Umzugsplanung
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Anmelden: Frühzeitige Planung spart Kosten

Am Besten vier Wochen vor dem Umzug an- und ummelden

Wer nach einem Umzug nicht rechtzeitig seine neue Adresse bekannt gibt, muss mit Komplikationen und zusätzlichen Kosten rechnen. Am Besten erledigen Sie das Ummelden vor der heißen Phase des Umzugs.

Zeit ist während eines Umzugs ein knappes Gut, und auch in den ersten Wochen im neuen Zuhause gibt es viel zu tun. Deshalb ist es ratsam, Formalitäten wie das Ummelden schon vor dem Umzug zu erledigen – am Besten mithilfe einer Checkliste. Wenn es um die Versorgung mit Gas, Strom und Wasser geht, kann eine vergessene Ummeldung kostspielige Folgen haben. Energieversorger gehören also ganz oben auf Ihre Liste mit Adressen für die Ummeldung.

Damit Sie beim Ummelden nichts vergessen:

Frühzeitig Strom ummelden

Wer innerhalb des Netzgebietes seines bisherigen Stromversorgers umzieht oder bereits Strom von einem bundesweiten Anbieter bezieht, kann nach dem Umzug wie gewohnt weiter beliefert werden, muss aber den Strom ummelden auf die neue Adresse. Manchmal ist damit auch ein Tarifwechsel verbunden – falls bestimmte Tarife nur regional angeboten werden. Auf jeden Fall sollte man den Versorger bereits sechs bis acht Wochen vor dem geplanten Umzugstermin über den Wohnungswechsel informieren. Bei den meisten Unternehmen können Sie sich mit neuer Lieferadresse und Zählernummer einfach online ummelden. Am Umzugstag lesen Sie dann in der alten Wohnung den Endzählerstand und in der neuen Wohnung den Anfangszählerstand ab. Beide Zählerstände übermitteln Sie dem Versorger, was in der Regel ebenfalls online oder mit einer Zählerstandskarte möglich ist.

Rechtzeitig den Strom ummelden ist deshalb so wichtig, weil Sie sonst am neuen Wohnsitz automatisch Strom vom örtlichen Anbieter zum teueren Grundversorgungstarif erhalten würden.

Beim Umzug den Stromanbieter wechseln

Wer nicht einfach den Strom ummelden, sondern auch den Versorger wechseln will, sollte frühzeitig im Vertrag die Kündigungsfristen und –bedingungen nachlesen. In der Regel haben Sie ein Sonderkündigungsrecht, wenn Sie mit dem Umzug das Netzgebiet des bisherigen Anbieters verlassen. Ziehen Sie jedoch innerhalb des Versorgungsgebietes um, dann müssen Sie die regulären Kündigungsfristen einhalten.

Abos und Mitgliedschaften überprüfen

Manche Adressaten werden beim Ummelden leicht vergessen, weil von ihnen selten Post kommt. Dazu gehören der Arbeitgeber, die Bank, Versicherungen und die Krankenkasse. Bei vielen Dienstleistern können Sie sich mittlerweile einfach und schnell online ummelden.

Weniger wichtig, aber trotzdem nicht zu übergehen sind zum Beispiel Lesezirkel und Zeitungsabonnements, das Fitness-Studio und die Bibliothek. Falls Sie den Wohnort wechseln, sollten Sie sich rechtzeitig überlegen, welche gebührenpflichtigen Mitgliedschaften Sie künftig nicht mehr benötigen. Kündigungsfristen von drei Monaten sind allgemein üblich. Wer also nicht rechtzeitig vor dem Umzug kündigt, verschenkt Geld.

Knapper Zeitrahmen bei Behörden

Mit dem Ummelden sollten Sie mindestens vier Wochen vor dem Umzugstag beginnen. Ganz genau nimmt es das Einwohnermeldeamt: Dort ist eine Ummeldung erst nach dem Einzug ins neue Zuhause möglich. Dann allerdings müssen Sie sich beeilen, denn manche Kommunen räumen ihren Neubürgern für das amtliche Ummelden nur eine Frist von einer Woche nach dem Umzug ein.

In der Regel ist für die Ummeldung des Wohnsitzes persönliches Erscheinen auf dem Einwohnermeldeamt erforderlich. Mitzubringen sind die ausgefüllten Meldeformulare, Personalausweise aller umziehenden Personen, eventuell Miet- oder Kaufvertrag oder eine Einzugsbestätigung des Vermieters.

Online ummelden am neuen Wohnort?

Bisher ist es noch nicht möglich, das Ummelden online zu erledigen. Meldeformulare können im Internet heruntergeladen, nicht aber per E-Mail verschickt werden. In Bayern kann man jedoch die ausgefüllten Meldeformulare ausdrucken und mitsamt Passkopie per Post ans Amt schicken. Zu einem späteren Zeitpunkt ist dann aber doch noch ein Behördengang nötig, um die neue Adresse in den Pass eintragen zu lassen.

Tipp: An manchen Orten ist es möglich, vorab zum Ummelden online oder telefonisch einen Termin auf dem Einwohnermeldeamt zu vereinbaren. Damit ersparen Sie sich lange Wartezeiten.

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