Baulexikon

Perimeterdämmung

Schutz der erdberührten Bauteile vor Feuchtigkeit

Als Perimeterdämmung wird die außenliegende Dämmung erdberührter Bauteile bezeichnet. Geeignet sind Dämmstoffe, die unempfindlich gegen Feuchtigkeit und fäulnisresistent sind. Auch an die Druckfestigkeit werden erhöhte Anforderungen gestellt.

Einsatzgebiete und Aufgaben der Perimeterdämmung

Als erdberührt werden alle Bauteile eines Gebäudes bezeichnet, die mit dem Erdboden in Kontakt kommen. Dazu gehören zum Beispiel Bodenplatten oder Kelleraußenwände. Durch den ständigen Kontakt mit dem Erdreich sind diese Teile der Gebäudehülle vielen Einflüssen ausgesetzt. Insbesondere Feuchtigkeit wird ständig herangetragen. Um ein Eindringen ins Innere des Hauses zu vermeiden, müssen an der Außenseite eine lückenlose Abdichtung sowie eine Dämmschicht montiert werden. Der Regelaufbau besteht aus einer Abdichtung, die aus Dichtmassen aus Bitumen oder aus Dichtungsbahnen aus Bitumen oder Kunststoff bestehen können. Auf die Dichtung wird die Perimeterdämmung aufgeklebt. Um Fugen zu vermeiden, sind die Dämmplatten häufig mit einem Stufenfalz versehen. Zusätzlich zum Kleber sorgt nach dem Auffüllen des Erdreichs der Druck dafür, dass die Perimeterdämmung an Ort und Stelle bleibt. Je nach vorhandenem Boden kann direkt verfüllt werden (wasserdurchlässige Böden) oder es muss eine Sickerschicht zwischen Wand und Drainage vorgesehen werden (wasserundurchlässige Böden).

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Geeignete Materialien für die Perimeterdämmung

An die Perimeterdämmung werden hohe Anforderungen gestellt. Eine allgemeine Zulassung vom Institut für Bautechnik, Berlin wurde für die Materialien XPS (extrudierter Polystyrol-Hartschaum) und Schaumglas erteilt. XPS ist aufgrund seiner guten Eigenschaften und der vielseitigen Verwendbarkeit ein beliebter Dämmstoff. Schaumglas wird erzeugt, indem Recyclingglas durch Zugabe von Kohlenstoff aufgeschäumt wird. Der entstehende Dämmstoff ist druckfest, nicht brennbar, feuchtigkeitsunempfindlich und wasserdicht und somit als Perimeterdämmung ausgezeichnet geeignet. Neue Technologien und Materialien vereinen gleich mehrere Arbeitsschritte. So gibt es Dämmplatten, die das Dämmen, das Drainieren und die Vliesverlegung in einem Arbeitsschritt ermöglichen.

Perimeterdämmung oder Drainageplatten?

Nicht verwechselt werden darf die wasserdichte Perimeterdämmung mit den Drainageplatten. Diese Platten bestehen aus Schaumstoffkügelchen, die mit Bitumen gebunden sind. Sie dienen ausschließlich als Schutz vor Beschädigungen der äußeren Sperrschicht beim Einfüllen des Erdaushubs oder zur Wasserableitung an der erdberührten Außenwand. Als Dämmung ist dieser Baustoff nicht zugelassen. Die Perimeterdämmung gehört schon lange zum aktuellen Stand der Technik im Hochbau. Ihre Bedeutung hat mit der Einführung der Energieeinsparverordnung und der Verschärfung der Anforderungen noch deutlich zugenommen. Auf eine sachgerechte und lückenlose Ausführung ist besonders zu achten, da eindringende Feuchtigkeit langfristig die gesamte Bausubstanz schädigt.

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