Fenster

Alle Materialien und Formen im Überblick

Für die Auswahl der Fenster sollten Sie sich etwas Zeit nehmen. Sie haben dabei die Wahl zwischen unterschiedlichen Formen, Materialien und technischen Eigenschaften.

Die Möglichkeiten der gestalterischen Ausformung und der Funktionalität sind dabei nahezu unbegrenzt. Deshalb ist es reichlich wichtig, genau das richtige Fenster in Gestalt und Funktion passend zu Ihrem Haus aus der großen Vielfalt auszuwählen. Ein zeitgemäßes Fenster hat neben den gestalterischen Aufgaben und seiner Funktion als Belichtungs- und Lüftungselement vor allem vor Regen, Wind, Kälte, Wärme, Lärm, Wärmeverlust und Einbruch zu schützen. Dazu ist es erforderlich, dass die Einzelteile eines Fensters den entsprechenden Normen gerecht werden. Ein Ausweis für hochwertige Fenster ist das RAL-Gütezeichen, das nach strengen Kontrollen vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim vergeben wird.

Fenster können Sie drehen, kippen, schwenken, schieben oder auch falten. In unseren Breitengraden gehen Fenster in der Regel nach innen auf. Natürlich kann man Fenster auch nach außen aufgehen lassen, so wie im angelsächsischen Bereich weit verbreitet.

Üblich sind die Materialien Holz, Stahl, Aluminium, Beton oder Kunststoff, einzeln oder in Kombination. Zur Auswahl stehen: Aluminiumfenster, Aluminium-Holzfenster, Holzfenster, Holz-Kunststofffenster, Holz-Kupferfenster, Kunststofffenster, Aluminium-Kunststoff-Fenster und für spezielle Einsatzbereiche Betonfenster, Edelstahlfenster und Stahlfenster.

Man unterscheidet folgende Fensterkonstruktionen: Einfachfenster, Verbundfenster, Doppelfenster (Kastenfenster), Festverglasung.

Zu den wichtigsten technischen Eigenschaften eines Fensters zählen die Schlagregensicherheit, die Fugendurchlässigkeit (a-Wert), die Widerstandsklasse, der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) und die Schallschutzklasse.

Dabei werden Fenster in allen möglichen Formen angeboten. Die gängigsten Formen sind Rechteckfenster, Französisches Fenster, Rundbogenfenster, Stichbogenfenster, Korbbogenfenster, Lanzettfenster, Rundfenster und Dreiecksfenster.

Dank moderner Beschlag- und Profilsysteme kann der Fensterbauer auch ganz spezielle Wünsche erfüllen: So schaffen großformatige Fenstertüren für Balkon oder Terrasse fließende Übergänge zwischen Wohn- und Gartenraum. Glaswände können einfach zur Seite geschoben werden. Und das Fenster kann inzwischen auch problemlos elektrisch angetrieben und per Fernbedienung gesteuert werden.

Einzelteile der Fenster

Ein Fenster (Holzfenster) besteht aus einem unbeweglich in der Fensteröffnung eingebauten Blendrahmen und einem oder mehreren beweglichen Flügelrahmen. Der Blendrahmen kann senkrecht durch Pfosten (auch Setzholz genannt) und waagerecht durch Riegel (auch Kämpfer genannt) unterteilt sein. Die Flügelrahmen sind in der Regel durch Bänder beweglich mit dem Blendrahmen verbunden. Ausnahmen bilden feste Flügel oder Festverglasungen, die aus optischen, konstruktiven oder Sicherheitsgründen eingebaut werden können. Die Verglasung in den Flügeln kann zusätzlich durch Sprossen unterteilt sein.

Fensterbeschläge umfassen alle Bauteile aus Metall und Kunststoff, die der einwandfreien Funktion des Fensters dienen. Die Ausformung der Laibung und des Sturzes der Rohbauöffnung kann je nach Wandkonstruktion (ein- oder mehrschaliger Wandaufbau) auf verschiedene Weise ausgeführt werden. Man unterscheidet den inneren, den äußeren und den stumpfen Anschlag.


