Baulexikon

Hausumbau

Wohnqualität steigern und Kosten sparen

Ein Haus umzubauen ist eine sehr gute Möglichkeit, Ihr altes Zuhause mit ein wenig Arbeit, Einsatz und Kreativität schnell noch schöner, größer und komfortabler zu machen. Wir sagen Ihnen, was zu beachten ist.

Wann sollte ein Haus umgebaut werden?

Ein Hausumbau kann durch viele Gründe motiviert sein. In der Regel ändern sich im Laufe der Zeit die Ansprüche an das Leben und somit auch die Ansprüche an die eigenen vier Wände.

Der Umbau eines Hauses wird meistens dann zu einem wichtigen Thema, wenn gravierende Veränderungen der Lebensbedingungen einer Familie anstehen. Zum Beispiel wenn irgendwann Ihre Kinder ausziehen, um einen Haushalt zu gründen.

Dann können Sie nämlich einfach den frei gewordenen Wohnraum neu nutzen. Warum nicht das ehemalige Kinderzimmer Ihres Hauses zu einem Hobbyraum, einer Bibliothek oder einem Gästezimmer umbauen? Die Möglichkeiten, ein Haus umzubauen sind immens und Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt!

Neubau, Sanierung und Hausumbau

Für einen Hausumbau ist es wichtig, einige Begriffe inhaltlich abzugrenzen. Ein Hausumbau wird anders definiert als ein Neubau oder eine Sanierung. Eine Abgrenzung vom Umbau zur Sanierung und zum Neubau bereitet oft Schwierigkeiten, ist aber baurechtlich von Bedeutsamkeit. Der Austausch schadhafter Fenster bedeutet beispielsweise nicht zwingend einen Hausumbau, sondern lediglich eine Sanierung. Bleibt bei einem Gebäude die Hausfassade erhalten, während alle Innenwände abgerissen und neu errichtet werden, spricht man hingegen von einem Hausumbau. Es können also auch bauliche Maßnahmen als Umbau gelten, die eher einen Neubau vermuten lassen würden. Bei einem Neubau erwarten den Bauherrn jedoch viel höhere Anforderungen, die bereits mit einer umfassenderen Prüfung des Bauvorhabens beginnen. Ein Hausumbau erfordert nicht unbedingt einen Bauantrag. Wird jedoch die bisherige Nutzung eines Raumes geändert oder auch der Brandschutz, das Tragwerk oder die Außenerscheinung, ist ein gesonderter Bauantrag auf jeden Fall erforderlich. Wann ein Bauantrag notwendig ist, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.

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Kategorien des Hausumbaus

Bei einem Hausumbau werden die Kategorien Abriss, Anbau und Bauen im Bestand unterschieden. Abriss beschreibt das Entfernen eines Gebäude- oder Bauteils wie beispielsweise einer Wand. Beim Anbau wird bei einem Hausumbau ein neuer Gebäudeteil hinzugefügt. Wird im Bestand gebaut, betrifft dies das Errichten eines Bauteils innerhalb eines Gebäudes, zum Beispiel die Teilung eines Raums durch die Errichtung einer weiteren Wand. Beim Bauen im Bestand ergeben sich in der Regel Konsequenzen für den Brandschutz und für das Tragwerk, eventuell ändert sich auch die Art der Nutzung. Daher ist im Vorfeld eine Genehmigung einzuholen.

Hausumbau ist auf lange Sicht notwendig

Wer seine Immobilie auf dem aktuellen technischen Stand hält, spart nicht nur Energie, sondern auf längere Sicht auch Kosten. Renovierungsarbeiten tragen dazu bei, den Wert eines Gebäudes zu erhalten und im besten Fall zu steigern und sind daher unerlässlich. Auch wer kurzfristig keinen Hausumbau beabsichtigt, sollte in Bezug darauf vorausschauend denken und Umbaumaßnahmen zukunftsorientiert einplanen. Erste notwendige Umbaumaßnahmen fallen im Regelfall nach ungefähr zehn bis 15 Jahren an. Experten veranschlagen etwa 15 Prozent des Werts eines Hauses für anfallende Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen.

Kann ich bei Umbauarbeiten selbst aktiv werden?

Ein Hausumbau bedingt oftmals sowohl zeitliche als auch finanzielle Belastung. Die engagierte Baufirma leistet in den meisten Fällen zwar zufriedenstellende Arbeit, kann die Preise für ihre Dienstleistungen allerdings auch nach eigenem Ermessen festlegen. Überlegen Sie sich daher im Voraus, welche Umbauarbeiten Sie selbst an Ihren eigenen vier Wänden vornehmen wollen und können. So können Sie für einzelne Bauvorhaben mit Einsparungen von bis zu 80 Prozent rechnen.

Kennen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten?

