Baulexikon

Bauphysik

Ein fester Bestandteil der Planung des Hausbaus

Die Bauphysik ist die Anwendung der Physik auf Bauwerke. Bauphysikalische Überlegungen spielen schon in der Entwurfsphase von Gebäuden eine essenzielle Rolle.

Mit der Ressourcenknappheit hat die Bedeutung der Bauphysik seit 1970 immer mehr zugenommen. Möchte man ein Haus bauen, gibt es von der Planung und Gestaltung zusammen mit dem Architekten bis hin zur Statik etliches zu beachten. Ein äußerst wichtiger Punkt ist die technische Versorgung des Hauses. Zeitgemäße Häuser müssen einer Vielzahl von Richtlinien und Vorschriften Genüge tun. Ein Großteil dieser Vorgaben bezieht sich auf Themen der Bauphysik.

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Themen der Bauphysik

Die Bauphysik beschäftigt sich mit physikalischen Übertragungsphänomenen im Inneren von Bauwerken und Bauteilen. Die wichtigsten Themen sind:

  • Wärme: Rund 26 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs der Bundesrepublik Deutschland wird für die Erwärmung unserer Duschen und Gebäude verwendet. Das birgt ein großes Sparpotenzial. Ein Altbau hat einen Energiebedarf von ca. 300 Kwh/m²a. Ein Gebäude nach den EnEV-Richtlinien verbraucht dagegen nur ca. 30–60 Kwh/m²a, also nur einen Bruchteil davon. Das zeigt, dass die Auseinandersetzung mit Wärmeschutz effektiv den Energieverbrauch eines Gebäudes reduzieren kann. Wenn die thermische Hülle eines Gebäudes dicht und gut eingepackt ist, durch die Baukonstruktion Wärmebrücken auf ein Minimum reduziert worden sind und die technische Gebäudeausrüstung auf dem neusten Stand ist, sind zeitgemäße Gebäude sogar in der Lage, Energie zu erzeugen, anstatt sie zu verbrauchen.
  • Feuchtigkeit: Zwischen einem Gebäude und seiner Umwelt findet immer ein Feuchtigkeitsaustausch statt. Deswegen sind Themen wie Belüftung, Feuchtetransport und Feuchteschutz wichtig, um beispielsweise der Schimmelbildung entgegenzuwirken.
  • Akustik: Mit einem wachsenden Komfortbedürfnis hat der Schallschutz eine größere Bedeutung in der Bauphysik bekommen. Die Schalldämmung innerhalb eines Gebäudes führt zu einer besseren Raumakustik. Genauso wichtig ist der Schallemissionsschutz, also der Schutz vor Lärm im Freien.
  • Brandschutz: Der Brandschutz ist vor allem in öffentlichen Gebäuden ein sehr wichtiges Thema. Er beeinflusst die gesamte Gebäudeplanung. Nicht nur der Einsatz von feuerfesten Baustoffen, sondern auch das Bereitstellen von Fluchtwegen ist wichtig. Aber auch im Eigenheim müssen bauphysikalische Grundlagen eingehalten werden. Brandschutz ist hier ebenfalls ein wichtiges Thema. In der Bauordnung gibt es zahlreiche Richtlinien, die einzuhalten sind.
  • Klima: Der Klimaschutz hat im Zuge des Klimawandels eine wichtige Bedeutung bekommen. Die Bauphysik hat es sich mit zur Aufgabe gemacht, ihm durch den Einsatz innovativer Technologien Rechnung zu tragen.

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