Makler


Makler können recht hilfreich bei der Grundstücksuche sein. Für den Fall, dass es zum Kauf eines vom Makler vermittelten Objekts kommt, sind in der Regel 3 % bis 7,14 % Maklercourtage vom Kaufpreis aufzuwenden. Hinzu kommt noch die übliche Mehrwertsteuer.

Im Alltagsgeschehen von Relevanz ist typischerweise der Maklervertrag, in welchem Sie mit dem Makler die Modalitäten der Vermittlung festlegen und sich verpflichten, eine Vergütung in Form des Maklerlohns zu zahlen. Der Gesetzgeber regelt Näheres insbesondere in den §§ 652 ff. BGB. Allerdings ergibt sich hieraus nicht zwangsläufig eine Pflicht des Maklers, tätig zu werden. Er ist weder verpflichtet, einen Nachweis über seine Tätigkeit zu erbringen und damit überhaupt tätig zu werden, noch ergibt sich hieraus der Anspruch auf eine Vermittlung. 

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Wichtige Informationen für Immobilienverkäufer


Das Gesetz sieht für die Beauftragung eines Maklers (Maklervertrag) keine besondere Form vor. Sie können daher prinzipiell einen Auftrag in schriftlicher wie mündlicher Form vergeben, aber auch durch sogenanntes „konkludentes Verhalten“ kann ein Vertragsverhältnis entstehen. Unabhängig davon gilt § 653 BGB, wenn explizit kein Maklerlohn vereinbart wurde. Er gilt dann als „stillschweigend vereinbart“. Dabei muss der „taxmäßige Lohn“ angesetzt werden,  typischerweise also ein Mittelwert der üblichen Provisionssätze.

Hat sich der Makler im Interesse eines Grundstückanbieters um die Vermittlung eines Grundstücks bemüht, ist es aber nicht zu einem Kauf gekommen, so verlangt der Makler manchmal die Erstattung seiner entstandenen Auslagen vom Auftraggeber. Hierunter fallen in der Regel Kosten für Inserate und Prospekte, Fahrten und Büro. Diese Erstattungsansprüche (auch pauschale) müssen in jedem Fall weit unter der im Erfolgsfalle fällig werdenden Provision bleiben. Voraussetzung für diesen Makleranspruch ist stets eine vorherige entsprechende Vereinbarung. Ihnen als Grundstückinteressenten entstehen in solch einem Fall keine Kosten. Der Erstattungsanspruch entfällt dem Anbieter für den Fall, dass es zu einem Kauf gekommen ist. Dann gelten spezielle Auslagen des Maklers als durch die Provision abgedeckt.

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Arten von Maklerverträgen

Grundsätzlich gilt, dass der beauftragte Makler eine Erlaubnis nach § 34c GewO nachweisen muss. Wenngleich hieraus auch keine Rückschlüsse auf die Qualifikation möglich sind, sichert dies Ihre möglichen Ansprüche (aufgrund des Maklervertrages) bei vertragswidrigem Verhalten.

In der Praxis unterscheidet man prinzipiell zwischen drei Arten des Maklervertrages:

Einfacher Maklervertrag

Eine Provision ist nur im Erfolgsfalle zu zahlen, alles Weitere regeln die maßgeblichen Gesetze. Der Makler muss sein Tätigwerden also nicht nachweisen.

Alleinauftrag

Sie sichern zu, keinen anderen Makler mit der Vermittlung zu beauftragen. Der Makler muss dann sein Tätigwerden nachweisen. Sie können zeitgleich selbst nach einem Käufer suchen und müssen dann, im Erfolgsfalle, auch keine Provision leisten. Vereinbaren Sie deshalb keine zu lange Laufzeit, um gegebenenfalls weitere Makler beauftragen zu können.

Qualifizierter Alleinauftrag

In diesem Vertragswert wird Ihre Möglichkeit, selbst tätig zu werden, beschränkt. Diese Form wird häufig bei höherwertigen Immobilien genutzt, um den Vermittlungsaufwand des Maklers nicht zu schmälern. Seit 1999 bedarf es hierfür allerdings nicht mehr der Schriftform.

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Umfang der Leistung des Maklers


Geboten wird Ihnen ein Exposé über jedes vermittelte Grundstück, also die Unterlagen, die neben den Angaben über das Objekt zugleich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Maklers beinhalten. Die Angaben zum Objekt stammen in der Regel direkt vom Anbieter. Sie sollten deshalb nicht nur auf den Makler vertrauen und die Richtigkeit der Angaben selbst überprüfen. Auch sollten Sie sich über den Wert des Objektes im klaren sein und den geforderten Preis anhand von Bodenrichtwertkarten des Gutachterausschusses überprüfen. Außerdem steht Ihnen ein Makler bei der Grundstücksbesichtigung zur Seite, vermittelt bei Preisverhandlungen mit dem Anbieter und kennt meistens die planungsrechtlichen Details, die Ihr Grundstück betreffen.


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