  1. Der Sturz
  2. Das Oberlicht
  3. Blendrahmen oder Fensterstock
  4. Flügel
  5. Der Riegel oder Kämpfer, die horizontale Unterteilung eines Fensters
  6. Pfosten
  7. Sohlbank oder Unterstück des Rahmens
  8. Sprosse
  9. Stock-Oberstück
  10. Unterlicht

Öffnungsarten

Festverglasung im Rahmen

Neben Fensteröffnungen können auch feste Glaselemente in Ihr Objekt eingebaut werden. Allgemein spricht man von Festverglasung. Diese kann mit Hilfe von zusätzlichen Rahmenelementen befestigt oder lediglich eingeklebt werden.

Drehflügelfenster

Sie haben nach innen oder außen öffnende Flügel. Nach außen öffnende Flügel sind jedoch hierzulande unüblich und kaum genehmigungsfähig. Die Drehachse liegt im seitlichen Teil des Blend- und Flügelrahmens. Drehflügelfenster, die sich in den Raum öffnen lassen, nennt man einwärts öffnend. Sie haben den Vorteil, dass die Außenflächen der Glasscheiben von innen leicht und gefahrlos zu reinigen sind. Nachteil: Drehflügelfenster besitzen keine Kippstellung! Bei geöffnetem Drehflügel können Regen oder Schnee leicht eindringen. Aus diesen Gründen werden Drehkippflügel mehr bevorzugt.

Kippflügelfenster

Kippflügelfenster bewegen den Flügel zum Öffnen um die untere, waagerechte Achse. Die Öffnungsrichtung kann nach innen oder nach außen gerichtet sein. Der Flügel kippt um ca. 15° aus der Ebene in den Raum, wobei sich ein nach oben öffnender Lüftungsschlitz ergibt. Nachteil dieser Fenster: Sie sind von außen sehr schlecht zu reinigen. Deshalb werden sie überwiegend an Neben- und Kellerräumen und als Oberlichter verwendet.

Drehkippflügelfenster

Diese vereinen zwei Öffnungsmöglichkeiten (Drehen oder Kippen) in einem Flügel, was ihr großer Vorteil ist. Die Schaltung bei heutigen Drehkipp-Fenstern erfolgt zentral an einem bequem erreichbaren Bedienungsgriff. Drehflügel sollten im Format nicht breiter als hoch sein. Zu breite Flügel belasten die Bänder und neigen zum Absacken. Nach einiger Zeit schleifen diese Flügel beim Schließen auf und klemmen. Einige Hersteller bieten ein Kippen in verschiedenen Stufen an.

Wendeflügelfenster

Wendeflügelfenster haben wie Schwingflügelfenster verhältnismäßig große Fensterflächen. Die Drehachse liegt vertikal mittig oder auf Wunsch bei 1/3 der Fensterbreite. Es gibt üblicherweise eine Arretierung für mehrere Öffnungsweiten oder eine Friktionsbremse. Die Verwendung von Wendeflügelfenstern ist in Deutschland weitgehend zurückgegangen. Kennzeichnend für diese Fensterkonstruktion ist, dass eine Hälfte des Flügels von innen, die andere Hälfte von außen in den Falz einschlägt. Nachteilig ist, dass ein Anbringen von Rollläden und außenliegende Jalousien kaum möglich ist.

Klappflügelfenster

Diese Fensterart wird häufig an Blumen- oder Dachfenster eingebaut. Nachteilig - bedingt durch die Öffnungsart - ist, dass sich diese Fenster von außen sehr schlecht reinigen lassen. Deshalb ist es ratsam, sie vorrangig im Erdgeschoss oder in Wintergärten einzusetzen. Bei ihnen bewegt man den Flügel zum Öffnen um die obere, waagerechte Achse. Wie Kippflügelfenster können auch Klappflügel einwärts oder auswärts öffnen, wobei ein nach außen Öffnen eher die Regel in Deutschland ist.

Schwingflügelfenster

Sind in der Regel großflächige Fenster, deren ungeteilter Flügel um eine waagerechte, in der Mitte der Fensterfläche angeordnete Drehachse dreht. Sinnvollerweise wird der Flügel in der unteren Hälfte nach außen öffnend und oben einwärts öffnend angeordnet. Die Lüftungsfunktion für den natürlichen Luftwechsel ist beim Schwingflügel besonders effizient. Dennoch gehören Schwingflügelfenster zur Gruppe der Sonderbauteile. Der Vorteil dieses Fensters liegt darin, dass auch große Fensterflächen sich schnell und einfach öffnen lassen. Schwingflügelfenster lassen sich um 180° drehen, so dass die Scheibenflächen leicht zu reinigen sind.

Vertikal-Schiebefenster

Diese bewegen die Flügel schiebend in Führungen in der Fensterebene. Die Flügel drehen oder schwingen nicht in den Raum hinein. Gardinen und Dekorationen sind demnach nicht gefährdet. Dennoch sind in Deutschland Vertikal-Schiebefenster unüblich. Nachteile: Die Dichtigkeit ist nur bedingt zu erreichen, weil die elastischen Flügelfalzdichtungen beim Schieben abreiben, also verschleißen und die heutigen Normen zu hohe Anforderungen stellen. Bei großen Fensterflächen werden gewöhnlich nur Teilflächen als Vertikalschiebefenster ausgebildet. Ein weiterer Nachteil bestehen darin, dass im oberen Blendrahmenbereich ein großer zusätzlicher Platzbedarf für die aufwändige Seilzugführung der Flügel notwendig ist. Darüber hinaus ist das Reinigen der Scheiben kompliziert.

Horizontal-Schiebefenster

Bei diesen Fenstern bewegt man den Flügel schiebend in der Fensterebene, was den großen Vorteil hat, dass kein Bauteil in den Raum ragen muss. Schiebefenster werden mit mindestens zwei Flügeln ausgebildet, während ein oder mehrere Flügel auch festverglast sein können. So können unter anderem auch Fensterbänder ausgebildet werden. Die Falzdichtigkeit ist jedoch in herkömmlicher Bauweise, wie beim Vertikal-Schiebefenster, nur bedingt zu erreichen. Deshalb wurde die Alternative in Form des Hebeschiebefensters entwickelt.

Hebeschiebetür

Mit Hebeschiebetüren (diese zählen zu den Fenstern) erreichen Sie eine großzügige Raumgestaltung. Wohnräume öffnen sich zum Garten, Terrassen werden zum Wohnräumen. Das Innen kann durch das Außen erweitert werden. Dabei bleibt die Unabhängigkeit von Witterungseinflüssen erhalten. Außergewöhnliche Abmessungen bieten die besten Voraussetzungen für eine individuelle Architektur. Um jedoch ein dichtes Schließen, was bei Schiebeflügeln in der Regel etwas schwieriger ist, zu erreichen, braucht es einer besonderen Bewegungsweise des Fensters. Zum Bewegen der teilweise großen und schweren Flügel werden diese aus der Verschlussstellung gehoben. Dazu werden exzentrische Laufrollen von einem stabilen Hebel aus zum Heben und Senken bewegt. Durch das Heben und Senken der Flügel wird die Dichtigkeit in den Flügelfalzen erheblich verbessert. Auch können die rollend zu öffnenden Flügel zusätzlich in Kippstellung gebracht werden.

Parallel- Schiebe- Kipptür

Für sie gilt das gleiche wie für die Horizontal-Schiebefenster. Sie ist durch die geringe Bautiefe und die schlanken Profile für kleinere Schiebeelemente eine ideale Ergänzung zu den bewährten Hebeschiebetüren.

