Haus kaufen in Dortmund

In Dortmund werden derzeit 606 Häuser zum Kauf angeboten. Bei einem aktuell durchschnittlichen Kaufpreis von 1400,00 Euro/m² für Häuser zum Kauf in Dortmund beträgt die Kaufpreisentwicklung +8% im Vergleich zum Vorjahr. Bei derzeit insgesamt 1192 angebotenen Kaufimmobilien beträgt der Anteil an Häusern 51% vom Gesamtangebot.

Tipps zur Suche in Dortmund

Ein Haus in Dortmund zu kaufen, bedeutet aus einem Angebot an solide errichteten Objekten zu wählen. Das günstige Bauland und die vielerorts gute Anbindung an den Nahverkehr sind wesentliche Faktoren für die hohe Neubautätigkeit. Doch inwiefern wirkt sich diese auf die Preise von Bestandsobjekten aus? Profitieren Eigentümer in aufstrebenden Vierteln vom allgemein steigenden Preisniveau?

Was den Häusermarkt in Dortmund so stabil macht

Haus kaufen in Dortmund

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Dortmund hat, anders als andere Großstädte im Ruhrgebiet, einen relativ hohen Anteil an Grünflächen und Naherholungsflächen. Der Strukturwandel, der nicht zuletzt eine erhöhte Binnenwanderung möglich gemacht hat, ist ein wesentlicher Faktor des stabilen Dortmunder Häusermarktes, weshalb auch heute viele in Dortmund ein Haus kaufen wollen. So liegt das Transaktionsvolumen für Ein- und Zweifamilienhäuser konstant über jenem für Eigentumswohnungen, was nicht unwesentlich mit den allgemein günstigen Baulandkosten zusammenhängt. Hierdurch ist es auch Menschen mit mittlerem Einkommen möglich, in Eigentum zu investieren. Anders als in vergleichbaren Großstädten, wird in Dortmund deshalb konstant mehr in Haus-, als in Wohnungsbauprojekte investiert. Zusätzlich wird dieser Effekt dadurch bekräftigt, dass Bestandsobjekte oftmals sanierungs- und/oder modernisierungsbedürftig sind. Die hohe Neubautätigkeit betrifft zu großen Teilen komplett neu erschlossene Gebiete. Das Angebot ist entsprechend groß und vielfältig, es spricht unterschiedliche Zielgruppen und Einkommensklassen an – dennoch überwiegt in weiten Teilen der Stadt eine heterogene Mischbebauung. Wohlhabendere Viertel gibt es, etwa die zentrumsnahe Gartenstadt mit villenartigen Einfamilienhäusern oder in überwiegend südlichen Stadtteilen, dennoch bilden sie strukturell keine Ausnahme. Neubauprojekte entstehen überwiegend in mittlerer und gehobener Lage. Das zwischen den Stadtteilen Brackel und Asseln im Osten der Stadt gelegene Neubaugebiet „Hohenbuschei“ ist ein solches Gebiet, das zunehmend an die Nahversorgungsstruktur der Orte angeschlossen wird. Hier entstehen Häuser der gehobenen Kategorie. Ähnlich sieht es im Bereich um den Phoenixsee aus, der den ehemaligen Arbeiterstadtteil Hörde zu einem der begehrtesten Stadtteile Dortmunds hat werden lassen. Wer also in Dortmund ein hochwertiges Haus kaufen möchte, ist in letztgenannten Lagen gut aufgehoben.

Gruppe Bevorzugte Wohnlagen Charakteristika
Singles Barop viele kleine Zechenhäuser, zentrumsnahe Lage, hohe Freizeitdichte
Paare Gartenstadt repräsentative Villen, guter Modernisierungsstand, schnelle Anbindung an Autobahn und Nahverkehr
Familien Asseln günstige, geräumige Altbauobjekte, infrastrukturelle Einbindung, Naturnähe
Studenten Eving günstiges Wohnumfeld, kulturelles Angebot, direkte Stadtanbindung
Senioren Syburg natürlich eingebunden, solide Nahversorgung, hochwertige Architekturstile

Haus kaufen in Dortmund – die Preisentwicklung

Der städtische Immobilienmarkt in Dortmund ist relativ heterogen, weite Ausschläge nach oben oder unten sind häufig auf einzelne Stadtteile oder Viertel begrenzt. In den östlichen Stadtteilen dominieren Reihenhaussiedlungen der 1970er und 1980er, in den nördlichen Stadtteilen überwiegen individualarchitektonische Altbauten der Zwischenkriegs- und Nachkriegsjahre. In südlichen Peripherien liegen die von Besserverdienern am stärksten nachgefragten Gebiete, vor allem in Sölderholz, Aplerbeck, Höchsten oder Syburg finden sich Objekte gehobener Bauweise mit teils weitläufigen Grundstücken. Ein durchschnittliches Reihenhaus mit 140 m² Wohnfläche kostet etwa 210.000 EUR. Wesentlich günstigere Objekte gibt es in Scharnhorst, Eving, Mengede und Teilen von Husen zu erwerben. Hier dominieren oftmals noch alte Zechensiedlungen oder Werksstraßen, die einen entsprechenden Sanierungsstand aufweisen. Während die Häuserpreise für Objekte um 100 m² Wohnfläche seit einigen Jahren weitgehend stagnieren, konnten Objekte oberhalb der 180 m² in den letzten Jahren teils mittlere einstellige Zuwachsraten verzeichnen.

