Baulexikon

Hydraulischer Abgleich

Optimale Wärmeverteilung im Haus

Als hydraulischer Abgleich werden optimierende Einstellungen an den Thermostatventilen der Heizkörper bezeichnet.

Die Zufuhr von Warmwasser wird so begrenzt, dass jeder Heizkörper genau die Menge erhält, die für eine effektive und energiesparende Erwärmung der Räume nötig ist. Damit wird sichergestellt, dass die richtige Wassermenge im Heizkreislauf zirkuliert. Ein hydraulischer Abgleich erhöht den Wirkungsgrad der Anlage und spart damit Energiekosten ein.

Wenn die Heizung unrund läuft

Ein hydraulischer Abgleich wird immer dann erforderlich, wenn die Heizung unrund läuft und die Wärmemengen ungleichmäßig verteilt werden. Dies macht sich daran bemerkbar, dass die Räume ungleichmäßig warm werden und ein Rauschen in den Heizkörpern zu hören ist. In der Regel sind die Heizkörper, die am weitesten vom Heizkessel entfernt sind, zu kalt, während Heizelemente dicht am Kessel zu heiß werden. Die Ursache für diese Ungleichmäßigkeit liegt darin, dass sich das warme Wasser den Weg des geringsten Widerstandes sucht und lieber durch kurze dicke Rohre als durch lange dünne Leitungen fließt. Über die Thermostatventile lässt sich dies zum Teil, aber längst nicht zufriedenstellend regulieren. Auch erhöhte Vorlauftemperaturen oder stärkere Heizungspumpen schaffen nur Teilerfolge und erhöhen überdies die Energiekosten.

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Durchführung des Abgleichs

Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage in Balance gebracht. Im ersten Schritt wird eine Heizlastberechnung für jeden Raum erstellt. In dieser Berechnung, die in der DIN EN 12831 geregelt ist, wird ermittelt, welche maximale Wärmemenge jeder Raum benötigt. Wichtige Werte sind die Raumgröße, der U-Wert der angrenzenden Außenwände oder des Daches und die maximale Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur. Auch die Größe der Heizkörper spielt eine Rolle. Das Ergebnis ist die Angabe der erforderlichen Leistung in Watt. Diese Leistung bildet die Basis der erforderlichen Heizwassermenge für jeden Raum. An den Thermostatventilen stellt der Heizungsexperte anschließend die optimalen Durchflusswerte ein.

Die Einstellungen übernimmt der Fachmann

Da eine falsche Heizwasserberechnung sich negativ auf die Heizleistung und die Energiekosten auswirkt, gehört diese Maßnahme zur Optimierung der Heizungsanlage in die Hände eines Fachmanns. Der Heizungsinstallateur kennt alle Punkte, durch die ein hydraulischer Abgleich richtig und wirkungsvoll durchgeführt werden kann. Die Kosten für den Abgleich richten sich nach den erforderlichen Maßnahmen. Müssen zusätzlich Thermostate oder die Heizungspumpe ausgetauscht werden, liegt der Gesamtpreis entsprechend höher.

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