Haus kaufen in Bremen

In Bremen werden derzeit 324 Häuser zum Kauf angeboten. Bei einem aktuell durchschnittlichen Kaufpreis von 1600,00 Euro/m² für Häuser zum Kauf in Bremen beträgt die Kaufpreisentwicklung +9% im Vergleich zum Vorjahr. Bei derzeit insgesamt 646 angebotenen Kaufimmobilien beträgt der Anteil an Häusern 50% vom Gesamtangebot.
134.000,00 € Kaufpreis
176 m2 Wohnfläche
7 Zimmer
2.300.000,00 € Kaufpreis
590 m2 Wohnfläche
9 Zimmer
325.900,00 € Kaufpreis
147 m2 Wohnfläche
4 Zimmer
119.500,00 € Kaufpreis
115 m2 Wohnfläche
6 Zimmer
254.800,00 € Kaufpreis
94 m2 Wohnfläche
3 Zimmer

Tipps zur Suche in Bremen

Die preisliche Differenz bei Häusern in Bremen ist größer, je weiter es in die Peripheriegebiete geht. Allerdings hängt dieser Umstand sehr stark vom Bau- und Erhaltungszustand der Immobilien ab. Flächendeckende Neubaumaßnahmen stützen das Preisniveau, führen aber auch zu größeren Binnenwanderungen. Wird sich das negativ auf die Häuserpreise allgemein auswirken? Was sind die Optionen für Käufer?

Was den Häusermarkt in Bremen von anderen unterscheidet

Haus kaufen in Bremen

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Die Hansestadt Bremen galt schon immer als bürgerlich geprägte Stadt, dementsprechend konnten sich homogene Viertel in vielen Teilen herausbilden. Im Laufe der Zeit wurden sie ergänzt oder ersetzt, sodass heutzutage viele verschiedene Bau- und Architekturstile vorherrschen. Unabhängig davon jedoch ist der Häusermarkt noch in einem anderen Punkt speziell und anders als in vergleichbaren Städten derselben Größe. Wer in Bremen ein Haus kaufen will, findet hierzu in mehreren Formen die Möglichkeit in gänzlich neuen, dennoch stadtnahen Vierteln und Stadtteilen. Mit der Überseestadt, die seit Anfang der 2000er mehr und mehr wächst und nunmehr kombinierte Grün- und Naherholungsflächen erhält, ist nur das größte Projekt nach städtischer Initiative genannt. Phasenweise ist das Angebot an Häusern relativ dünn, was auf die rege Bautätigkeit zurückzuführen ist. Hierbei fokussieren sich private und öffentliche Bauträger, die freie Fläche effektiv zu nutzen und in die Höhe zu bauen, sodass folglich die Transaktionszahlen für Eigentums- und Mietwohnungen über jenen für Häuser liegen. Neben repräsentativen Altbauvillen in Teilen der Altstadt und Schwachhausens, wird das weitläufige Bild durch größere Reihenhaussiedlungen im Norden und Westen sowie einzelnen Bungalow- und Villen-Anordnungen im Süden geprägt. Trotz des oftmals nur geringen Sanierungsstandes liegen die Kaufpreise in beliebten Vierteln weit über dem städtischen Durchschnitt, was hohe Kosten für solche nach sich zieht, die in beliebten Vierteln ein Haus kaufen wollen.

Gruppe Bevorzugte Wohnlagen Charakteristika
Singles Neustadt begehrte Stadthäuser im Flüsseviertel, mittleres Preisniveau, guter Erhaltungszustand
Paare Gartenstadt Vahr niedriges Preisniveau, Stadtnähe, gute Nahversorgung
Familien Horn-Lehe gemischte Wohnbebauung, solider Altbaubestand mit großen Wohnflächen, Nähe zur Universität
Studenten Neue Vahr zunehmend studentisches Flair, kurze Anbindung zu Hochschulen, Naherholungsflächen vorhanden
Senioren Schwachhausen solide, stadtnahe und natürliche Lage, ideale Nahversorgung, teilweise Sanierungsstau

Haus kaufen in Bremen – die Preisentwicklung

Wenngleich auch Neubauprojekte überwiegend Wohnungen betreffen, bleibt der Markt durch einzelne Nachverdichtungen und Modernisierungen in Fahrt. Objekte in stark nachgefragten Gegenden, etwa dem Südviertel oder in Horn, erhalten allein schon durch ihren Standort einen gewissen Wert. Ob saniert wurde oder noch modernisiert werden muss, spielt dabei nur bedingt eine Rolle. Für ein villenähnliches Stadthaus in Schwachhausen, das saniert ist und mit 160 m² Wohnfläche den Durchschnitt darstellt, werden zwischen 800.000 und 1.000.000 EUR gezahlt. Vereinzelt gibt es Ausschläge, etwa bei besonderen architektonischen Merkmalen oder bei stark sanierungsbedürftigem Zustand. Aber selbst Doppelhaushälften oder Reihenhäuser werden selten unter 500.000 EUR gehandelt. Ein etwas anderes Preisspektrum bildet der Häusermarkt von Horn-Lehe und Oberneuland ab. Hier gibt es zwar auch ausgewiesene Top-Objekte im Bereich bis zu 2.000.000 EUR, allerdings sind die Straßenzüge heterogener und damit auch das Angebot an Häusern. Solide Stadthäuser mit 6 Zimmern und 120 m² Wohnfläche sind in Horn-Lehe bereits ab 350.000 EUR verfügbar. Die untere Skala der Stadtteile, die nennenswerte Transaktionen aufweisen, bilden Neustadt und Findorff. Hier werden Einfamilienhäuser im Altbaubestand für durchschnittlich 200.000 bis 230.000 EUR bei Wohnflächen von etwa 100 bis 120 m² gehandelt.