Durchschnittspreise für Häuser in ausgewählten Stadtteilen

Stadtteil oder Stadtbezirk Zimmeranzahl Hausgröße
Durchschnittspreis
Wickede 6 Zimmer 130 m² 170.000 EUR
Körne 7 Zimmer 150 m² 220.000 EUR
Gartenstadt 7 Zimmer 155 m² 420.000 EUR

Wie ist Dortmund gegliedert und welche Besonderheiten gibt es?

Dortmund bildet das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Westfalens, als Technologiestandort mit mehreren Hochschulen zieht die Stadt nicht zuletzt immer mehr Fachkräfte an. Diese finden ein relativ leicht zu strukturierendes Stadtbild vor. Die Innenstadt ist am stärksten besiedelt, hier dominieren mehrgeschossige Mietshäuser jeder Kategorie. In den südlichen und westlichen Innenstadtbereichen finden starke Aufwertungstendenzen statt, Nachverdichtungen verändern ganze Viertel. Die östlichen und nördlichen Stadtteile haben hohe Anteile an Grün- und Erholungsflächen. In südlichen Bereichen überwiegen Reihen- und Einfamilienhausbebauung, sie sind tendenziell auch weniger stark besiedelt. Viele beliebte Wander-, Rad- und Laufwege befinden sich hier. Die vielen Objekte in Hanglage bieten einen teils unverbaubaren Blick auf großflächige Naherholungsgebiete, etwa den Hengsteysee. Auch der vor einigen Jahren geflutete Phoenixsee, im Stadtteil Hörde gelegen, zieht die Menschen zunehmend in Strömen an. Sehr gediegen und natürlich eingebunden, zählte die südlich der Bundesstraße 1 gelegene Gartenstadt schon immer zu den begehrtesten Wohnlagen. Dutzende Häuser in individualarchitektonischer Bauweise, villenartig angelegt, bieten Wohnen und Leben in zentraler, ruhiger Lage. Vor allem Akademiker, höhere Beamte wie auch Rechtsanwälte oder Notare, zieht es in diesen Bereich der Stadt. Die Anbindung an südliche Teile von Körne und Wambel ist leicht möglich, die Nähe zu alteingesessenen Gymnasien der Stadt ein nicht unwesentliches Argument. Objekte in diesem Bereich kommen jedoch nur selten auf den Markt, viele befinden sich seit Jahrzehnten in Familienbesitz und werden entsprechend vererbt. Bei einer vollzogenen Untertunnelung der B1 ist mit Erweiterungsflächen in südlicher Richtung zu rechnen, die Bestandsobjekte würden massiv an Wert gewinnen.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

Stadtteil Eigenschaften Attraktiv für
Kirchhörde gewachsene Villenviertel, Nähe zum Naherholungsgebiet, ansprechende Architektur Familien, Senioren
Phoenixsee repräsentative Lage, große Wohnflächen, gute Nahverkehrsanbindung Paare
Lücklemberg gut eingegliederte Villengegend, hoher Sanierungsbedarf, Freizeitangebote Senioren

Stadttypische Charakteristika des Dortmunder Immobilienmarktes

Die Durchlässigkeit des Häusermarktes zeigt sich in der Fülle an verschiedenen Architekturstilen und den jeweiligen Erhaltungsgraden. Besondere Schnäppchen finden sich mitunter im Osten und Norden der Stadt, auch sanierungsbedürftige Objekte finden aufgrund der Baulandsituation einen Käufer. Ein relativ hoher Anteil der überwiegend in den 1960ern errichteten Häuser muss energetisch saniert werden. Besondere architektonische Highlights finden sich in südlichen Stadtteilen und einigen repräsentativen Bauten im Innenstadtbereich. Reihenhäuser und Zechensiedlungen im Osten, Einfamilienhäuser mit großen Grundstücksflächen im Süden und Westen – so etwa lässt sich Dortmund aufteilen. Die immensen Preisunterschiede kommen nicht allein aufgrund der differenzierten Erhaltungsgrade, sondern auch aus der klassischen Teilung der Stadt in den „reichen Süden“ und den „ärmeren Norden“ zustande. Vor allem entlang des historischen Hellwegs, der durchlaufenden Ost-West-Verbindung, stehen noch viele Fachwerkhäuser.