Fehler beim Grundstückskauf vermeiden

So tappen Sie beim Grundstückskauf nicht in die Falle

Genau wie bei Immo­bilien steigen auch die Preise von Grund­stücken. Über­stürzt zuschlagen kann aber teuer werden. Mit diesen Tipps greifen Sie nicht daneben:



Baugrundstücke fallen nicht vom Himmel. Schon gar nicht in den begehrten Metropolen. Da sind Grundstücke im Wunschstadtteil mit einem Sechser im Lotto vergleichbar. Was tun Sie, wenn Sie doch ein Grundstück gefunden haben, das Ihnen gefällt? Sie kaufen nicht überstürzt, sondern beherzigen unsere fünf Tipps für den Grundstückskauf:

1. Tipp

Die Lage muss passen


Die Lage sollte zu Ihrem Leben passen. Prüfen Sie die lokale Erreichbarkeit von Arbeitsstelle, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Kultur. Achten Sie auch auf Lärmquellen (Bahn, Flugzeug) und Geruchsbelästigung (Fabriken, Landwirtschaft). Sie sollten das Grundstück zu unterschiedlichen Zeiten besichtigen, denn Lärm und Gestank können zum Beispiel während der Arbeitszeit verheerend und nach Feierabend und am Wochenende praktisch nicht vorhanden sein – etwa weil ein Industriebetrieb in der Nähe liegt.

2. Tipp

Hanglage kann teuer werden


Eine Hanglage ist schön, bedeutet aber immer einen komplizierteren Hausbau. Und der kann ganz schön ins Geld gehen. Lassen Sie sich diese Mehrkosten vorher ausrechnen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

3. Tipp

Die Baugrunduntersuchung ist Pflicht


Verbraucherzentralen empfehlen, ein Bodengutachten anfertigen zu lassen. Insbesonders bei Grundstücken, die vorher noch nicht bebaut waren, ist dies sehr sinnvoll. Das beinhaltet auch eine Baugrunduntersuchung. Sie wissen vorher nicht, was unter der Grasnarbe liegt – bis die Experten anhand von Bohrungen festgestellt haben, wie es mit der Tragfähigkeit des Bodens aussieht. Gibt es drückendes Grundwasser? Wurden frühere Brachflächen mit Schutt aufgeschüttet? Finden sich gar Kampfmittel im Untergrund? All diese Fragen sind wichtig für den späteren Hausbau. Tipp: Weist Ihr Grundstück giftige Altlasten auf, können die Sanierungskosten hoch werden. Ein Blick in das örtliche Altlastenkataster kann Sie vor Fehlkäufen bewahren.

4. Tipp

Überprüfen Sie das Grundbuch


Hier ist vor allem die Abteilung II besonders interessant. Dort steht, ob es Lasten, Nießbaurechte oder Erbbaurechte auf das Grundstück gibt. Beim zuständigen Grundbuchamt (näheres unter www.grundbuch-portal.de) im Amtsgericht können Sie einen Antrag auf Einsicht in das Grundbuch stellen.

5. Tipp

Was sagt der Bebauungsplan?


Sie wollten immer schon eine Villa im Toskanastil bauen, aber das ist auf Ihrem Grundstück gar nicht erlaubt? Wenn es für Ihr Baugebiet einen Bebauungsplan gibt, können Sie ihn bei der Gemeinde einsehen. Hier sind teilweise sehr umfangreiche Regelungen für die Bebauung getroffen worden: Traufhöhe, Grundflächenzahl (im Verhältnis zur Grundstücksgröße), Geschossflächenzahl, Lage des Hauses auf dem Grundstück, Abstände zu Nachbargrundstücken, Dachform und -neigung. Es wäre doch zu schade, wenn Sie Ihren Wunsch nach einem Haus ohne Dachschrägen (also zwei Vollgeschossen) nicht realisieren dürfen.


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