Courtage

Courtage, Maklercourtage oder Maklerprovision ist die Vergütung des Maklers für die Vermittlung eines Käufers oder eines Verkäufers, eines Mieters oder eines Vermieters.

Eigentumswohnung verkaufen
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Ein Makler ist grundsätzlich dann sinnvoll, wenn der Ablauf eines Immobilienverkaufes gesichert werden soll und man als Laie den Verkehrs- beziehungsweise Verkaufswert nicht einschätzen kann. Der Makler greift mitunter auf eine breite Basis an Kaufinteressenten zurück und kann dadurch, entsprechend der Nachfragesituation, einen höheren Verkaufspreis herausholen. Diese Dienstleistung wird in Form der Courtage abgegolten, sie trägt im Regelfall der Verkäufer. In einigen Bundesländern, darunter Bremen, Brandenburg oder Hamburg, handelt es sich typischerweise um eine Käufercourtage.

Die Provision, die regional unterschiedlich sein kann, orientiert sich entweder am Kaufpreis oder an der Höhe der Miete. Bei der Vermittlung von Wohnungsmietverträgen greift ab dem 01. Juni 2015 das Bestellerprinzip. Es gilt: Wer den Makler bestellt, bezahlt auch dessen Provision. Ein Courtageanspruch ist dann begründet, wenn für das Zustandekommen des Vertrages die Maklertätigkeit ursächlich war. Dieser Maklerauftrag muss keine besondere Form aufweisen, er kann sowohl schriftlich als auch mündlich geschlossen werden. Auch in den Fällen, wo ein konkludentes Verhalten auf eine Maklertätigkeit schließen lässt, ergibt sich ein Anspruch auf Courtage. Die Rede ist hier also von einem „schlüssigen Verhalten“, für welches man gemeinhin eine Geldleistung zu erbringen hat.

Rechtliche Bedeutung und weitere Informationen

Sofern keiner der oben genannten Fälle vorliegt, teilen sich Käufer und Verkäufer regelmäßig die Courtage. Auf die übliche Courtage in Höhe von sechs Prozent ist der aktuelle Mehrwertsteueransatz hinzuzurechnen, sodass am Ende ein Anteil von 3,57 Prozent steht. Das Gesetz sieht hier allerdings keine Mindesthöhe vor, sodass Sie die Courtage grundsätzlich frei verhandeln können. Diese Möglichkeit bleibt jedoch häufig illusorisch, denn wenn die Nachfrage entsprechend groß ist, besteht auf Seiten des Maklers keinerlei Anlass für ein Entgegenkommen. In einigen Gebieten, gerade in Ballungszentren wie Hamburg, München oder Stuttgart, bietet sich das Verhandeln aufgrund der hohen Konkurrenzsituation aber an. Weitere Informationen zur aktuellen Marktsituation bietet Ihnen ImmobilienScout24 mit Daten zur Umfeld- und Preisentwicklung Ihrer Immobilie.

Fällig wird die Courtage im Regelfall direkt nach Wirksamwerden des Kaufvertrages. Für Sie bedeutet dies, dass unabhängig von der tatsächlichen Leistung des Kaufpreises, eine Verpflichtung zur Leistung der Courtage besteht.

Erzielen Sie durch den Verkauf einen Veräußerungsgewinn, der steuerpflichtig ist, können Sie die Courtage unter Umständen in der Steuererklärung geltend machen. Näheres regelt § 23 Abs. 3 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes.