Annuitäten-Darlehen

Das Annuitätendarlehen gibt Immobilienkäufern eine Planungssicherheit, die sich durch gleich bleibende Raten über einen festen Zeitraum ergibt. Beim Annuitätendarlehen zahlen Sie Ihre Darlehenssumme in einer Kombination aus Zins und Tilgung zurück.


Die Höhe des Zinssatzes ist neben den tagesaktuellen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken abhängig von der Zinsfestschreibungszeit. Im Normalfall ist der Zins umso höher, je länger der Zins vertraglich festgeschrieben werden kann. So kann es vorkommen, dass selbst Jahrzehnte nach dem Kauf noch Verbindlichkeiten vorhanden sind. Zurückzuführen ist das auf eine zu geringe Zinsfestschreibung (negative Marktentwicklung) oder einen zu niedrigen Eigenkapitalanteil.

Meistens beträgt die Zinsfestschreibungszeit bei Annuitätendarlehen fünf oder zehn Jahren. Einige Hypothekenbanken schreiben die Darlehenszinsen auch bis zu zwanzig Jahre und länger fest. Je höher der Zins, umso schneller wird bei gleicher Anfangstilgung entschuldet. Im Umkehrschluss gilt: Je niedriger das Zinsniveau, desto eher sollte man über alternative Tilgungsformen nachdenken. Seit Ausbrauch der Finanzkrise, die im Jahr 2008 ihren Höhepunkt erreichte, sinkt das Finanzierungsniveau fortlaufend. Es empfiehlt sich deshalb, mitunter längere Zinsfestschreibungszeiten anzunehmen oder diese einzufordern.

ImmobilienScout24 bietet Ihnen mit dem Finanzierungsrechner eine Möglichkeit, mit einer Kombination aus Kaufpreis und Eigenkapital, die monatliche Rate unter konkreten Annahmen zu berechnen. Es werden daraufhin Angebote miteinander verglichen, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern. 

Das Prinzip im Detail

Wie bereits erläutert, profitiert der Darlehensnehmer von einer gleich bleibend hohen Rate über einen bestimmten Zeitraum. Sie setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Mit jeder Ratenzahlung verringert sich die verbliebene Restschuld, der darauf anfallende Zinsanteil sinkt kontinuierlich. Sie eliminieren mit den Jahren also einen immer größer werdenden Anteil Ihrer Verbindlichkeiten, ohne dass sich hierfür die Rate erhöhen müsste. Gegenüber anderen Formen der Immobilienfinanzierung, wie dem endfälligen Darlehen, hat das gleich mehrere Vorteile.

  • Aufgrund der Zinsfestschreibung, teilweise für zehn oder 15 Jahre, machen Sie sich unabhängig vom Markt. Gerade in Niedrigzinsphasen ergeben sich daher gute Möglichkeiten, normalerweise zu teure Immobilien zu finanzieren. Ganz einfach, weil der Anteil der Zinsen an den Gesamtkosten wesentlich geringer ausfällt.
  • Parallel zu niedrigen Sollzinsen können Sie, um vorausschauend zu agieren, den Tilgungsanteil hochsetzen. Dadurch sinkt das Risiko, durch die notwendig werdende Anschlussfinanzierung eine höhere monatliche Belastung in Kauf zu nehmen.

Beachten Sie jedoch, dass gerade bei Neubauten weitere Kreditkosten hinzukommen können, die nicht allein durch den gesetzlich vorgeschriebenen „effektiven Zinssatz“ ersichtlich sind. Das können Bereitstellungszinsen oder Teilauszahlungsaufschläge sein.