Falt-Schiebeanlagen

Das so genannte Faltschiebe-Fenster wird als Sonderbauteil für anspruchsvolle Einrichtungen geplant und ausgeführt. Mit der konstruktiven Weiterentwicklung hat diese Schiebetürvariante eine enorme Aufwertung erfahren und bietet sich als interessante Gestaltungs- bzw. Funktionsalternative an. Sie werden aus den üblichen Fensterprofilen gefertigt. Beschläge, die dem Stand der Technik entsprechen, sorgen für eine komfortable Bedienung. Es können Laufschienen an der Decke oder am Boden eingesetzt und sowohl Falt-Schiebetüren als auch Falt-Schiebefenster hergestellt werden. Durch das Falten der Öffnungsflügel wird erreicht, dass nahezu die gesamte Öffnungsfläche freigegeben wird. Wahlweise links oder rechts befindet sich ein regulärer Drehflügel, alle anderen Flügelelemente werden zusammengefaltet.

Glasscheiben

Wärmeschutzgläser

So gehört auch zu den Anforderungen an die Glasscheiben, im Winter keine Wärme verloren gehen und im Sommer nicht zu viel Wärme ins Haus zu lassen. Diese beiden Aufgaben werden heute dank moderner Isolierverglasungen erfüllt. Man unterscheidet Isolierglas ohne und Isolierglas mit Wärmefunktionsglas.

Der Wärmeschutz bei Isolierglas wird hauptsächlich durch eine Vergrößerung des Scheibenzwischenraumes bzw. der Beschichtung des Glases mit Metall erreicht. Der Wärmedurchfluss durch Isolierglas erfolgt auf drei Arten:

  • Wärmestrahlung zwischen den Scheiben
  • Wärmeleitung der Luft bzw. des Gases im Scheibenzwischenraum
  • Konvektion der Luft oder des Gases.

Bei Normalisolierglas entfallen ca. 2/3 des Wärmeflusses auf die Wärmestrahlung und 1/3 auf die Wärmeleitung und Konvektion. Bei beschichteten Wärmefunktionsgläsern wird die Wärmestrahlung fast vollständig unterdrückt, wobei die Wärmeleitung und die Konvektion unverändert bleiben.

Im sichtbaren Strahlungsbereich (Tageslicht) sind die Wärmefunktionsschichten sehr transparent, während sie im langwelligen Strahlungsbereich (Wärmestrahlung) sehr reflektierend sind. Das bewirkt in der Praxis, dass die Sonnenenergie relativ ungehindert in den Innenraum gelangen kann, wo die raumbegrenzenden Flächen diese Energie aufnehmen und sie als Wärmestrahlen wieder abgeben. Die Wärmefunktionsschicht, eine hauchdünne Edelmetallbeschichtung auf der Innenseite der Glasscheibe, verhindert jedoch den Austritt der langwelligen Wärmestrahlen. Die Innenscheibe wird dadurch annähernd auf Zimmertemperatur erwärmt und trägt somit entscheidend zur Behaglichkeit bei.

Sonnenschutzgläser

Es gibt zwei Gruppen von Sonnenschutzgläsern: reflektierende und absorbierende.

Bei den reflektierenden Gläsern wird durch eine Spezialbeschichtung der Außenscheibe ein Großteil der Sonnenenergie reflektiert. Dimensioniert man die Außenscheibe dicker als die Innenscheibe der Isolierglaseinheit, werden verzerrte Reflexionen vermieden.

Grüne, braune oder graue Einfärbungen der Außenscheibe sorgen bei absorbierendem Glas für eine Absorption der auftreffenden Strahlung. Das Glas erwärmt sich dadurch sehr stark und gibt diese Wärme zum größten Teil wieder nach außen ab.

Sicherheit der Fenster

Schlagregensicherheit

Schlagregensicherheit ist der Schutz, den ein Fenster oder auch eine Außentür bei vorgegebener Windstärke, Regenmenge und Beanspruchungsdauer gegen das Eindringen von Wasser in das Innere des Gebäudes bietet. Aufgrund genormter Prüfungen werden Fenster und Außentüren in die Beanspruchungsgruppen A bis D eingeordnet, von normalen bis außergewöhnlich hohen Anforderungen.

