Immobilien in Rostock

In Rostock befinden sich zur Zeit 709 Immobilienangebote. Die durchschnittliche Kaltmiete für Wohnungen in Rostock beträgt 6,80 Euro/m² (+2% zum Vorjahr). Immobilien zum Kauf hingegen besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 2400,00 Euro/m² (+18% zum Vorjahr). In Rostock befinden sich derzeit 482 Mietobjekte (481 Mietwohnungen und 1 Häuser zur Miete) und 227 Kaufobjekte (161 Eigentumswohnungen und 66 Häuser zum Kauf).

Tipps zur Suche in Rostock

Die Stadt Rostock steht im Zentrum des Immobilienmarktes von Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot an Immobilien in Rostock ist, gemessen an der Einwohnerzahl, überaus breit gestaffelt. Aber auch in Rostock ist längst nicht alles positiv. Die Stadt versucht mit mehreren Stadtentwicklungsprojekten die Neuansiedlung junger qualifizierter Menschen zu fördern. Wie wirkt sich das auf den Immobilienmarkt insgesamt aus?

Phasenweise herrscht Angebotsmangel in gefragten Lagen

Immobilien Rostock

SeanPavonePhoto - Dollar Photo Club

Grundsätzlich liegt das Transaktionsvolumen bei Immobilien in Rostock seit Jahren auf einem ansprechenden Niveau. Insbesondere überregionale Käufer investieren in die vielen sanierten Stadt- und Gründerzeithäuser. Dass die Nachfrage das Angebot hier stellenweise übersteigt, verdeutlicht nicht zuletzt die geringe Leerstandsquote von etwa drei Prozent. Allerdings führte der Wertzuwachs der vergangenen Jahre auch zur Spreizung der Immobilienpreise in den einzelnen Vierteln. So liegen beispielsweise die Mietpreise in den Topvierteln im Durchschnitt zwischen 60 und 80 Prozent über dem Preisniveau für mittlere bis einfache Lagen. Diese Immobilientypen gewinnen aus Sicht von Investoren daher auch an Relevanz. Je nach Lage und Erhaltungszustand lassen sich hier solide Mietrenditen erzielen. Einerseits steigt nämlich die Bevölkerungszahl seit Jahren konstant an. Andererseits jedoch stagniert die Neubautätigkeit in eben jenem Zeitraum auf einem eher unterdurchschnittlichen Niveau. Hinzukommt, dass sich die Viertel stark hinsichtlich der Sanierungs- und Modernisierungsquoten unterscheiden. Auch die privaten Initiativen in den Erhalt und die Wertsteigerung der Immobilien in Rostock hat längst nicht das angemessene Niveau erreicht.

Gruppe

Singles

Paare

Familien

Studenten

Senioren

Bevorzugte Wohnlagen

Zentrum

Bahnhofsviertel

Östliche Altstadt

Steintor-Vorstadt

Brinckmansdorf

Charakteristika

belebtes Viertel mit historischer Altstadt, ideale Nahversorgung, viele kompakte Wohneinheiten

klassisches Wohnviertel, viele gut erhaltene Gründerzeithäuser, attraktive Wohneinheiten größeren Maßstabs

exklusives Wohnen am Wasser, hohe Neubautätigkeit, KiTa und andere Betreuungsangebote nah

Nähe zur Universität, viele Kultur- und Freizeitangebote, dynamisches Viertel mit Cafés und Restaurants

gediegenes Viertel am Stadtrand, hohe Eigenheimdichte, Zentrum über Fahrrad leicht erreichbar, ruhige Wohngegend

Was sich auf dem Rostocker Immobilienmarkt so tut

Rostock stand im Zentrum eines massiven Umstrukturierungsprozesses. In diesem wandelte sich die einstige Industriestadt zu einem modernen Dienstleistungsstandort. In der Folge zieht das Bevölkerungswachstum seit 2003 kontinuierlich an. Was den städtischen Immobilienmarkt anbelangt, so liegt der Anteil privater Investoren bei lediglich 1/3. Das liegt an der überregionalen Bedeutung der Stadt, etwa durch den größten Kreuzfahrthafen Deutschlands. Eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre ist die sukzessive Übernahme innerstädtischer Wohneinheiten durch die örtlichen Wohnungsgenossenschaften. Preiswertes und adäquates Wohnen ist damit nicht zwangsläufig nur über den freien Immobilienmarkt möglich. In eher einfachen Lagen, wie es sie in Teilen des nördlichen und östlichen Stadtgebiets überwiegend gibt, werden kompakte 85-Quadratmeter-Wohnungen zwischen 100.000 und 145.000 EUR angeboten. In stark renovierungsbedürftigen Anlagen sind teilweise Abschläge bis zu 20 Prozent möglich. Je näher es in Richtung Stadtkern geht, desto deutlicher steigen die Preise an. Gut erhaltene Dachgeschosswohnungen im Gründerzeithaus werden hier selten unter 230.000 EUR offeriert. In den Spitzen werden Kaufsummen bei 120-Quadratmeter-Wohnungen von über 500.000 EUR erzielt. Eine Besonderheit bildet der nördliche Bereich rings um Warnemünde, dem „staatlich anerkannten Seebad“. Hier überwiegend Ferienhäuser, die entsprechend als Zweitwohnsitz genutzt werden. In diesem teuersten Stadtteil Rostocks werden selbst renovierungsbedürftige Eigentumswohnungen mit 60 Quadratmeter Wohnfläche für 250.000 EUR und mehr verkauft.

Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen in günstiger, mittlerer und teurer Wohnlage

Stadtteil oder Stadtbezirk

Zimmeranzahl

Wohnungsgröße

Durchschnittspreis

Reutershagen

4 Zimmer

110 m²

170.000 EUR

Zentrum

3 Zimmer

70 m²

185.000 EUR

Markgrafenheide

3 ½ Zimmer

80 m²

245.000 EUR

Immobilien in Rostock: So gliedert sich die Stadt

Grundsätzlich wird Rostock im administrativen Sinne in 31 Ortsteile gegliedert. Diese tragen sowohl historisch als auch landläufig genutzte Bezeichnungen. Als übergeordnete Gliederung gibt es die fünf Ortsämter Mitte, Ost, West, Nordwest 1 und Nordwest 2. Die Bevölkerungsdichte im Ortsamt Nordwest 1, wo etwa Diedrichshagen oder Warnemünde liegen, ist äußerst gering. Im Ortsamt Nordwest 2 hingegen, das sich unmittelbar an das Zentrum anschließt, liegt sie mindestens doppelt so hoch. Die mit Abstand höchste Bevölkerungsdichte weist die Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit über 5.200 Einwohnern pro Quadratkilometer auf, landläufig auch als Bramow bezeichnet. In diesem Bereich des Zentrums liegt der historisch gewachsene Stadtkern, viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten beleben das Viertel zu allen Tages- und Nachtzeiten. Neben reinen Wohngebäuden finden sich mit Schulen, Kindertagesstätten und dergleichen auch wichtige Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Hier liegt nebenbei auch ein Hauptteil der Gebäude der Universität Rostock.

Das anschließende Bahnhofsviertel ist für seine kompakten Wohnungen bekannt und beliebt, junge Paare und Studenten zieht es hier her. Ein durch und durch grüner Stadtteil ist Reutershagen, der sich der Südstadt anschließt. Hier wurden in den letzten Jahren viele Gelder seitens der Stadt und privater Eigentümer investiert. In den letzten Jahren waren Wertzuwächse zwischen fünf und zehn Prozent keine Seltenheit. Als eines der wegweisenden Infrastrukturprojekte gilt die Entwicklung des Petriviertels. Auf einer Fläche von etwa 5,4 Hektar sollen hier am östlichen Stadtrand bis zu 350 moderne Wohneinheiten entstehen. Lange hat es gebraucht, bis die Stadt entsprechende Freigaben erteilte und die Planungen beginnen konnten. Ob dieses Projekt das stellenweise viel zu geringe Immobilienangebot erhöhen wird, bleibt fraglich. Andererseits werden derzeit parallel verschiedene Umnutzungen diskutiert. So soll das Neptun-Areal, ein an der Warnow gelegenes und reines Gewerbegebiet, in naher Zukunft auch Wohnbebauung aufweisen. Eine Umwidmung zum Mischgebiet wurde bereits im Bebauungsplan vorgenommen.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Attribute

Stadtteil oder Stadtbezirk

Attribute

Attraktiv für

Zentrum

urbanes Flair, Vielfalt an Baustilen und Wohnungstypen, solides Wohnumfeld

Paare, Senioren

Nördliche Altstadt

eher einfaches Wohnviertel, teilweise gut erhaltene Altbausubstanz, hohe Kneipendichte

Singles, Studenten

Hansaviertel

wachsendes, beliebtes Viertel, hohe Neubautätigkeit, zentrumsnahes Wohnen im Grünen

Familien, Paare

Das gilt es zum Rostocker Immobilienmarkt außerdem zu wissen

Trotz steigender Bevölkerungszahlen sinkt auch in Rostock die durchschnittliche Haushaltsgröße. Damit bleibt der Fokus bei neu errichteten Wohnquartieren auf kompakte Wohnungsgrößen zwischen 40 und 80 Quadratmeter. Allerdings zieht es seit den 1990ern immer mehr Alteingesessene aus dem Umland zurück in die Stadt. Deren Anspruch an altersgerechtes Wohnen und urbanes Leben sind hoch. Verständlich, dass nahezu kein Gründerzeithaus noch nicht modernisiert wurde. Typisch waren und sind auch Umwidmungen, sodass aus kleineren Stadtvillen kompakte Etagen- oder Appartementhäuser entstanden sind. Die in den Fokus geratenen Vierteln in mittleren Lagen bieten jedoch noch ausreichend Entwicklungspotential. Hier stammt ein Großteil der Wohnhäuser aus den 1960ern bis 1970ern, der Erhaltungszustand lässt häufig zu wünschen übrig. Allerdings wird allgemein davon ausgegangen, dass die phasenweise ganze Stadtteile prägenden Großwohnsiedlungen und Plattenbausiedlungen über kurz oder lang verschwinden werden. Freie Entwicklungsflächen gäbe es dann in zentraler Lage wieder zu Genüge.