Baulexikon

Nachhaltiges Bauen

Bauen im Rahmen eines ökologischen Gesamtkonzepts

Mit nachhaltigem Bauen ist ein bauplanerisches Gesamtkonzept gemeint, bei dem ökologische, soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ästhetische Aspekte ausgewogen berücksichtigt werden.

Vom ökologischen Bauen unterscheidet sich das nachhaltige Bauen dadurch, dass hier neben der Ökologie zusätzliche Gesichtspunkte zum Tragen kommen. Das Konzept des nachhaltigen Bauens umfasst vor allem die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und sozio-kulturelle Qualität des Gebäudes. Es ist deshalb vor allem ein Konzept für Landschafts- und Städteplaner. Doch auch der einzelne Hausbauer kann bestimmte Aspekte dieses Konzepts bei seiner Bauplanung berücksichtigen.

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Der Lebenszyklus von Gebäuden

Der Begriff Nachhaltigkeit ist schon 300 Jahre alt und kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Dort bezeichnet er ein ausgeglichenes Verhältnis von Holzanbau und Rodung. Inzwischen ist das Thema Nachhaltigkeit jedoch in fast allen gesellschaftlichen Bereichen wichtig geworden. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung 2002 eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Der Bausektor spielt dabei eine große Rolle, denn für den Bau und Betrieb von Gebäuden werden 30 % aller Ressourcen und Energien verbraucht. Nachhaltiges Bauen bedeutet vor allem, dass der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes, von der Wahl des Standortes und der Grundsteinlegung bis hin zum Abbruch, nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet wird. In allen Lebensphasen der Immobilie soll der Energie- und Ressourcenverbrauch so gering wie möglich gehalten werden.

Wichtige Aspekte für nachhaltiges Bauen

Das Konzept des nachhaltigen Bauens ist als Reaktion auf aktuelle gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Probleme entstanden. Hier sind an erster Stelle der Klimawandel und die Verknappung der Energieressourcen zu nennen. Das große Ziel dieser Bauweise ist es, ökologisch, ökonomisch und kulturell intakte Städte und Landschaften zu gestalten und diese den nachfolgenden Generationen zu hinterlassen. Wer plant, nachhaltig zu bauen, muss sich deshalb schon im Vorfeld eine Reihe von Fragen stellen. Vor allem muss dabei hinterfragt werden, welche Baumaterialen verwendet werden sollen, wie ökologisch verträglich diese Materialien sind und ob es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt. Auch die Länge der Transportwege, der Energieverbrauch beim Bau sowie die Entsorgung der Bauabfälle sind wichtige Aspekte, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten. Weitere Überlegungen sollten dahin gehen, inwiefern eine Mülltrennung möglich ist, wie viel Fläche für das Gebäude versiegelt werden muss, ob eine Umnutzung zu einem späteren Zeitpunkt möglich wäre und welche der verwendeten Materialien wiederverwertet werden können, sollte die Immobilie einmal abgerissen werden. Für nachhaltiges Bauen ist natürlich vor allem entscheidend, wie hoch der Energieverbrauch des Hauses ist, welche Energieträger verwendet werden sollen bzw. welche erneuerbaren Energiequellen nutzbar sind.

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