Baulexikon

Betonsteine

Betonsteine als wirtschaftliche und klimafreundliche Dacheindeckung

Als Betonsteine bezeichnet man Dacheindeckungen aus Beton, weitere übliche Begriffe sind Dachsteine oder Betondachsteine.

Im Unterschied zum Tonziegel bestehen Betonsteine aus Quarzsand, Wasser und Zement. Der fertig geformte Betonstein wird in Wärmekammern getrocknet und kann nach einer definierten Lagerzeit direkt für die Dacheindeckung verwendet werden.

Betonsteine und ihre Eigenschaften

Betonsteine sind als wirtschaftliche Dacheindeckung beliebt. Das Material ist robust und langlebig, außerdem widerstandsfähig gegen Feuer und frostbeständig. Sind die Betonsteine einmal verlegt, ist der Wartungsaufwand gering. Die Oberfläche ist mit Zementschlämmen versiegelt, sodass schädliche Organismen nur wenig Angriffsfläche finden. Über die Beimischung von Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis erhalten die Betondachsteine eine ziegelartige Einfärbung. Auf den ersten Blick ist der Stein nicht vom Tonziegel zu unterscheiden. Durch spezielle Pigmentierungen wird die Reflexionsfähigkeit der Dachfläche erhöht und die Aufheizung verringert. Dadurch kann der sommerliche Wärmeschutz eines Gebäudes und damit das Wohnraumklima deutlich verbessert werden. Betonsteine sind in großer Formenvielfalt erhältlich und werden in allen üblichen Ziegelformaten hergestellt. Je nach gewähltem Format werden auf dem Dach unterschiedliche Effekte erzeugt. So verleiht der Doppel-S-Dachstein optische Tiefe; edel und anspruchsvoll wirken Deckbilder aus der Harzer oder der Taunus Pfanne. Die Auswahl des Dachsteins sollte nach den örtlichen Gegebenheiten erfolgen, um ein einheitliches städtebauliches Bild zu erhalten.

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Die Lebensdauer von Betondachsteinen

Die Hersteller geben auf Betonsteine meist eine Garantie von 30 Jahren für die Beständigkeit des Dachsteins sowie 10 bis 30 Jahre auf die Frostbeständigkeit. Die tatsächliche Haltbarkeit der Dachsteine kann jedoch noch weit darüber hinausgehen und bis zu 50 Jahre betragen. Wird die Oberfläche porös, ist in vielen Fällen dennoch ein Austausch vermeidbar, indem eine Dachbeschichtung aufgebracht wird.

Herstellungsverfahren für Betondachsteine

Betonsteine werden aus einem Gemisch aus Quarzsand, Zement und Wasser in der Strangpresse in die gewünschte Form gebracht und anschließend geschnitten. Bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius erfolgt die Härtung in der Wärmekammer. Die erforderliche Wärme wird zum größten Teil von den Steinen selbst erzeugt, da beim Abbinden des Zements sogenannte Hydratationswärme frei wird. Die Betonsteine werden für weitere 28 Tage eingelagert und erhalten so ohne weitere Maßnahmen ihre Endfestigkeit. Da – anders als bei Tonziegeln – kein Brandvorgang erforderlich ist, gelten Betonsteine als umweltfreundlich und ressourcenschonend.

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