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Sonderkündigung für Mieter: Fristen beachten

Wann Mieter vorzeitig kündigen dürfen

Die übliche Kündigungsfrist für Wohnungen beträgt drei Monate. Aber auch bei der Sonderkündigung gelten Fristen. Mieter können nur in besonderen Fällen fristlos kündigen.

Die Heizung soll renoviert werden und die Miete steigt. Der Mieter will seine Wohnung vorübergehend untervermieten, aber der Vermieter verbietet es. Das sind typische Fälle, in denen Mietern ein Sonderkündigungsrecht zusteht. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) legt fest, wann der Mieter – auch bei Zeitmietverträgen – außerordentlich kündigen darf.

Wichtig: Fristen beachten

Nach der Mitteilung über eine umfangreiche Modernisierung hat der Mieter bis Ende des Folgemonats Zeit, um zum letzten Tag des übernächsten Monats zu kündigen. Das bedeutet: Kommt die Ankündigung am 15. Mai, kann er bis zum 30. Juni kündigen und zieht zum 31. Juli aus.

Zwei Monate Kündigungsfrist bei Mieterhöhung

Hand blättert in einem Ordner

Beim Sonderkündigungsrecht entfällt die dreimonatige Kündigungsfrist.

Bei einer Mieterhöhung ist die Frist länger: Nach der Mitteilung bleibt für die Kündigung bis zum Ende des übernächsten Monats Zeit. Ausziehen kann der Mieter zwei Monate später. Ein Beispiel: Informiert der Vermieter am 15. Mai, kündigt der Mieter bis zum 31. Juli und zieht zum 30. September aus. Die Erhöhung der Betriebskosten-Vorauszahlung gilt übrigens nicht als Mieterhöhung.
Mieter können nur in wenigen Fällen fristlos kündigen, zum Beispiel wenn der Vermieter die Wohnung nicht fristgerecht zur Verfügung stellt (§ 543 BGB) oder diese als gefährlich für die Gesundheit einzustufen ist (§ 569 BGB).

Mieter, die außerordentlich oder sogar fristlos kündigen wollen, sollten sich zuvor sicherheitshalber bei einem Mieterverein oder Anwalt informieren.

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