Immobilien in Essen

In Essen befinden sich zur Zeit 3251 Immobilienangebote. Die durchschnittliche Kaltmiete für Wohnungen in Essen beträgt 6,10 Euro/m² (+2% zum Vorjahr). Immobilien zum Kauf hingegen besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 1400,00 Euro/m² (+11% zum Vorjahr). In Essen befinden sich derzeit 2149 Mietobjekte (2128 Mietwohnungen und 21 Häuser zur Miete) und 1102 Kaufobjekte (714 Eigentumswohnungen und 388 Häuser zum Kauf).
320,00 € Miete
47 m2 Wohnfläche
2 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Garten
590,00 € Miete
76 m2 Wohnfläche
3,5 Zimmer
  • Einbauküche
1.850,00 € Miete
195 m2 Wohnfläche
6 Zimmer
  • Balkon
408,10 € Miete
75,79 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Balkon

Tipps zur Suche in Essen

In Essen wird viel gebaut, zahlreiche neue Immobilien für Mieter und Käufer entstehen. Vor allem südliche und nördliche Stadtteile werden durch neue Quartiere erweitert und erhalten einen neuen Charakter. Doch entspricht dieser Zuwachs an Wohneinheiten überhaupt dem tatsächlichen Bedarf? Und was bedeutet das für das allgemeine Preisniveau in der vom Strukturwandel geprägten Stadt?

Was die grundlegenden Eigenschaften von Immobilien in Essen sind

Immobilien in Essen

Dieter Brockmann - Dollar Photo Club

Essens Bevölkerungsstruktur ist stark von demographischen Faktoren beeinflusst. Mit etwa 565.000 Einwohnern liegt der aktuelle Wert deutlich unter dem ehemaligen Höchststand von 1961, als noch 750.000 Einwohner gezählt wurden. Gleichzeitig liegt die Arbeitslosenquote mit etwa zwölf Prozent auf einem weit überdurchschnittlichen Wert. Hierdurch ist in den letzten Jahrzehnten eine Art Zweiteilung des städtischen Immobilienmarktes entstanden. Immer mehr Statistiken und Studien deuten auf ein Überangebot an Immobilien hin. Die Schätzungen gehen bis zu 20.000 Einheiten, was angesichts des stellenweise hohen Leerstands realistisch erscheint. Wesentliche Neubauprojekte und Modernisierungsmaßnahmen gibt es größtenteils im Süden der Stadt, vor allem Bredeney, Stadtwald und Heisingen profitieren. Im Norden hingegen ist der Sanierungsbedarf stellenweise immens, es fehlen Anreize für Investoren und private Bauherren. Rings um die frühere Zeche Zollverein, dem Arbeitsplatz von einstmals über 7.000 Menschen nahe dem Katernberg, herrscht nahezu Stillstand. Seit der 1993 vollendeten Schließung, die mit einer Umnutzung in Richtung Kultur- und Kreativszene einherging, bewegen sich die Mieten und Kaufpreise für Immobilien seitwärts. Nach Angaben der LEG NRW, der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft, liegen die Mieten im Bereich um Stoppenberg oder Frillendorf weit unterhalb des städtischen Durchschnitts. Es gibt jedoch auch ehemalige „Arbeiterviertel“, wie etwa Haarzopf oder Fulerum, die aufgrund günstiger Baulandpreise und der Nähe zu Naherholungsflächen, stark im Trend liegen.

Gruppe Bevorzugte Wohnlagen Charakteristika
Singles Rüttenscheid hohe Neubautätigkeit, zentrale Anbindung zur Innenstadt, vielfältige Ausgehmöglichkeiten
Paare Kettwig kreatives Viertel, wassernahe Wohnlagen, gute Anbindung über die A 52
Familien Haarzopf hohe Urbanität, ländlicher Charakter, gute Nahverkehrsanbindung
Studenten Huttrop hohe Wohnungsdichte, niedriges Preisniveau, Anbindung zur Universität
Senioren Fulerum mittleres bis niedriges Preisniveau, größere Wohnflächen, optimales Nahversorgungsangebot

