Schleswig-Holstein - Land zwischen den Meeren
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Schleswig-Holstein ist das nördlichste Land der Bundesrepublik Deutschland und kann mit Küsten zu zwei Meeren, der Ostsee und der Nordsee, aufwarten. Auf einer Landesfläche von nahezu 16.000 Quadratkilometern wohnten Ende 2005 rund 2.833.000 Einwohner. Nur das Saarland ist als Flächenland noch kleiner. Zum Vergleich: 1987 wohnten im Bundesland mit den beiden Küsten erst ca. 2.554.000 Menschen. Allerdings nimmt man an, dass ab 2012 die derzeit noch steigende Bevölkerungszahl des Bundeslandes im Norden abnehmen wird. Mit einer Bevölkerungsdichte von 179 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt Schleswig-Holstein deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
Das Land zwischen den Meeren kann rund 1.190 Kilometer Küsten aufweisen. Die breiteste Stelle von Schleswig-Holstein beträgt 165 Kilometer, an der schmalsten zwischen Schleswig und Husum sind es lediglich 33 Kilometer. Beliebte Reiseziele sind die Inseln; Fehmarn ist mit 236 Quadratkilometern die größte von ihnen. Sylt mit 97 Quadratkilometern ist Urlaubsparadies und zugleich größte Nordseeinsel. Helgoland ist mit vier Quadratkilometern die kleinste Insel.
Die größten der 62 Städte sind die Landeshauptstadt Kiel mit 234.433 Einwohnern im Jahr 2005, gefolgt von der Hansestadt Lübeck mit 211.825 Bewohnern, Flensburg (86.080) und Neumünster (78.072). Den Rang der kleinsten Stadt Deutschlands belegt Arnis mit lediglich 351 Einwohnern.
Rund 15,8 Prozent der Bevölkerung leben in Gemeinden mit 100.000 Einwohnern und mehr. In Kommunen in der Größenordnung von 10.000 bis 20.000 Bewohnern wohnen mit 15,9 Prozent die meisten Bürger Schleswig-Holsteins. Immerhin vier Prozent haben ihr Domizil in Gemeinden mit weniger als 500 Personen.
Neben den vier kreisfreien Städten gliedert sich das Land in 11 Kreise. Die flächenmäßig größten sind Rendsburg-Eckernförde (2185,38 Quadratkilometer), Schleswig-Flensburg (2071,64 Quadratkilometer) und Nordfriesland (2048,59 Quadratkilometer). Die meisten Menschen wohnten Ende 2005 dagegen im Landkreis Pinneberg mit 293.914 Personen, gefolgt von Segeberg mit 252.758. Drei natürliche Großlandschaften prägen vom Westen nach Osten das Land im hohen Norden: Marsch, Geest und Hügelland. Die Marschen als jüngste Landschaft entstanden aus Meeresablagerungen nach den Eiszeiten. Die Geest ist ein Landstrich mit kargen Böden und liegt zwischen Marsch und Hügelland, das von den Gletschern der letzten Eiszeit geformt wurde.
2,9 Prozent der Landesfläche sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, davon ist der Nationalpark Wattenmeer mit 441.500 Hektar das größte. Die rund 300 Seen Schleswig-Holsteins machen mit 28.000 Hektar rund 1,7 Prozent der Landesoberfläche aus. Flüsse mit einer Gesamtlänge von 21.000 Kilometer durchziehen das Land.
Nicht nur die schöne Landschaft, auch das attraktive Kulturangebot zieht Touristen an. Die Zahl der Übernachtungsgäste in den größeren Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen lag 2005 mit 5,1 Millionen ohne Dauercamper um 3,7 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Mit 22,4 Millionen Übernachtungen waren es ein Prozent mehr. Allein bis August 2006 zählten die Statistiker rund 17 Millionen Übernachtungen, was einem Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
2005 erzielte Schleswig-Holstein ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von rund 69 Milliarden Euro, den Löwenanteil an der Bruttowertschöpfung hatte der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister mit 18,1 Milliarden Euro (29,1 Prozent). Öffentliche und private Dienstleister platzierten sich mit 15,6 Milliarden Euro (25 Prozent) auf Platz zwei. Produzierendes Gewerbe einschließlich Baugewerbe sowie Handel, Gastgewerbe und Verkehr erzielten jeweils ca. 13,8 Milliarden Euro (22,1 Prozent).
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1.225.200 Menschen waren in Schleswig-Holstein erwerbstätig im Jahr 2005, davon 1.072.900 Arbeitnehmer und 152.300 Selbständige. Größter Arbeitgeber mit 413.500 Beschäftigten sind die öffentlichen und privaten Dienstleister. Verlierer bei der Wertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr ist das Baugewerbe mit minus 7,5 Prozent. Auch ein Indikator dafür, dass es genügend preiswerte Wohnimmobilien auf dem Markt gibt, wie auch das große Kaufangebot an Wohnungen und Immobilien unter www.immobilienscout24.de zeigt.