Sachsen-Anhalt - Zwischen Elbe und Harz
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Sachsen-Anhalt ist auf die Fläche bezogen das achtgrößte und hinsichtlich der Bevölkerung das zehntgrößte Land der Bundesrepublik Deutschland. Das Gebiet des Bundeslandes umfasst eine Gesamtfläche von 20.445 Quadratkilometern, was 5,7 Prozent der Fläche Deutschlands ausmacht. Hier lebten im Juni 2006 knapp 2,5 Millionen Einwohner, den größten Anteil daran machten die über 60-Jährigen mit fast 700.000 Menschen aus.
Die nördlichen Landesteile sind nur dünn besiedelt. In verschiedenen Landkreisen der Mitte und im Süden des Landes liegt die Bevölkerungsdichte bei mehr als 150 Einwohnern je Quadratkilometer; im Landesdurchschnitt beträgt sie etwa 123,5 Einwohner auf einen Quadratkilometer.
Das Land teilt sich auf in rund 232, 2 Quadratkilometer für Gebäude-, Betriebs-, Erholungs- und Verkehrsfläche. Die Landwirtschaft nutzt 1.277,2 Quadratkilometer, bewaldet sind 485,7 und das Wasser belegt eine Fläche von 40,7 Quadratkilometern.
Über die Landesgrenzen hinaus bekannter Sohn der Landeshauptstadt Magdeburg mit 229.266 Einwohnern (Juni 2006) ist Otto von Guericke. Er wies experimentell nach, dass es möglich ist, ein Vakuum künstlich herzustellen. Sein bekanntester Versuch sind die -Magdeburger Halbkugeln-: zwei hohle durch einen Lederring abgedichtete metallene Halbkugeln mit einem Radius von 42 Zentimetern, die Guericke mit einer von ihm erfundenen Luftpumpe leer pumpte. Acht Pferde auf jeder Seite schafften es nicht, die Halbkugeln voneinander zu trennen.
Größte Stadt Sachsen-Anhalts ist Halle an der Saale mit 236.803 Einwohnern; Dessau belegt nach Magdeburg als kreisfreie Stadt mit 77.973 Bewohnern Rang drei. Das Land ist gegliedert in die drei kreisfreien Städte sowie in 21 Landkreise mit 1.042 Gemeinden, von denen 124 Stadtrecht besitzen (Stand 1.10.2006). Am bevölkerungsreichsten ist der Burgenlandkreis mit 132.872 Einwohnern, an zweiter und dritter Stelle folgen die Landkreise Merseburg-Querfurt und Stendal mit jeweils etwas unter 131.000 Bewohnern.
Sachsen-Anhalt ist sowohl industriell als auch landwirtschaftlich geprägt, hat jedoch mit strukturellen Problemen zu kämpfen. 2005 erzielten die Sachsen-Anhaltiner ein Bruttoinlandsprodukt von rund 48,1 Milliarden Euro. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 48.701 Euro je Erwerbstätigem liegt Sachsen-Anhalt unter dem Bundesdurchschnitt. Von der Bruttowertschöpfung in Höhe von rund 43,5 Milliarden Euro entfielen auf den Dienstleistungsbereich ca. 30,4 Milliarden, auf das produzierende Gewerbe 12,4 Milliarden und auf Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 763 Millionen Euro.
Insgesamt 987.900 Erwerbstätige arbeiteten Ende 2005 in dem Bundesland, der Löwenanteil lag mit 354.000 Personen bei den öffentlichen und privaten Dienstleistern. In Handel, Gastgewerbe und Verkehr waren 236.000 beschäftigt, das produzierende Gewerbe gab 233.700 Personen Arbeit. Der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister zählte 133.900 Erwerbstätige und die Land-, Forstwirtschaft und Fischerei nur 30.400 Arbeitende. Die Arbeitslosigkeit ist in Sachsen-Anhalt mit über 20 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sehr hoch. Sachsen-Anhalt besuchten 2005 über 2,4 Millionen Gäste, darunter rund 160.000 aus dem Ausland. Sie buchten etwa sechs Millionen Übernachtungen, was einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen entspricht. Das Land wartet mit äußerst interessanten Sehenswürdigkeiten auf. Dazu gehören das Dessau-Wörlitzer Gartenreich (UNESCO-Weltkulturerbe), die Quedlinburger Altstadt und besonders die Luthergedenkstätten in Wittenberg.
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Ende 2005 hatte Sachsen-Anhalt einen Bestand von 561.363 Wohngebäuden mit insgesamt 1.282.705 Wohnungen. Es gibt hier ein großes Angebot an Wohnimmobilien, wie auch eine Recherche unter www.immobilienscout24.de zeigt. Der Immobilienmarkt bietet insbesondere genügend preiswerte Wohnhäuser und Wohnungen zum Kauf oder zur Miete. Selbst in exponierten Lagen erreichen die Immobilienpreise kaum das Niveau anderer Bundesländer.