Fugendurchlässigkeit

Fugendurchlässigkeit bei Fenstern wird verursacht durch Undichtigkeiten in den Fugen zwischen Flügel- und Blendrahmen. Sie trägt in gewissem Maß zu einer Lufterneuerung des Innenraumes bei, führt allerdings auch zu erheblichen Wärmeverlusten. Weiterhin besteht ein Zusammenhang zwischen Fugendurchlässigkeit und Schalldurchlässigkeit eines Fensters. Der Kennwert für die Fugendurchlässigkeit ist der Fugendurchlasskoeffizient auch a-Wert genannt.

Wärmedurchlässigkeit (U-Wert)

Der U-Wert (veraltet k-Wert) ist eine Kenngröße für den Wärmeschutz und gibt die Wärmemenge an, die innerhalb einer Stunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils (z.B. Wände, Decken, Fenster, Türen) bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin übertragen wird. Je geringer der U-Wert, desto höher ist die Wärmedämmwirkung.

Schallschutzklasse

Darunter versteht man die Schalldämmung von Fenstern nach VDI-Richtlinie 2719. Die Zugehörigkeit eines Fensters zu einer der sechs Schallschutzklassen bzw. das bewertete Schalldämmmaß wird durch amtliche Prüfzeugnisse nachgewiesen.

  • Empfohlen sind Schallschutzklasse 1 (25 dB - 29 dB) für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und mehr als 35 m Abstand zwischen Haus und Straße,
  • Schallschutzklasse 2 (30 dB - 34 dB) für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße,
  • Schallschutzklasse 3 (35 dB - 39 dB) für Wohnstraßen mit 50 - 200 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße,
  • Schallschutzklasse 4 (40 dB - 44 dB) für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 100 - 300 m Abstand zwischen Haus und Straße,
  • Schallschutzklasse 5 (45 dB - 49 dB) für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 36 - 1000 m Abstand zwischen Haus und Straße und
  • Schallschutzklasse 6 (> 50 dB) für Schnellstraßen mit 3000 - 5000 Kfz pro Stunde und weniger als 100 m Abstand zwischen Haus und Straße.

Einbruchschutz

Fenster mit Stahlgitter

Jeder Fensterschutz muss an die Gegebenheiten angepasst werden.

Einbruchschutz wird durch die sechs Widerstandsklassen für Fenster und Türen definiert. Für das Glas unterscheiden sich je drei Gruppen von durchwerfhemmendem (Klasse A) und durchbruchhemmendem (Klasse B) Material.

Die A-Klasse (Durchwerfhemmung) gliedert sich in 3 Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Das Prüfverfahren simuliert den Versuch der Zerstörung der Scheibe mit einem schweren Wurfgeschoss. Hierbei fällt eine 4,11 kg schwere Metallkugel (Durchmesser 100 mm) auf eine Glasprobe (1100 x 900 mm) dreimal hintereinander aus gleicher Höhe. Die Gruppen A1 bis A3 werden hierbei durch die Fallhöhe definiert:

 

A-Klasse (Durchwerfhemmung)

Gruppe Dicke der Glasscheibe Abmessung Prüffallhöhe
A1 9 mm 225x375 cm 3,5 m
A2 10 mm 225x375 cm 6,5 m
A3 10 mm 225x375 cm 9,5 m

Die B-Klasse (Durchbruchhemmung) gliedert sich ebenfalls in 3 Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Im Prüfverfahren wird versucht, mittels einer Axt einen Durchbruch mit einem Innenkreis von 510 mm zu schaffen. Die Gruppen B1 bis B3 werden hierbei durch die Anzahl der erforderlichen Axthiebe definiert:

 

B-Klasse (Durchbruchhemmung)

Gruppe Dicke der Glasscheibe Abmessung Axthiebe
B1 16 mm 225x375 cm 30-50
B2 22 mm 225x375 cm 50-70
B3 22 mm 225x375 cm über 70