Baulexikon

Innendämmung

Effiziente Dämmung von Altbauten

Als Innendämmung werden innenliegende Dämmschichten in Gebäuden bezeichnet. Eingesetzt wird diese Dämmvariante häufig in der Gebäudesanierung, zum Beispiel, wenn die Außenfassade erhalten bleiben soll oder die erlaubten Abstandsflächen bereits ausgeschöpft sind.

Die Eigenschaften der Innendämmung

Der größte Vorteil der Innendämmung ist die bequeme und im Vergleich mit anderen Dämmsystemen kostengünstige Montage an der Innenseite der Außenwände. So müssen zum Beispiel keine Gerüste angebracht werden, die Dämmplatten können einfach von innen an die Wand geklebt werden. Die so gedämmten Räume lassen sich schnell aufheizen, da die Außenwände nicht mitbeheizt werden müssen. Zwar trägt die Innendämmung nicht zum sommerlichen Wärmeschutz bei, sind massive Innenwände vorhanden, fällt dies aber kaum ins Gewicht.

Als negativ erweist sich bei der Innendämmung die Tatsache, dass im Brandfall giftige Gase entstehen können. Ist die Dämmung nicht fachgerecht angebracht, kommt es zu Wärmebrücken und damit zu erhöhten Heizkosten, Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Diese Erscheinungen werden dadurch begünstigt, dass die Außenwände kalt bleiben und sich bei einer fehlenden thermischen Trennung auch die angeschlossenen Decken und Innenwände abkühlen. Als beeinträchtigend für die Bewohner des Gebäudes kann sich erweisen, dass sich Bilder oder schwere Gegenstände nur aufwendig befestigen lassen.

Finden Sie das passende Haus für Ihr Grundstück

Kaufpreis bis

100000

Fachgerechte Ausführung der Innendämmung

Damit es nicht zu Problemen kommt, sind bei der Innendämmung folgende Punkte besonders genau zu berücksichtigen:

  • Alle Bauteile und Anschlüsse müssen luftdicht ausgeführt werden. Hohlräume in der Dämmebene müssen vermieden werden.
  • Da bei einer Innendämmung die Tauwasserbildung im Winter begünstigt wird, sollten nur moderate Dampfbremsen eingesetzt werden. Dadurch wird das Austrocknungspotenzial der Wand erhöht.
  • Um Feuchtebelastungen zu reduzieren, sollte die Außenseite innengedämmter Wände durch Regenschutzmaßnahmen trocken gehalten werden.

Vor allem in den Fensterlaibungen besteht eine Wärmebrückengefahr. Diese Bereiche müssen besonders sorgfältig gedämmt werden. Aufgrund der reduzierten Stärke der Dämmung muss dort Material mit möglichst geringer Wärmeleitfähigkeit verwendet werden.

Bauphysikalische Vorteile der Innendämmung

Bauphysikalisch betrachtet hat die Innendämmung einige Vorteile aufzuweisen. So können vor allem selten genutzte Räume schnell und kostensparend aufgeheizt werden. Optisch werden Aufputzinstallationen im Altbau kaschiert, die Dämmebene kann als Installationsebene genutzt werden. Wird die Innendämmung richtig und sorgfältig geplant und ausgeführt, dann ist damit eine Verbesserung des Energiestandards im Altbau möglich. Wichtige Punkte zur Vermeidung von Feuchteschäden sind insbesondere auch die richtige Materialwahl und die fugenfreie Ausführung.

Gratis Hausbau-Kataloge

Hausbau-Kataloge bequem und kostenlos nach Hause bestellen.
Gratis Kataloge anfordern

Sie planen den Hausbau? Jetzt zu den Immobilientypen informieren: