Immobilien in Bremen

In Bremen befinden sich zur Zeit 1413 Immobilienangebote. Die durchschnittliche Kaltmiete für Wohnungen in Bremen beträgt 7,20 Euro/m² (+4% zum Vorjahr). Immobilien zum Kauf hingegen besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 1600,00 Euro/m² (+9% zum Vorjahr). In Bremen befinden sich derzeit 759 Mietobjekte (728 Mietwohnungen und 31 Häuser zur Miete) und 654 Kaufobjekte (325 Eigentumswohnungen und 329 Häuser zum Kauf).
620,00 € Miete
74 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Einbauküche
400,00 € Miete
40,48 m2 Wohnfläche
1 Zimmer
  • Einbauküche
  • |
  • Garten
450,00 € Miete
72 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
360,00 € Miete
50 m2 Wohnfläche
2 Zimmer
  • Einbauküche

Tipps zur Suche in Bremen

Eine Immobilie in Bremen zu kaufen bedeutet, in manchen Teilen der Stadt in hartem Wettbewerb mit anderen Investoren und Privatkäufern zu treten. Die ohnehin schon geringen Angebote sind extrem begehrt, vor allem in Schwachhausen oder der östlichen Vorstadt. Entwicklungspotential versprechen Stadtwerder oder auch Walle. Wie ist es um bezahlbaren Wohnraum bestellt?

Warum Immobilien in Bremen so begehrt sind

Immobilien in Bremen

SergiyN - Dollar Photo Club

Die Hansestadt Bremen weist, anders als vergleichbare Großstädte, eine leicht positive Bevölkerungsentwicklung auf. Auch liegt die Arbeitslosenquote mit knapp zehn Prozent auf einem nicht allzu hohen Niveau. Das wirtschaftlich solide Umfeld inner- und außerhalb der Stadt begünstigt den Zuzug von Besserverdienern, die Nachfrage nach gehobenem Wohnen steigt und dementsprechend diversifiziert zeigt sich auch der Markt für Immobilien in Bremen. Prinzipiell liegt die Neubautätigkeit weit unter der tatsächlichen Nachfrage, sodass es stellenweise seit Jahren zu einem sehr verknappten Angebot kommt. Das wiederum stabilisiert Immobilienpreise, begünstigt aber auch stellenweise positive Wertentwicklungen im oberen einstelligen Prozentbereich. Die Stadt weiß um diesen Umstand. So weist etwa der regelmäßig erscheinende Immobilienmarktreport der Wirtschaftsförderung Bremen darauf hin. Ohnehin stark nachgefragte Gebiete, wie die Bereiche rings um den innerstädtischen Roland, sind für Käufer immer interessanter. Trotz steigender Immobilienpreise, steigen parallel auch die Mietrenditen für sanierte Altbauobjekte – eine Entwicklung, die gerade im Ostertorviertel oder im Bürgerpark zu Wohnungsknappheit führt. Von einem Boom zu sprechen, träfe im Wesentlichen nur die direkten Innenstadtlagen. Hier allerdings führt selbst die Anfang 2014 vollzogene Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf fünf Prozent zu keinem nennenswerten Nachfrageknick.

Gruppe Bevorzugte Wohnlagen Charakteristika
Singles Horn-Lehe niedriges bis mittleres Preisniveau, unmittelbarer Universitätsstandort, hohe Bautätigkeit
Paare Burglesum Nähe zur Weser, repräsentative Stadtvillen, naturnahes Wohnen in Innenstadtnähe
Familien Borgfeld wachsende öffentliche Infrastruktur, günstiges Bauland, gute Anbindung
Studenten Findorff Dorfcharakter bei gleichzeitiger Urbanität, gute Anbindung zur Universität, günstiges Preisniveau
Senioren Neustadt hohe Dichte an Stadthäusern, Nähe zum Werdersee, ruhige Wohnlage

Wie sich der demographische Wandel auf die Preisentwicklung auswirkt

Der demographische Grundtenor in Deutschland lautet, dass die Gesellschaft immer älter werde, woraufhin der Bedarf an altersgerechtem Wohnen steige und zunehmend höherwertige Immobilien nachgefragt werden. Eine Entwicklung, die nach Ansicht der Bertelsmann Stiftung einen unmittelbaren Faktor in und um Bremen darstellt. Bis 2030, so die These, werde der Anteil der über 65-Jährigen in Bremen auf über 26 Prozent der Gesamtbevölkerung steigen. Alteingesessene Bremer wohnen jedoch gerne gemütlich und zentral, sodass kleinere Eigentumswohnungen bei Neubauprojekten dominieren. Bremen bietet von sehr einfacher bis architektonisch anspruchsvoller, repräsentativer Bebauung ein breites Angebot an Immobilien. Für ein gut erhaltenes und saniertes, in den 1960ern errichtetes Einfamilienhaus in Lehe mit 120 m² Wohnfläche, müssen im Schnitt etwa 350.000 EUR ausgegeben werden. Es gibt auch, wenngleich das Angebot keiner Rede wert ist, modernisierte Altbauvillen aus der Gründerzeit, die mit 150 m² Wohnfläche für das Drei- bis Vierfache den Eigentümer wechseln. Ein niedrigeres Preisniveau bietet Findorff, wo einfache Reihenhäuser mit 120 m² Wohnfläche selten über 170.000 EUR gehandelt werden. Im teuersten und gleichsam mondänsten Stadtteil Bremens, dem zentralen Schwachhausen, werden Jugendstilvillen mit 160 m² Wohnfläche jedoch nie unter 1.000.000 EUR angeboten. Selbst für neu errichtete Einfamilienhäuser müssen mindestens 600.000 EUR investiert werden.

Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen

Stadtteil oder Stadtbezirk Zimmeranzahl Wohnungsgröße
Durchschnittspreis
Neue Vahr 4 ½ Zimmer 95 m² 105.000 EUR
Walle 5 Zimmer 110 m² 135.000 EUR
Bürgerpark 5 Zimmer 115 m² 280.000 EUR

Wie sich die Stadt und die Immobilien in Bremen gliedern

Die etwa 550.000 Einwohner starke Hansestadt Bremen, das Zentrum vieler alter Kaufmannsgilden und als Handelsstandort auch heute von überregionaler Bedeutung, bietet Bewohnern und Gästen gleichermaßen Kultur und Erholung. Rund um die Weser zieht es die Bremer in den Abendstunden und am Wochenende, mit dem Stephaniviertel versucht die Stadt seit geraumer Zeit, Überseestadt und Innenstadt näher aneinander anzubinden. Die nordwestlichen Stadtteile Rekum, Blumenthal sowie Seehausen und Häfen bieten das günstige Wohnumfeld der Stadt. Im Bereich nordöstlich der Innenstadt, etwa in Oberneuland oder Lehe, schätzen Käufer das solide Umfeld und den eher dörflichen Charakter vieler Straßenzüge. Hier gibt es vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten. Mittels Nahverkehrszügen oder der Straßenbahn sind Bewohner in zehn beziehungsweise 30 Minuten in der Bremer Innenstadt. In Burglesum, nördlich vom Stadtteil Häfen gelegen, prägen leichte Hügellandschaften die naturverbundene Wohnlichkeit der dominierenden Geestlandschaft. Dieser Teil galt schon vor über 200 Jahren als beliebtes Rückzugs- und Ausflugsziel, die Kaufleute der Stadt ließen sich hier nieder. Als zunehmend gefragtes Viertel kann Findorff genannt werden, wenn auch die beliebten Cafés und Kneipen anderswo stehen. Hier kommen Bremer verschiedener Art zum Wochenmarkt zusammen, die vielen wechselnden Straßenzüge geben dem Bereich um Weidedamm einen ganz eigenen Charakter. Das ehemalige Arbeiterviertel ist gerade aufgrund der hohen Nachfrage nach innerstädtischen Immobilien beliebt, bei jungen Familien und Paaren gleichermaßen. Eine gemischte Wohnbebauung sorgt für ein heterogenes Stadtbild. Immobilien in Bremen können auch in peripheren Gebieten, vor allem innenstadtnah, von positiven Wertentwicklungen profitieren.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

Stadtteil Eigenschaften Attraktiv für
Huchting niedriges Preisniveau, gute Anbindung zur Universität, WG-taugliche Immobilien Studenten, Singles
Lehe ländlicher Charakter, Nahversorgung fußläufig erreichbar, gute öffentliche Infrastruktur Familien, Senioren
Schwachhausen gut erhaltene Jugendstilvillen, sehr gute Verkehrsanbindung, Nähe zum Bürgerpark Paare, Singles

Wie Neubauprojekte die Charakteristika von Bremer Immobilien prägen

Nicht zuletzt aufgrund des verknappten Angebots in Innenstadtlagen, aber auch aufgrund von demographischen Veränderungen, nimmt die Binnenwanderung in Bremen an Fahrt auf. Alteingesessene, die Jahre lang im Umland lebten, suchen verstärkt nach modernisierten und sanierten Gründerzeit- und Jugendstilobjekten in Wesernähe. Aber auch die vielen Einfamilienhäuser, im einfachen Stil der 1950er errichtet, lenken das Interesse von Familien und Paaren auf Viertel wie Findorff oder Lehe. Die in Oberneuland häufig anzutreffenden Altbauobjekte, größtenteils aus den 1960ern und 1970ern, weichen stetig aber konstant großflächigeren Doppelhaushälften. In Innenstadtlage wird, sofern noch möglich, mit Appartementanlagen und repräsentativen Wohnquartieren nachverdichtet. Preislich interessant sind für Familien außerdem die weiten Neubaugebiete, vor allem in Teilen von Borgfeld oder Neustadt. In Zukunft dürfte diese Entwicklung den Markt für Immobilien in Bremen stabilisieren, stellenweise ist mit weiteren Wertsteigerungen zu rechnen.