Baulexikon

Liegenschaftskarte

Darstellung von Gebäuden und Flurstücksgrenzen

Die Liegenschaftskarte – auch als Katasterkarte oder Flurkarte bekannt – enthält die bildliche Darstellung von Gebäuden und Flurstücken.

Sie ergänzt damit die Daten des Grundbuchs und ist deshalb auch der darstellende Teil des Liegenschaftskatasters. In der Liegenschaftskarte sind die Lage der Gebäude, die Flurstücksgrenzen, die Nutzungen und andere Daten zu erkennen. Auszüge aus der Liegenschaftskarte werden zum Nachweis von Grundstücksgrenzen, für einen Bauantrag, im Speziellen für den Lageplan, für den Grundstücksverkehr sowie für die Bodenordnung und -planung benötigt.

Der Inhalt einer Liegenschaftskarte

Die Liegenschaftskarte, die in der digitalen Form als „Digitale Liegenschaftskarte“ oder „Digitale Flurkarte“ bezeichnet wird, gilt als darstellender Teil des Liegenschaftskatasters und enthält folgende Daten:

  • Gebäude mit den Hausnummern
  • Nummern und Grenzen der Flurstücke
  • Gewässer, Nutzungsarten der Böden, diverse topografische Daten
  • Verwaltungsgrenzen wie Gemeinde, Gemarkung etc.
  • Flur-, Straßen- und Ortsnamen


Einen Auszug aus der Liegenschaftskarte gibt das zuständige Vermessungsamt heraus. Teilweise ist es in Abhängigkeit vom jeweiligen Bundesland für Planungs- und Ingenieurbüros, Notare, Versicherungen und Banken möglich, eine Liegenschaftskarte über einen Onlineservice zu erhalten.

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Die Größe einer Liegenschaftskarte

Die Liegenschaftskarte ist in den Maßstäben 1:500, 1:1000 sowie 1:2000 erhältlich. Zusätzlich gibt es die Schätzungskarte für ländliche Gebiete, die die Ergebnisse einer Bodenschätzung aufführt. Nutzer und Eigentümer erhalten durch die Karte Rechtssicherheit, da diese als richtig gilt und am öffentlichen Glauben des Grundbuches teilnimmt.

Das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS)

Seit August 2013 erfolgt die Führung des Liegenschaftskatasters durch das bundesweit einheitliche ALKIS in Köln. Aus dem System können Liegenschaftskarten in analoger und digitaler Form erstellt werden. Die Nutzungsmöglichkeiten wurden damit erweitert. Sowohl ein einfacher Papierauszug, zum Beispiel für die Beleihungsunterlagen eines Kreditinstitutes, als auch ausführlichere Auszüge (wie DXF, SHAPE, NAS) für ein Geo-Informationssystem, die mit zusätzlichen Daten zur Infrastruktur, zu Leitungen, Taxistandorten etc. angereichert werden, sind möglich.

Die Gebühren für eine Liegenschaftskarte

Ein amtlicher Standardauszug in DIN A4, auf Papier oder als PDF-Datei, kostet 20 Euro. Jede weitere Ausfertigung eines Auszugs schlägt mit einem Euro zu Buche. Die Kosten für andere digitale Ausschnitte hängen vom jeweiligen Datenvolumen ab und betragen mindestens 50 Euro. Um einen Auszug zu erhalten, müssen die Adresse des Grundstücks sowie die Katasterangaben Flur, Flurstück und Gemarkung oder die Grundbuchangaben Grundbuchblatt und -bezirk vorgelegt werden.

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