Baulexikon

Dezentrale Wohnraumlüftung

Besonderheiten der dezentralen Wohnraumlüftung

Bei der dezentralen Wohnraumlüftung wird jeder Raum einzeln belüftet, es gibt keine zentrale Steuerung und keine gemeinsamen Apparaturen für alle Räume.

Die dezentrale Wohnraumlüftung wird unter anderem in Altbauten eingesetzt, in denen sich ein Gesamtsystem für eine ganze Wohnung nur schwer nachträglich einbauen lässt. Auch bei Neubauten entscheiden sich manche Bauherren aber für eine dezentrale Wohnraumlüftung, da diese im Allgemeinen leichter umzusetzen ist.

Notwendigkeit der Wohnraumlüftung

Die Belüftung einer Wohnung ist nicht nur eine Frage des Wohnkomforts. Insbesondere Luftfeuchtigkeit, die unweigerlich beim Kochen und Duschen, aber beispielsweise auch durch die Atemluft der Bewohner selbst entsteht, muss zuverlässig aus den Räumen entfernt werden können, um die Bildung von Kondenswasser und Schimmel zu verhindern. Grundsätzlich kommen dazu neben dem manuellen Lüften die dezentrale Wohnraumlüftung sowie Systeme in Frage, die ganze Wohneinheiten zentralisiert belüften. Der Einbau einer zentralen oder dezentralen Wohnraumlüftung kann so vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schäden an der Bausubstanz schützen.

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Vorteile einer dezentralen Wohnraumlüftung

Bei einer dezentralen Wohnraumlüftung entfällt die Installation eines das ganze Haus oder die ganze Wohnung umfassenden Rohrleitungs- bzw. Luftkanalsystems, da im Gegensatz zur zentralisierten Lösung die Lüftung nicht zentral gesteuert und die Luft nicht in der gesamten Wohneinheit verteilt wird. Dies bedeutet einen geringeren baulichen Eingriff. Zudem entfällt die Notwendigkeit, das größere System technisch und hygienisch instand zu halten. Drittens lässt sich eine dezentrale Wohnraumlüftung nach und nach bei wachsenden Bedürfnissen installieren. Da eine dezentrale Wohnraumlüftung jeden Raum einzeln bedient, lassen sich die einzelnen Räume außerdem stärker individuell steuern, etwa bei besonderen Belastungen durch Partys oder andere Veranstaltungen. Auch der unterschiedliche Bedarf etwa von Badezimmer, Küche oder Treppenhaus sollte und kann bei der Installation von Lüftungsanlagen berücksichtigt werden.

Wärmerückgewinnung bei dezentraler Wohnraumlüftung

Dezentrale Systeme zur Wohnraumlüftung lassen sich in unterschiedlichen Formen realisieren. Wichtig ist beispielsweise der Unterschied zwischen reinen Abluftanlagen und Systemen mit Wärmerückgewinnung, bei denen die Wärmeenergie aus der Abluft auf die frische Zuluft übertragen wird, sodass weniger Heizenergie nötig ist, um für eine behagliche Raumtemperatur zu sorgen. In diesem Punkt hat die dezentrale Wohnraumlüftung einen Nachteil gegenüber zentralisierten Systemen, da der Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung oft niedriger ist. Dennoch kann sich auch hier der Einsatz einer solchen Lösung lohnen.

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