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Haus verkaufen auf Rentenbasis

Das Haus verkaufen und gegen eine Rente „eintauschen“, eine interessante Lösung für Immobilienbesitzer, die ihr gebundenes Kapital nutzen möchten. Wir informieren Sie über die Möglichkeiten der Immobilienrente und ihre Vor- und Nachteile.


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Haus verkaufen gegen Rente – was bedeutet das?



Das Haus ist abbezahlt, aber die Rente oft knapp. Ein Hausverkauf auf Rentenbasis kann dieses Problem älterer Menschen lösen.

Üblicherweise wird eine Immobilie verkauft und der Verkäufer erhält eine einmalige Zahlung. Das Prinzip Immobilienrente funktioniert anders - statt einer Einmalzahlung erfolgt eine regelmäßige Rentenzahlung.

In der Regel haben die Besitzer dabei zwei Möglichkeiten:

  1. Hausverkauf mit lebenslangem Wohnrecht
  2. Hausverkauf ohne Wohnrecht

Insbesondere ältere Hausbesitzer entscheiden sich häufig für eine Variante mit lebenslangem Wohnrecht. Sie hat den Vorteil, dass die gewohnte Umgebung nicht verlassen werden muss und die Rente trotzdem in einem gewissen Umfang aufgebessert werden kann.


Tipp von ImmobilienScout24:

Ein Hausverkauf auf Rentenbasis bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie Ihr Haus im klassischen Sinne verkaufen und ausziehen müssen. Oft wird ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt.


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Welche Arten der Immobilienrente gibt es?


Leibrente


Möchten Sie Ihr Haus verkaufen und Leibrente beziehen, wird Ihnen in der Regel ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Der neue Eigentümer zahlt in diesem Fall den Kaufpreis in monatlichen Raten (Renten) aus. Etwaige Instandhaltungsmaßnahmen werden vom neuen Besitzer übernommen. Ein Vorteil, der insbesondere für ältere Menschen reizvoll ist. Die Leibrente wird lebenslang ausgezahlt, was für Käufer nachteilig sein kann. Der Nachteil der Leibrente für Verkäufer besteht im oft geringeren Verkaufspreis gegenüber dem Verkauf an Selbstnutzer.

Zeitrente


Im Gegensatz zur Leibrente wird die Zeitrente nur über einen festgelegten Zeitraum ausbezahlt. Die Auszahlung kann entweder als Einmalzahlung oder in Form monatlicher Raten erfolgen. Der Verkäufer behält auch bei dieser Variante ein lebenslanges Wohnrecht. Für den Käufer besteht der Vorteil in einer zeitlich besser kalkulierbaren Zahlungslast.

Umkehrhypothek


Im Rahmen dieser Immobilienrente beleihen Eigentümer ihr Haus und erhalten im Gegenzug einen zinslosen Kredit ohne Tilgung von ihrer Bank. Dieses Darlehen kann entweder als Einmalzahlung oder in monatlichen Rentenbeträgen ausgezahlt werden. Nach dem Ableben der Eigentümer kann die Immobilie von der Bank verkauft oder von den Erben ausgelöst werden.


Tipp von ImmobilienScout24:

Umkehrhypotheken eignen sich nur in seltenen Fällen zur Aufbesserung der Rente. Die Risikoabschläge der Banken sind hoch und die Auszahlungsbeträge vergleichsweise niedrig. Durch die Reduzierung der Erbmasse sollten außerdem eventuelle Ausgleichsansprüche geklärt werden.

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Haus verkaufen gegen Rente – wie berechnen sich die Raten?


Zu Beginn ist es notwendig, den Verkehrswert der Immobilie zu berechnen. Dieser richtet sich nach Alter, Lage, Grundstück und Ausstattung der Immobilie.

Zusätzlich können Sie die Dienste eines zertifizierten Sachverständigen in Anspruch nehmen. Für die Berechnung der Rentenhöhe ist außerdem das Alter der Verkäufer maßgeblich.

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Beispielrechnung


Gehen wir von einem Haus mit einem Verkehrswert von 250.000 Euro aus. Die Verkäuferin – derzeit 65 Jahre alt – entscheidet sich für eine Leibrente mit lebenslangem Wohnrecht. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts hat sie noch eine Lebenserwartung von 21 Jahren (252 Monate). Das Haus könnte im Vergleich derzeit für 700 Euro monatlich vermietet werden. Wir gehen in diesem Beispiel von einem Zinssatz von 3 Prozent aus.


Daraus ergibt sich dann folgende Beispielrechnung für die Leibrente:

250.000 Euro – (252 Monate x 750 Euro) = 189.000 Euro

Einen gewissen Abschlag müssen wir vornehmen, da der neue Eigentümer die Immobilie nicht selbst nutzen kann.

189.000 Euro – 10% = 170.100 Euro

Unter Vorbehalt – eventuell müssen Sie mit zusätzlichen Sicherheitsabschlägen rechnen – wird dieser Betrag nun durch die Anzahl der Monate geteilt, die Sie voraussichtlich noch in Ihrem Haus wohnen werden.

170.100 Euro / 252 Monate = 675 Euro

Die monatliche Rentenzahlung würde demnach 675 Euro betragen.


Es hängt an verschiedenen Faktoren, welche Option vorzuziehen ist. Will der Käufer beispielsweise nach dem Erwerb der Immobilie renovieren, kann die Grundschuld insofern vorteilhaft sein, als dadurch ein weiteres Darlehen zu möglicherweise günstigeren Konditionen aufgenommen werden kann. Andernfalls kann es der Fall sein, dass die Verkaufschancen erheblich besser sind, wenn die Grundschuld gelöscht wird, mit der das jeweilige Haus belastet ist. Letzteres entspricht dem Regelfall: Potentielle Käufer wollen größtenteils Immobilien ohne irgendeine Belastung erwerben.

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Haus verkaufen gegen Rente – lohnt es sich?


Das Haus auf Rentenbasis zu verkaufen, lohnt sich insbesondere dann, wenn Rentner kinderlos sind und ihre Rente aufbessern möchten. Liegt die Immobilie in einer rentablen Lage, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines hohen Auszahlungsbetrags. Die hohen Abschläge und Gebühren, besonders im Falle einer Umkehrhypothek, sollten in jedem Fall bedacht werden.

Alternativ bietet sich der Verkauf innerhalb der Familie an. Viele Eigentümer im Rentenalter entscheiden sich außerdem für den Verkauf ihres Hauses und eine Investition in eine kleinere, barrierefreie Wohnung. Diese Lösung kann zusätzlich eine deutliche Erleichterung der Lebenssituation im Alter bedeuten.


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