Baulexikon

Dezentrale Lüftungsanlage

Besseres Raumklima für einzelne Räume

Dezentrale Lüftungsanlagen werden separat in den Räumen installiert, in denen sie benötigt werden. Generell werden drei verschiedene Varianten der dezentralen Lüftungsanlage unterschieden: die Abluftanlage, die Zu- und Abluftanlage sowie die Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung.

Dezentrale Lüftungsanlage als Abluftanlage und als Zu- und Abluftanlage

Reine Abluftanlagen werden gerne genutzt, um schlechte Gerüche und Feuchtigkeit zu beseitigen. Entsprechend oft werden sie daher in der Küche über der Kochstelle und im Bad installiert. In innen liegenden Bädern ist die Abluftanlage sogar gesetzlich vorgeschrieben. Durch einen Unterdruck erzeugenden Ventilator ist die dezentrale Abluftanlage in der Lage, unangenehme und feuchte Luft aufzusaugen. Die Zu- und Abluftanlage generiert zusätzlich zur Zuluft auch die Abluft in einer Lüftungsanlage, sodass ähnlich wie bei der Abluftanlage nur ein Außenluftzugang gesichert werden muss. Auch diese Anlage ist insbesondere für Küchen- und Sanitäranlagen geeignet. Ventilatoren und Klappen regulieren in bestimmten Abständen den Wechsel des Luftstroms. Bei einigen Geräten ist dies jedoch auch parallel möglich. Eine Installation kann in beiden Fällen schnell und ohne größeren Aufwand erfolgen. Eine bestimmte bauliche Substanz ist dafür nicht erforderlich.

Ein Nachteil bei diesen dezentralen Lüftungsanlagen ist, dass keine Wärmerückgewinnung stattfindet, was sich auf die Energieeffizienz des Gebäudes auswirkt. Um dennoch eine gewisse Wärmedämmung zu gewährleisten, sind zumindest in der Abluftanlage sogenannte Abluftklappen eingebaut, die sich erst bei der manuellen Inbetriebnahme öffnen.

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Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung

Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung weisen im Vergleich zu den anderen Modellen eine deutlich bessere Energieeffizienz auf. Bis zu 75 Prozent der Energie werden hier der Abluft entnommen und der Zuluft erneut zugeführt. Daher sind diese dezentralen Lüftungsanlagen insbesondere für Passivhäuser geeignet. In Abhängigkeit von der Funktionsweise der Anlage werden sogenannte Rekuperatoren oder Regeneratoren für die Rückgewinnung der Wärme verwendet. Bei Rekuperatoren strömen Zu- und Abluft gleichzeitig, wobei die warme Abluft Energie an die kalte Zuluft abgibt. Wenn mithilfe von Ventilatoren ein wechselseitiger Luftaustausch stattfindet, helfen die Regeneratoren, thermische Speichermasse zu erwärmen. Kalte Zuluft wird auf die Weise aufgeheizt.

Die Vor- und Nachteile dezentraler Lüftungsanlagen im Überblick

Im Vergleich zu zentralen Lüftungsanlagen ist eine Einzelanschaffung kostengünstig, bei einer Anschaffung für alle Räume eines Gebäudes summieren sich die Kosten jedoch erheblich. Die Montage ist leicht zu bewerkstelligen und die Lüftung kann manuell und individuell erfolgen. Der Geräuschpegel ist jedoch relativ hoch. Obwohl eine Wärmerückgewinnung realisiert werden kann, ist die dezentrale Lüftungsanlage weniger energieeffizient als zentrale Geräte.

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