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Nordrhein-Westfalen kann unter den deutschen Bundesländern zahlreiche Superlative für sich in Anspruch nehmen. 34.084 Quadratkilometer Landesfläche teilen sich 18,1 Millionen Menschen — fast genauso viele wie in Australien oder im US-Staat New York leben. Damit ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste und mit 530 Personen pro Quadratkilometer auch das am dichtesten besiedelte Bundesland Deutschlands.


In dem Land gibt es 30 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern; angeführt von Köln (1.020.000 Bewohner), Essen (586.000), der Landeshauptstadt Düsseldorf (574.000) und Duisburg (504.000). Zwei große Ballungsgebiete kennzeichnen das wirtschaftlich stärkste Bundesland: das Ruhrgebiet mit rund 5,4 Millionen Einwohnern und das nördliche Rheinland um Köln, Bonn und Düsseldorf mit 3,5 Millionen Bewohnern. Nordrhein-Westfalen ist gegliedert in die fünf Regierungsbezirke Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold und Arnsberg mit 396 Gemeinden, darunter 23 kreisfreie Städte und 31 Kreise.

2005 erwirtschaftete Nordrhein-Westfalen mit 489 Milliarden Euro 21,8 Prozent des deutschen und 4,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) der Europäischen Union. Damit hält das Bundesland die Spitzenposition innerhalb Deutschlands. Das BIP von Nordrhein-Westfalen entspricht 27,3 Prozent des BIP von China oder 13,5 Prozent Japans bzw. 4,9 Prozent der USA.

Wäre das Bundesland ein eigener Staat, würde es im internationalen Vergleich den Rang 16 einnehmen und sich noch vor den Niederlanden platzieren. Nordrhein-Westfalen ist der wichtigste Chemiestandort Deutschlands und der bedeutendste Stahlstandort Europas. Außerdem ist es die führende Energieregion Europas, denn rund ein Drittel des deutschen Stroms werden hier erzeugt und wiederum fast 30 Prozent der in Deutschland benötigten Energie verbraucht.

21 der 50 größten deutschen Unternehmen haben hier ihren Sitz. Die Region zeichnet sich ebenfalls als Europas größter Absatz- und Beschaffungsmarkt aus: 18,2 Prozent aller deutschen Exportgüter kommen aus und knapp 24 Prozent aller deutschen Importe — das entspricht einem Volumen von fast 149,7 Milliarden Euro - gehen nach Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Das Import-Volumen von Indien betrug 2005 105,8 Milliarden Euro, das von Australien 100,7 Milliarden und das von Russland 100,6 Milliarden Euro. 22 der Top-50 der deutschen Handelsunternehmen nutzen das günstige Geschäftsklima und sind mit ihrer Firmenzentrale in dem Land beheimatet.

Weiteres Plus: Das Land ist deutschlandweit der begehrteste Investitionsstandort. Ein Drittel aller ausländischen Investitionen (183 Milliarden Euro) bleibt in Nordrhein-Westfalen. Über 9.500 ausländische Unternehmen aus den wichtigsten Investorenländern leiten von hier aus ihre Aktivitäten in Deutschland oder Europa.

Auch die Verkehrsinfrastruktur ist ausgezeichnet: Fast 400 internationale Direktflüge täglich gehen von den sieben Flughäfen ab. Ein dichtes Netz von Straßen, Schienen und Wasserwegen sorgt für eine gute Verkehrsanbindung. Der Duisburger Hafen ist mit 100 Millionen Tonnen Güterumschlag pro Jahr der größte Binnenhafen Europas. 8.408.600 Erwerbstätige arbeiteten in Nordrhein-Westfalen Ende 2005. Die meisten Menschen, nämlich 6.176.300, waren im Dienstleistungsbereich tätig, an zweiter Stelle folgen die öffentlichen und privaten Dienstleister mit 2.532.00 Arbeitenden. Ein wichtiger Sektor ist natürlich das produzierende Gewerbe mit 1.715.900 Erwerbstätigen (ohne Baugewerbe).

Nordrhein-Westfalen hält eine kulturelle Vielfalt bereit wie Theater, Orchester und Museen, aber auch imposante Zeugnisse der Geschichte wie den Aachener Dom, in dem mehr als 30 deutsche Könige ihre Krone erhielten. Oder den Kölner Dom — mit rund 6,5 Millionen Besuchern jährlich Deutschlands meistbesuchte Sehenswürdigkeit.

Naturinteressierte kommen nicht zu kurz: 14 Naturparks, der Nationalpark Eifel und mehr als 200 Seen laden zum Besuch ein. Fast 16, 2 Millionen Besucher fühlten sich 2005 angezogen und buchten mehr als 38,4 Millionen Übernachtungen, was einer durchschnittlichen Verweildauer von 2,4 Tagen entspricht.

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Der Wohnungsbestand im Jahr 2005 umfasste rund 3,6 Millionen Wohnungsgebäude mit insgesamt fast 8,3 Millionen Wohnungen. Wohnimmobilien in Top-Lagen, zum Beispiel in Innenstädten, sind natürlich teurer als in weniger exponierten Lagen. Generell gibt es aber eine gute Auswahl an Wohnhäusern und Wohnungen zum Kauf oder zur Miete: www.immobilienscout24.de.