Fußböden, zudem entsprechen die Deckenhöhen oft nicht dem modernen Standard. Zur Wohnung wird das Souterrain in Großstädten, wo Wohnraum knapp und teuer ist. Das Souterrain besitzt oft einen eigenen Eingang, daher findet man in einigen Städten wie zum Beispiel Bremen dort häufig Läden oder Büros. Die Nachfrage steigt, und so lohnt es sich für Hausbesitzer in Altbauten durchaus, in das Souterrain zu investieren und es in Wohnraum zu verwandeln. Dies gilt besonders, wenn sich das Gebäude in guter Lage befindet. Zwar erzielen die Wohnungen im Kellergeschoss bis zu 30 Prozent weniger Mieteinnahmen und geringere Kaufpreise, leer bleibt dieser Wohnraum jedoch in den seltensten Fällen.

Vom Kellergeschoss zum Wohnraum

Damit umbauter Raum als Wohnraum genutzt werden darf, müssen laut § 34 Landesbauordnung (LBauO) verschiedene Anforderungen erfüllt sein. So muss der Raum eine lichte Höhe von mindestens 2,30 Metern aufweisen und ausreichend belüftet und belichtet sein. Für Aufenthaltsräume, deren Fußboden unter der Geländeoberfläche liegt, darf das Gelände mit einer Neigung von maximal 45 Grad an die Außenwände vor den notwendigen Fenstern abschließen. Die Oberkante der Fensterbrüstung muss mindestens 1,30 Meter unterhalb der Decke liegen. Für Kellerräume, die schon seit jeher als beheizter Wohnraum deklariert waren, ist die erneute Nutzung fürs Wohnen kein Problem, auch wenn die Vorgaben aus der LBauO nicht vollständig erfüllt sind. Schwieriger wird es, wenn in früheren Zeiten eine offizielle Umnutzung stattgefunden hat. Denn aufgrund der dann erforderlichen Nutzungsänderung beim Bauamt muss das Souterrain deutlich höhere Vorgaben erfüllen – und das nicht nur hinsichtlich der lichten Höhen und Fensterflächen, sondern auch, was die Dämmung angeht.

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