Fragen & Antworten
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Welche Kosten regelt der Betriebskostenspiegel?

Bundesweiter Vergleich der Mietnebenkosten im Durchschnitt

Die Betriebskosten machen einen erheblichen Teil der Wohnkosten aus. Der jährliche Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes verschafft Mietern einen Überblick über die Betriebskosten im Durchschnitt.

Der Betriebskostenspiegel - Transparenz und Vergleichbarkeit

Wohnen kann eine ziemlich teure Angelegenheit sein. Die Nettokaltmiete ist dabei der größte Posten, aber auf den Mieter kommen zahlreiche weitere Kosten zu, die das Wohnen weiter verteuern – die sogenannten Betriebskosten. Dazu zählen nicht nur Warmwasser, Heizung und Strom, sondern auch Aufwendungen für die Müllentsorgung, den Hausmeister, Gebäudeversicherungen, Kabelfernsehen und vieles mehr. Dabei sind diese anteiligen Kosten nicht für alle Mieter gleich, sie unterscheiden sich teilweise deutlich von Stadt zu Stadt und Bundesland zu Bundesland. Der Deutsche Mieterbund erstellt daher seit Jahren einen Betriebskostenspiegel für Deutschland, um Transparenz und Vergleichbarkeit bei den Nebenkosten herzustellen. Wer etwa einen Umzug plant, kann anhand des Betriebskostenspiegels erkennen, in welcher Gemeinde typische Nebenkosten besonders hoch zu Buche schlagen. Der Betriebskostenspiegel soll Mietern auch Anhaltspunkte für die Überprüfung ihrer jährlichen Nebenkostenabrechnung liefern, um eventuell unberechtigten oder überhöhten Forderungen auf die Spur zu kommen.

2,20 Euro pro Quadratmeter und Monat im Schnitt für Betriebskosten

Im August 2013 veröffentlichte der Deutsche Mieterbund seinen siebten Betriebskostenspiegel zu den durchschnittlichen Nebenkosten. Er wertet Daten für das Abrechnungsjahr 2011 aus. Der Auswertung liegen Tausende Betriebskostenabrechnungen aus ganz Deutschland zugrunde. Demnach zahlten Mieter in Deutschland durchschnittlich 2,20 Euro für Nebenkosten pro Quadratmeter im Monat. Diese Kosten summierten sich bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung laut Mieterbund auf genau 2851,20 Euro für das Jahr 2011. Die sogenannten warmen Betriebskosten, also Heizung und Warmwasser, machten dabei im Durchschnitt mit 55 Prozent den größten Teil aus. Zwischen den westlichen und den östlichen Bundesländern gibt es nur noch geringe Unterschiede bei den durchschnittlichen Nebenkosten. Allerdings sind dem Betriebskostenspiegel zu Folge Grundsteuern, Müllabfuhr, Gebäudereinigung und Versicherungen im Westen teilweise deutlich teurer als im Osten der Republik.

Zusätzlich ermittelte der Mieterbund für 2011 durchschnittliche Heizkosten von 0,99 Euro pro Quadratmeter und Monat, Warmwasser kostete 0,25 Euro. Für Wasser und Abwasser waren im Schnitt 0,35 Euro fällig, für anteilige Grundsteuern 0,19 Euro. Der Hausmeister war mit 0,21 Euro teuer als die Müllabfuhr: Für die Entsorgung zahlten Mieter im Jahr 2011 „nur“ 0,17 Euro pro Quadratmeter und Wohnung.