Wie es um das Preisniveau in der Stadt bestellt ist

Immobilien in Essen werden nicht gleichmäßig stark nachgefragt, das Interesse variiert deutlich zwischen Nord und Süd. Im Süden lockt die Nähe zu großen Naherholungsgebieten, etwa dem Baldeneysee oder die Ruhr. Der Norden hingegen ist von starken Wanderungen geprägt, städtische Prognosen gehen von einem teils deutlichen Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2025 aus. Das wirkt sich entsprechend auf das Preisniveau in der Stadt aus. Im Stadtteil Bredeney, preislich eher mit dem Niveau von Düsseldorf vergleichbar, werden die höchsten Kauf- und Mietpreise erzielt. Für ein gut erhaltenes Einfamilienhaus mit 160 m² Wohnfläche müssen im Schnitt 750.000 EUR und mehr gezahlt werden. Für neu errichtete Eigentumswohnungen, die immer häufiger zulasten von ehemaligen Villengrundstücken entwickelt werden, werden in Top-Lagen für 150 m² große Wohneinheiten zwischen 500.000 und 650.000 EUR erzielt. Ganz andere Richtwerte zeigt die Statistik in nördlichen Gebieten, etwa im Ostviertel oder Teilen von Frillendorf. Aufgrund der niedrigeren Sanierungs- und Modernisierungsquote werden kleinere Eigentumswohnungen mit 60 m² Wohnfläche teils 25.000 oder 30.000 EUR hergegeben. Dieser immense Preissturz lässt sich durch den relativ hohen Lärmpegel in weiten Teilen der Stadt erklären. Es wurde versäumt, rechtzeitig Ruhezonen auszuweisen und sich infrastrukturell den verändernden Bedingungen anzupassen. Aufgrund der stellenweise teils deutlich negativen demographischen Entwicklung, ist von einem weiterhin zweigeteilten Immobilienmarkt in Zukunft auszugehen.

Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen

Stadtteil oder Stadtbezirk Zimmeranzahl Wohnungsgröße
Durchschnittspreis
Krey 3 ½ Zimmer 65 m² 65.000 EUR
Bergerhausen 4 ½ Zimmer 90 m² 130.000 EUR
Bredeney 5 Zimmer 110 m² 250.000 EUR

So lässt sich Essen im Groben aufteilen und skizzieren

Die Unterschiede hinsichtlich der Marktpreise für Immobilien in Essen sind zu weiten Teilen auf die infrastrukturelle Anbindung, die Nähe zu Naherholungsflächen und den Erhaltungszustand zurückzuführen. Mit dem entsprechenden Budget konzentrieren sich Kauf- und Mietinteressenten vornehmlich auf zentrale Stadtteile wie dem Stadtkern, dem Südviertel und Holsterhausen, sowie den südlichen Gebieten von Bredeney, Stadtwald oder Werden. Bredeney ist geprägt von Villenbauten auf weiträumigen Grundstücken. Die Nähe zur Villa Hügel und dem Kruppwald, beliebten Ausflugszielen der Essener Gesellschaft, tun ihr Übriges dazu. Als eines der meistbeachtenswerten Neubauprojekte gilt der „Krupp-Gürtel Nord“, nordwestlich von Q1 gelegen. Q1 bezeichnet eine Anlage, die als Zentrale von ThyssenKrupp neu errichtet wurde. Parallel zum gleichnamigen Quartier und zum Krupp-Park werden damit große Teile des Nordviertels in Szene gesetzt. Weiter südlich, im Stadtteil Kettwig, entstehen derzeit die „Seepromenaden“ auf dem Gelände der ehemaligen Scheidt’schen Textilfabrik. Sie zielen, wie weitgehend alle Neubauprojekte, auf eine wohlhabendere Zielgruppe. Im Norden, dem Bereich von Universität und angesiedelten Instituten und Unternehmen, soll die „Grüne Mitte“ mit Einkaufszentren, diversen Gastronomieangeboten und dergleichen für eine höhere Nachfrage sorgen. Studenten, Angehörige der Universität und andere Akademiker zieht es hier hin. Aufwertungsmaßnahmen dieser Art gehen zum Teil auch auf mitunter sanierungsbedürftige Bauten in umliegenden Bereichen über. In östlichen Teilen, allen voran in Horst, Burgaltendorf oder Freisenbruch, werden Immobilien der 1960er und 1970er verstärkt modernisiert und aufgewertet.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

Stadtteil Eigenschaften Attraktiv für
Grüne Mitte vielschichtiges Angebot an Gastronomie und Kultur, Nähe zur Universität, hohe Neubautätigkeit Studenten, Paare
Kupferdreh Nähe zum Baldeneysee, gute Nahversorgungsdichte, Schulen, KiTa und Co. vorhanden Familien
Kettwig kreative Szene, direkte Autobahnanbindung, hoher Entwicklungsschub (Seepromenade, etc.) Singles, Senioren

Der Charakter von Immobilien in Essen

Der Erhaltungszustand von Immobilien in Essen kann relativ gut Aufschluss über die Geographie der Stadt geben. In südlichen Bereichen der Stadt dominieren repräsentative Wohnanlagen, modernisierte und sanierte Villen mit weiträumigen Grundstücken sowie solide Ein- und Zweifamilienhäuser aus den 1970ern und 1980ern. Je nördlicher es geht, desto niedriger wird der Sanierungsstand. Aufgrund der Abkehr bedeutender Arbeitgeber, die in den ehemaligen „Arbeiterviertel“ zur Errichtung von Wohnkomplexen und günstigen Reihenhaussiedlungen führten, fehlen weiterhin entscheidende Anreize für Quartiersentwickler. In Stadtteilen wie Kettwig oder Freisenbruch stehen zum Teil noch im Ortskern eingefasste Altstadtobjekte. Das wachsende Angebot setzt die ohnehin schon niedrigen Kaufpreise in östlichen und nördlichen Stadtteilen weiter unter Druck. Neubauprojekte sind deshalb rar.