Durchschnittspreise für Häuser in ausgewählten Stadtteilen

Stadtteil oder Stadtbezirk Zimmeranzahl Hausgröße
Durchschnittspreis
Neustadt 5 Zimmer 110 m² 240.000 EUR
Borgfeld 6 Zimmer 130 m² 410.000 EUR
Schwachhausen 6 ½ Zimmer 150 m² 700.000 EUR

Bremen näher betrachtet: Wie ist die Hansestadt aufgebaut?

Die Besiedlung einzelner Viertel und Stadtteile hängt nicht zuletzt von der Eigentumsquote ab. So liegt die Bevölkerungsdichte in zentralen, wie auch südlichen und teils östlichen Gebieten, nahe oder leicht unter dem Durchschnitt. Im Norden oder im Westen ist der Anteil niedriger, wodurch auch die Bevölkerungsdichte steigt. Das hat hinsichtlich des Häusermarktes vor allem bei Preisniveaus und Baustilen eine direkte Konsequenz. In nördlichen Stadtteilen finden sich insbesondere Reihenhaussiedlungen und kleinere Einfamilienhäuser, die tendenziell größere Gartenflächen aufweisen. Teilweise begann die Besiedlung erst in den Nachkriegsjahren, entsprechend eintönig sind manche Straßenzüge. Modernisierungsmaßnahmen werden verschoben, da die Nachfrage fehlt oder der Bedarf aufgrund geringer Wohnflächen nicht gedeckt werden kann. Extreme Ausschläge nach oben, wie es sie häufig in Städten wie Frankfurt oder Hamburg gab und gibt, bleiben in Bremen die Ausnahme. Hier bestimmt nicht unwesentlich die Lage den Marktpreis eines Hauses. Wer in Bremen ein Haus kaufen möchte, sollte daher die Entwicklungen der Nachbarschaft genau im Auge behalten. Ähnlich wie Gebiete um Walle oder Gröpelingen durch Aufwertungstendenzen und sich verändernde Nachfrageprofile profitieren, finden Eigentümer in einigen peripheren Gebieten kaum genügend Interessenten. Die Preise leiden darunter. Als sicherer Hafen gelten die Gebiete um den Bürgerpark, in Schwachhausen oder auch Peterswerder. Hier wird zu großen Teilen modernisiert, umfassende Neubautätigkeiten stellen die Ausnahme dar. Prinzipiell stellt die Nähe zu Nahversorgungs- und Erholungsflächen einen wertsteigernden Faktor dar. Ihn gibt es beispielsweise in der Überseestadt, aber auch in Teilen von Oberneuland oder Hemelingen, die preislich eher mittlere bis gute Wohnlagen bieten. Vor allem entlang des Parks Gut Hodenberg in Oberneuland siedeln sich junge Familien und Paare an, die ländlich-geprägtes Leben und gleichzeitig städtischen Flair wünschen. Sehr große Grundstücksflächen entlang der Rockwinkeler Heerstraße und den Nebenstraßen motivieren immer wieder zu umfangreichen Neu- und Umbaumaßnahmen.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

Stadtteil Eigenschaften Attraktiv für
Oberneuland ländliche Umgebung, gute Anbindung, große Grundstücksflächen Familien, Paare
Huchting günstiges Preisniveau, Nahverkehrsanbindung, Parkflächen vorhanden, öffentliche Infrastruktur gut Familien, Senioren
Riensberg stadtnahes Wohnen, gehobene Wohngegend mit Individualarchitektur, Schule und KiTa vorhanden Familien, Paare

Diese Eigenschaften bietet der Bremer Häusermarkt

Als wohlhabende Stadt bietet Bremen seit jeher ein buntes Angebot an Häusern verschiedener Größen und Baustile. Während in den äußeren Stadtgebieten vor allem klassische Reihen- und Doppelhäuser aus den 1950ern und 1960ern dominieren, steigt die Wohnqualität in Richtung Stadtkern konsequent an. Wer in Bremen ein Haus kaufen möchte, für den entstehen die vielen prächtigen Stadtvillen, Gründerzeitbauten und umgewandelten Speicherhäuser an dieser Stelle. Aufgrund der hohen Neubautätigkeit, die vornehmlich Wohnungen betrifft, stagnieren die Preise stellenweise. In Überseestadt werden seit Jahren neue Domizile errichtet, die Nachfrage nach Stadthäusern kommt daher größtenteils von Familien mit Kindern. Als Alternative zur Stadtwohnung wählen wohlhabende Bremer zunehmend kleinere Häuser in den westlichen Stadtteilen. Insgesamt jedoch zeigt sich der Häusermarkt robust, nennenswerte Preissteigerungen sind jedoch nur in ohnehin begehrten Stadtteillagen realistisch.