Immobilien in Bonn

In Bonn befinden sich zur Zeit 1478 Immobilienangebote. Die durchschnittliche Kaltmiete für Wohnungen in Bonn beträgt 8,80 Euro/m² (+2% zum Vorjahr). Immobilien zum Kauf hingegen besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 2300,00 Euro/m² (+2% zum Vorjahr). In Bonn befinden sich derzeit 911 Mietobjekte (837 Mietwohnungen und 74 Häuser zur Miete) und 567 Kaufobjekte (371 Eigentumswohnungen und 196 Häuser zum Kauf).
780,00 € Miete
71 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Einbauküche
  • |
  • Garten
450,00 € Miete
40 m2 Wohnfläche
2 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
  • |
  • Garten
571,12 € Miete
51,92 m2 Wohnfläche
2 Zimmer
  • Balkon

Tipps zur Suche in Bonn

Die Stadt Bonn war in den letzten 25 Jahren stark vom politischen Wandel der Bundesrepublik geprägt. Mit dem neuen Status als UN-Stadt gilt die etwa 310.000 Einwohner zählende Rheinstadt zu den begehrtesten Lagen in Westdeutschland. Doch kann der Markt überhaupt mit dem konstanten Bevölkerungswachstum Schritt halten? Was bedeutet das für die allgemeine Immobilienpreisentwicklung?

Wie ist die Grundstimmung auf dem Bonner Immobilienmarkt?

Immobilien in Bonn

Christoph Adel - Dollar Photo Club

Bonn ist eine wohlhabende Stadt, die neben diversen Dienstleistungsunternehmen auch noch das Rückgrat des produzierenden Gewerbes bereithält. Mit einer Kaufkraft von 112,2 und einer Arbeitslosenquote von etwa 6,5 Prozent steht die Stadt im Zentrum des Interesses. Allerdings kann diese Nachfrage nur zum Teil gedeckt werden, der Wohnungsmarkt steht seit Jahren unter Druck. Auf der einen Seite stagnieren die Kauffälle, auf der anderen Seite steigt das Transaktionsvolumen – klare Indizien für einen übersättigten Markt. Nach städtischen Schätzungen liegt der Mindestbedarf an neuen Wohnungen bei 5.000 Einheiten. Signifikante Neubautätigkeiten bleiben aber die Ausnahme, stattdessen wird in innenstadtnahen Bereichen verdichtet. Das führt vor allem zu einem Anstieg des Kaufinteresses an Bonner Immobilien in der zweiten Reihe. Bestandsobjekte, die in den letzten Jahren zwischen sechs und zehn Prozent Wertzuwachs aufwiesen, bleiben zahlungskräftigen Paaren und Familien vorbehalten. Da haben auch Neubauprojekte wie die Siedlung „Rheingold“ in Mehlem oder das Appartementhaus „Fidelio“ in der Weststadt nichts gegen auszusetzen.

Gruppe Bevorzugte Wohnlagen Charakteristika
Singles Ippendorf begehrte Hanglagen, grüner Stadtteil, ideale Nahversorgung
Paare Südstadt hochwertig sanierte Altbauten, attraktives Ausgehviertel, City zu Fuß erreichbar
Familien Bad Godesberg Kleinstadt inmitten der Stadt, große Gründerzeitvillen, solide Nahversorgung, KiTa und Schulen
Studenten Friesdorf sehr günstiges Preisumfeld, gute Verkehrsanbindung, 1950er- und 1960er-Jahre-Bauten dominieren
Senioren Duisdorf gemischtes Viertel, gutes Wohnumfeld mit Bahnhofsanbindung, solide Preisentwicklungen

Die Preisentwicklung für Immobilien in Bonn

Der Bonner Immobilienmarkt ist grundsätzlich zu etwa 2/3 durch Miet- und 1/3 durch Kaufobjekte geprägt. Als früherer Regierungssitz bot Bonn vor allem höheren Beamten, Akademikern und Selbständigen ein umfangreiches Immobilienangebot. Heute ist die Stadt für genau jene Zielgruppen interessanter denn je, denn wichtige Technologie- und Logistikunternehmen haben hier ihren Sitz. In gehobenen Wohnvierteln wie der Weststadt oder Poppelsdorf werden für sanierte Altbauwohnungen mit 150 m² Wohnfläche durchschnittlich 400.000 EUR gezahlt. Ein mittleres Preisniveau bieten Beuel sowie das an ein Naturschutzgebiet grenzende Ippendorf. Hier werden für Altbauobjekte der 1950er- und 1960er-Jahre durchschnittlich 280.000 EUR veranschlagt. Grundsätzlich gilt: je zentraler, desto höher der Preis. Auch besondere Rheinlagen werden für weit überdurchschnittliche Preise gehandelt. Die nordöstlichen und südöstlichen Viertel, darunter Hochkreuz, Heiderhof oder Holtorf, bieten vergleichsweise einfache Objekte in günstiger und mittlerer Preisklasse. Ohnehin gefragte Stadtteile weisen Zuwachsraten auf weiterhin hohem Niveau auf, teilweise werden Objekte nach wenigen Wochen auf dem Markt verkauft. Als Ursache hierfür nennen Projektentwickler das weiterhin stark eingeschränkte Angebot, mangelnde Neubautätigkeiten und der Trend zu Kapitalobjekten. Nicht jede Preissteigerung folgt dabei logischen Annahmen. Auch in Zukunft ist von flächendeckend steigenden Preisen für Immobilien in Bonn auszugehen. Die Stadt zählt immer stärker als begehrte Wohnlage für Familien und Paare aus Köln und Umgebung. In zentralen Lagen gleichen sich diese Preise zunehmend an.

Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen in günstiger, mittlerer und teurer Wohnlage

Stadtteil oder Stadtbezirk Zimmeranzahl Wohnungsgröße
Durchschnittspreis
Hardthöhe 4 ½ Zimmer 110 m² 165.000 EUR
Poppelsdorf 5 Zimmer 125 m² 310.000 EUR
Weststadt 5 Zimmer 120 m² 380.000 EUR

Was bietet Bonn an Freizeit- und Kulturangeboten?

Bonn profitiert seit jeher von der relativ grünen Lage und der Nähe zu wirtschaftlichen Zentren wie Köln oder Düsseldorf. Seit dem Wegzug der Ministerien und Botschaften wandelt sich das Bild, vor allem Dienstleistungs-, Technologie- und Logistikunternehmen siedeln sich an. Mit über 30.000 Studenten zeigt sich die Stadt international, jung und stellenweise sogar hipp. Mit der Nähe zu Naherholungsgebieten, wie dem Kottenforst oder dem Siebengebirge, zieht es Jung und Alt gleichermaßen in die Rheinstadt. Eine hohe Dichte an Restaurants gehobener Kategorie bieten Bad Godesberg und die Südstadt. Hier stehen Gründerzeitvillen mit enormen Grundstücksgrößen, die nach wie vor stark nachgefragt werden. Mit Museen, einem Park und Seegrundstück bietet das erst in den 1960ern eingemeindete Viertel vor allem jungen Familien und Senioren ein ansprechendes Wohnumfeld. Besonders hervorzuheben ist außerdem die Südstadt, die zusammen mit der Weststadt das größte zusammenhängende Gründerzeitviertel beheimatet. Entlang der Poppelsdorfer Allee finden sich mit dem gleichnamigen Schloss und dem Botanischen Garten zwei herausragende Spots der örtlichen Kultur- und Freizeitszene. Durch die Nähe zur Universität ist dieser Bereich relativ akademisch geprägt, die Nachfrage steigt entsprechend kontinuierlich an.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

Stadtteil Eigenschaften Attraktiv für
Ippendorf gefragte Hanglage, gute Nahversorgung, nahezu ausschließlich Wohnbebauung Familien, Senioren
Kessenich „verlängerte Südstadt“, Parks und Naherholungsflächen nah, attraktive Wohnbebauung Singles, Studenten
Poppelsdorf Gründerzeitbauten dominieren, umfassende Nahversorgung, Nähe zur Universität Paare, Studenten

So zeigen sich stadttypische Immobilien in Bonn

Die städtischen Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung gehen von 362.500 Einwohnern im Jahre 2030 aus. Zugleich werden Anstiege bei der Kaufkraft und der Wirtschaftsleistung prognostiziert – Bonn wird also zunehmend wohlhabender. Das spiegelt sich nicht nur in den Preisentwicklungen bei Immobilien, sondern auch bei den neu geplanten Immobilienprojekten. Wenn tatsächlich etwas Nennenswertes geplant wird, handelt es sich dabei um Eigentumswohnungen im Bereich zwischen 85 und 130 m². Die werden im Bereich der Weststadt oder in Castell durchaus für 500.000 EUR und mehr gehandelt. Hier entsteht auch unter der Bezeichnung „Palais Fidelio“ eine Kombination aus Neu- und Altbauten im gefragten Musikerviertel. Während Gründerzeitbauten in Bad Godesberg oder der Südstadt dominieren, werden die Immobilientypen im Osten und Norden der Stadt einfacher. Hier überwiegen kleinere zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser aus der Nachkriegszeit oder mittelgroße Reihenhaussiedlungen der 1970er bis 1980er. Anstatt in zentrumsnahen Lagen nachzuverdichten, fokussieren sich Eigentümer auf die Modernisierung und Sanierung der Bestandsobjekte. Das allgemeine Preisniveau steigt, wenn auch in äußeren Bereichen weniger stark. So erklärt sich auch der Anstieg des Transaktionsvolumens bei Eigentumswohnungen. Dieses stieg von 187 Millionen EUR im Jahre 2008 auf über 291 Millionen EUR im Jahre 2012. Gerade äußere Stadtgebiete weisen aber Entwicklungspotential auf, nicht zuletzt wegen großer Grün- und Freiflächen.