Baukindergeld nach Bundesländern

Rund 10 Prozent weniger Haus als im Vorjahr

Wie hoch ist der Anteil des Baukindergeldes an Neubauhäusern in den einzelnen Bundesländern im Jahr 2019? Unsere Auswertung zeigt: Fast 10 Prozent geringer als noch 2018. Alle Veränderungen im Überblick:



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Seit dem 18. September 2018 kann in Deutschland das Baukindergeld beantragt werden. Mit dem gibt es 1.200 Euro pro Kind und Jahr vom Staat für den Hausbau oder -kauf, und das über zehn Jahre lang. Eine Familie mit zwei Kindern bekommt damit insgesamt 24.000 Euro  – in allen Bundesländern außer Bayern. Dort wird das Baukindergeld in Form von Baukindergeld Plus und einer Eigenheimzulage weiter aufgestockt. Welchen Effekt die neue Förderung wirklich hat, hängt davon ab, wie hoch die Hauspreise in der gewünschten Region sind.

Weniger Haus fürs gleiche Geld

Am meisten profitieren – wie auch im Vorjahr – Bau- und Kaufwillige in Sachsen-Anhalt: 12,2 Prozent eines durchschnittlichen Einfamilienhauses werden einer Familie mit zwei Kindern innerhalb von zehn Jahren durch die Förderung finanziert. Im Vorjahr war es jedoch noch ein ganzer Prozent mehr, nämlich 13,2 Prozent. Der Grund dafür ist einfach: Die Kaufpreise sind gestiegen, das Baukindergeld jedoch nicht. 


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Im Schnitt deckt das Baukindergeld damit rund 10 Prozent weniger vom Kaufpreis ab als noch 2018. Besonders stark betroffen ist Sachsen: Hier ging der Wert von 11,7 Prozent runter auf 9,6 Prozent, damit lassen sich etwa 14,3 Prozent weniger Haus bezahlen. Grund dafür sind die Metropolregionen Dresden und Leipzig, wo die Preise besonders stark gestiegen sind. Schlusslicht bildet nach wie vor Hamburg mit 3,4 Prozent (2018 waren es noch 3,7 Prozent), aber auch Berlin ächzt unter teils astronomischen Kaufpreisen: Machte das Baukindergeld 2018 noch 4,7 Prozent vom Kaufpreis aus, sind es heute nur noch vier Prozent - das ist ein Rückgang von 15 Prozent. Aufgrund des geringen Ausgangswerts dürfte sich dieser Rückgang aber ohnehin nicht allzu sehr bemerkbar machen. Obwohl Bayern fast das Doppelte an Förderung vergibt, liegt das Bundesland nur auf Platz 5 von 16. Bayern ist allerdings auch berühmt-berüchtigt für seinen überhitzten Immobilienmarkt.

Grundlage der hier angegebenen Prozentwerte ist ein Neubauhaus mit fünf Zimmern, 140 Quadratmeter Wohn- und 600 Quadratmeter Grundstücksfläche, das zwischen 2016 und Oktober 2019 gebaut wurde.

Weitere Informationen zum Baukindergeld

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung und soll junge Familien beim Bau oder Kauf eines Eigenheims unterstützen. Beantragen können es Familien mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 75.000 Euro im Jahr plus einem Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind. Für jedes Kind gibt es 1.200 Euro für maximal zehn Jahre. Das Baukindergeld gilt für den Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie und kann online bei der KfW beantragt werden.

Erfahren Sie alles zu Voraussetzungen und Höhe und informieren Sie sich zum Antrag: Das Baukindergeld im Überblick


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