Baulexikon

Bauen im Bestand

Alternative zum Neubau

Vom Bauen im Bestand spricht man, wenn Baumaßnahmen durchgeführt werden, ohne dass neue Gebäude errichtet werden.

Dies ist einerseits bei Instandhaltung und Instandsetzung bis zum Wiederaufbau der Fall, andererseits auch bei Erweiterungsbauten, Umbauten und Modernisierungen. Ein wichtiger Fall des Bauens im Bestand ist die Altbausanierung, bei der bestehende Gebäude an den aktuellen Stand der Technik und die üblichen Erwartungen hinsichtlich des Wohnkomforts angepasst werden.

Zunehmende Bedeutung für das Bauen im Bestand

Der Neubau von Häusern und Wohnungen ist insbesondere in wachsenden Gemeinden nötig, da hier das Wohnflächenangebot im Regelfall erhöht werden muss. Auch technische oder soziale Entwicklungen, die die Anforderungen an Wohnimmobilien grundsätzlich verändern, sind häufig mit verstärkten Neubautätigkeiten verbunden, begleitet in diesem Fall von Abrissen alter Gebäude. In Gesellschaften, die ihre Größe gerade reproduzieren und über einen qualitativ hochwertigen Bestand an Häusern und Wohnungen verfügen, spielt hingegen die eher evolutive Anpassung durch Baumaßnahmen im Bestand eine größere Rolle. Entsprechend hat auch in Deutschland die Bedeutung von Altbausanierungen und ähnlichen Maßnahmen gegenüber den Nachkriegsjahren zugenommen, in denen eher die Errichtung neuen Wohnraums im Vordergrund stand.

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Bauen im Bestand zur Erhaltung von Funktion oder Zustand

Das Bauen im Bestand zerfällt in drei große Gruppen möglicher Maßnahmen: Zunächst ist die bloße Instandsetzung zu nennen, die einen rein werterhaltenden Zweck hat. Hier soll der funktionelle Status quo aufrechterhalten werden, um die weitere Nutzung des Wohnraums möglich zu machen. Eine ähnliche Zielsetzung besteht bei der Restaurierung zur Denkmalpflege. Hier spielt jedoch die originalgetreue Beibehaltung oder Wiederherstellung eines aus historischen Gründen schützenswerten Zustands die Hauptrolle, und es sind staatliche Vorgaben zu beachten. Gegenüber der reinen Instandsetzung entstehen deshalb oft höhere Kosten.

Bauen im Bestand als Maßnahme der Wertsteigerung

Häufig wird beim Bauen im Bestand jedoch eine Wertsteigerung der Immobilie durch eine Verbesserung ihres Zustands angestrebt. Ganz unabhängig von notwendigen Reparaturen kann zum Beispiel der Komfort für die Bewohner durch den Einbau eines Fahrstuhls oder eine Veränderung der Raumaufteilung gesteigert werden. Viele Maßnahmen werden auch in diesem Bereich durch gesetzliche Vorgaben oder staatliche Investitions- und Förderprogramme angeregt, beispielsweise energetische Sanierungen.

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