Stellen Sie sich bereits vor dem Hausumbau die Frage, welche Arbeiten Sie selbst ausführen wollen. Natürlich können Sie auch allgemeine Hilfestellung leisten, sofern Sie eine Baufirma engagieren möchten. Setzen Sie bei Ihrem Umbau jedoch auf einen Mix aus Eigenarbeit und professionellem Unternehmen, so sollten Sie Ihre eigenen Fähigkeiten objektiv einschätzen. Ebenfalls sinnvoll ist es, auf den Rat eines befreundeten Handwerkers zu vertrauen. Dieser kennt nicht nur Sie und Ihr Können, sondern kann darüber auch den Arbeitsaufwand und die möglichen Einsparungen einschätzen. Gibt er Ihnen den Tipp, auf die Arbeit eines professionellen Bauunternehmens zu vertrauen, so können Sie ihn ebenfalls bei der Suche nach der passenden Firma zu Rate ziehen. Optional lohnt natürlich auch der Vergleich via Internet.

Kennen Sie Ihre eigene Belastungsgrenze?

Wenn Sie Teile des Hausumbaus übernehmen wollen, sollten Sie sich auch über Ihre äußerste Belastungsgrenze im Klaren sein. Der Umbau der eigenen vier Wände nimmt, sofern größtenteils selbst ausgeführt, in der Regel bis zu einem Jahr an Zeit in Anspruch. Währenddessen sind Urlaube, Ausflüge und Freizeit kaum realisierbar. Sind Sie sich über Ihre Möglichkeiten bezüglich des Zeitaufwandes im Klaren, so fällt auch die Entscheidung hinsichtlich der Eigenbeteiligung am Umbau leichter.

Welche Bauarbeiten eignen sich für wenig geübte Heimwerker?

Zu den klassischen Arbeiten für wenig geübte Heimwerker im Hausumbau zählen in erster Linie oberflächliche Änderungen jenseits der Bausubstanz. Sie sind daher nicht zwangsläufig dem Oberbegriff Bauen im Bestand zuzuordnen, gehen jedoch oftmals mit ihm einher. Hierzu zählen beispielsweise Maler- und Tapezierarbeiten. Geschick und Lernbereitschaft reichen in diesem Fall oftmals aus, um ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen und die Ausgaben für den Umbau zu senken. Interessierte können speziell bei selbst übernommenen Maler- und Tapezierarbeiten mit einem Sparpotenzial zwischen 60 und 80 Prozent gegenüber professionellen Malerbetrieben rechnen. Ebenfalls lohnenswert ist die zeitliche Eigeninvestition in den Trockenbau des betreffenden Gebäudes. Das eigenhändig vorgenommene Verlegen, Spachteln sowie Schleifen der Rigips-Platten kostet zwar Zeit, spart in der Regel jedoch auch 60 bis 70 Prozent der regulär anfallenden Kosten.

Welche Bauarbeiten eignen sich für geübte Heimwerker?

Beschränken sich Ihre Fähigkeiten nicht nur auf oberflächliche Baumaßnahmen, so lohnt sich die Übernahme bestimmter Gewerke in jedem Fall. Hierzu zählen insbesondere Rohbauarbeiten. Sie nehmen wie alle aufwändigeren Hausumbauten viel Zeit in Anspruch und sind daher auch mit hohen Lohnkosten verbunden. Darüber hinaus nimmt ein Rohbau oftmals die Hälfte aller Baukosten ein, hiervon entfallen noch einmal rund 40 Prozent an Kosten auf das benötigte Material. Wenn Sie über genügend Zeit und Übung verfügen, können Sie allein durch Anpacken sowie Ihre erbrachte Eigenleistung Kosten sparen. Ebenfalls zu empfehlen ist die Übernahme der Arbeit an neu entstandenen Wänden: Sie zu verputzen ist bekanntlich arbeitsintensiv und daher auch mit einem hohen Einsparungspotenzial von bis zu 80 Prozent verbunden.

Welche Bauarbeiten eignen sich für Heimwerker-Profis?

Schätzen Sie Ihre eigenen Kenntnisse im Bereich Hausumbau objektiv ein: Sind Sie ein Heimwerker-Profi? Dann können Sie sich bei Ihrer Eigenleistung vor allem auf jene Umbauten konzentrieren, die sich direkt an den eigentlichen Umbau anschließen. Hierzu zählt zum einen die Sanitärinstallation. Wird diese komplett selbst übernommen, so kann der Bauherr mit großen Einsparungen rechnen. Allerdings gilt: Wer eine solche Installation machen möchte, der sollte auch vom Fach sein. Andernfalls sollten Sie eher die Finger davon lassen und allenfalls mithelfen. Gleiches gilt für die Elektroinstallation. Auch sie sollte den Profis vorbehalten bleiben.

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