Baulexikon

Green Building

Grünes Gebäude mit nachhaltigem Hintergrund

Green Building bedeutet auf deutsch "grünes Gebäude". Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das auf der Basis einer nachhaltigen Denkweise entworfen, geplant und errichtet wird.

Dabei soll der Bau sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht nachhaltig sein und zugleich soziokulturelle Erfordernisse berücksichtigen. Verwandte Bereiche sind das ökologische Bauen, das nachhaltige Planen und die grüne Architektur.

Mit einem Green Building verfolgte Ziele

Green Building

Foto: sinuswelle - Fotolia

Bei der Konzeption eines Green Building werden alle Planungen darauf abgestellt, die natürlichen Ressourcen wie Wasser oder Energie effizient zu nutzen und Verschwendungen abzustellen. Ziel ist es, die Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt zu reduzieren. Dazu gehört auch die Vermeidung von Abfall beziehungsweise der Einsatz von recyclingfähigen oder natürlich abbaubaren Materialien. Zugleich soll die Gesundheit der Menschen geschützt werden, die das Gebäude später nutzen. Ein nützlicher Nebeneffekt eines Green Building ist, dass sich bei entsprechender Umsetzung eine Reduzierung der Betriebskosten bei gleichzeitig höherer Produktivität ergeben kann.

Die wichtigsten Eckpfeiler eines Green Building

Damit ein Green Building entstehen kann, muss insbesondere der Marterialauswahl, dem Energieverbrauch und der Planung eines grünen Gebäudes verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Wann immer es geht, werden bei der Planung eines Green Building umweltfreundliche Materialien eingesetzt. Insbesondere sind dabei folgende Materialarten im Einsatz:

  • nachwachsende Rohstoffe: Bambus, Stroh, Holz, Holzfaserplatten, Kokosnuss, Seegras, Sisal
  • Naturstein, Kalzium-Sandstein
  • Recyclingprodukte (z. B. Steine, Metall)
  • Vermiculit
  • gebrannte oder Stampferde, Ton
  • Linoleum


Das Thema Energieeffizienz spielt beim Green Building eine große Rolle. Die Wärmedämmung des Daches und der Außenwände sorgt für einen möglichst geringen Energieverlust. Das Haus wird gezielt so auf dem Baugrundstück platziert, dass die natürliche Energie in Form der Sonne optimal ausgenutzt wird. Auch der spätere Stromverbrauch kann bereits zum Planungszeitpunkt beeinflusst werden: Werden Fenster nicht nach optischen Gesichtspunkten platziert, sondern nach dem Stand der Sonne im Tagesverlauf, können die durch Leuchtmittel verursachten Stromkosten dank der optimalen Ausnutzung des Tageslichts gesenkt werden.

Schon bei der Planung des Gebäudes sollte zudem der Schutz der Umwelt im Vordergrund stehen. Der Einsatz erneuerbarer Energien, beispielsweise in Form von Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen, wird heute bereits mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Zu einem Green Building gehört es aber auch, dass die Auffüllung des Grundwassers nicht durch einen asphaltierten Parkplatz eingeschränkt wird, Dächer begrünt werden und Verunreinigungen vermieden werden.

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