Baulexikon

Hartschaum

Material aus Polyurethan, Polystyrol oder Polyvinylchlorid

Hartschaum ist ein verfestigter Arbeitsschaum und besteht zumeist aus Polyurethan, Polystyrol oder Polyvinylchlorid. Er wird aufgrund seiner guten Dämmleistung häufig im Bauwesen eingesetzt.

Im Vergleich zu den anderen Dämmmaterialien schneidet Polyurethan-Hartschaum am besten ab. Generell hat Hartschaum im Bereich des Wärmeschutzes unter allen Dämmmaterialien die Nase vorn. Bereits eine 13 Zentimeter dicke Hartschaum-Dämmplatte erfüllt den allgemeinen Dämmstandard. Andere Materialien müssen 25 Zentimeter dick sein, um diesen zu erreichen.

Hervorragende Dämmleistung dank niedriger Wärmeleitfähigkeit

Der gute Wärmeschutz ist auf die niedrige Wärmeleitfähigkeit des Materials zurückzuführen. Diese ist viel geringer als bei ähnlichen Produkten. Meist sind die Hartschaum-Elemente in den Wärmeleitstufen 0,23 bis 0,29 erhältlich. Der kleinste Wert erzielt die beste Dämmwirkung. Zum Vergleich: Mineralfaserdämmungen beginnen bei 0,32 und liegen oft noch darüber. Für Bauherren ist das Dämmen mit Hartschaumplatten deshalb sehr interessant, weil die Materialien wesentlich schlanker ausfallen als andere Produkte. Das spart viel Platz.

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Kaufpreis bis

100000

Schimmelsicheres und stabiles Material

Polyurethan-Hartschaum besitzt eine hohe Biege-, Zug- und Druckfestigkeit. Durch die gute Formstabilität ist ein lückenloser und einfacher Einbau möglich. Aus den häufig bereits mit Nut und Feder versehenen Dämmelementen lassen sich schnell geschlossene Ebenen herstellen. Anders als bei Styropor-Dämmungen wird der Hartschaum hier nicht mit heißem Draht auf der Baustelle zugeschnitten, sondern kann ganz einfach gesägt oder geschnitten werden. Das Material ist zudem beständig gegen Lösungsmittel, Weichmacher, vorzeitige Alterung, Fäulnis und Schimmel. Wenn die Hartschaum-Elemente mit einer Aluminium-Deckschicht versehen wurden, gelangt so gut wie keine Feuchtigkeit ins Innere des Materials. Die Nutzungszeit des Dämmmaterials beträgt mindestens 50 Jahre.

Dämmungen aus Hartschaum sind nicht brennbar

Selbst bei großer Hitze, die durch einen Brand verursacht wird, beginnt der Werkstoff nicht zu brennen. Auch tropfen keine brennenden Bestandteile herunter, wie es etwa bei Styropordämmungen passieren kann. Deshalb werden styroporgedämmte Gebäude oft zusätzlich mit Polyurethan-Hartschaumdämmungen ergänzt, zum Beispiel als geschlossene Brandschutzriegel oder um Fensteröffnungen herum. Im Falle eines Brandes kann die Ausbreitung so verringert werden.

Hartschaum-Dämmungen sind vielseitig einsetzbar

Eine weitere positive Eigenschaft des Polyurethan-Hartschaums ist der gute Schallschutz. Um diesen zu verbessern, können die Dämmplatten zusätzlich mit einer Steinfaserdämmung oder weiteren Deckschichten aus Kunststoff oder Aluminium ergänzt werden. Das verbesserte Material wird dann beispielsweise auch im Fahrzeugbau für Sitze und Armaturenbretter, im Modell- und Schiffsbau sowie als Tief- und Hochtemperaturdämmung eingesetzt.

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