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Bremen- Zwei Städte,ein Land

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Der Name der Stadt Bremen ist vielen Kindern im Kleinkindalter bereits geläufig — aus dem Märchen - Die Bremer Stadtmusikanten - der Gebrüder Grimm. Die Heldengeschichte von Esel, Hund, Katze und Hahn, die als Quartett erfolgreich ihrem Tod entgehen, ist gerade in Bremen sehr beliebt, obwohl sie im Umland der Stadt spielt.

Heute ist die Freie Hansestadt Bremen eine modernde Stadt mit großer Tradition. Außerdem ist sie Sitz der Landesregierung, die das kleinste Bundesland Deutschlands regiert. Bremen misst 325 und Bremerhaven lediglich 80 Quadratkilometer; die beiden Städte bilden seit 1947 das gemeinsame Bundesland Bremen. In der Stadt Bremen wohnen über eine halbe Million Einwohner (545.869 im Juni 2006) und in Bremerhaven 116.865. Das Landesparlament ist die Bremische Bürgerschaft mit derzeit 83 Abgeordneten, 67 kommen aus Bremen und 16 aus Bremerhaven.


Die Landesregierung — der Senat — wird von der Bürgerschaft gewählt. Sie besteht aus sieben Senatoren. Der Präsident des Senats, vergleichbar mit den Ministerpräsidenten anderer Bundesländer, ist zugleich Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen Außerdem wird noch ein weiterer Senator zum Bürgermeister gewählt. Das Bremer Rathaus in der Innenstadt entstand als gotischer Bau zwischen 1405 und 1410. Im Jahr 1608 erhielt das Rathaus eine Renaissance-Fassade und wurde 2004 zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Häfen in Bremen und Bremerhafen sind als Tor zur Welt unverändert ein wichtiger Standortfaktor. Sie gelten in Europa als eine der größten geschlossenen Container-Umschlagsanlagen. Zudem belegen die Häfen als Drehscheibe beim europäischen Auto-Import-Export den zweiten Platz. Das Land Bremen hat aber auch mit großen strukturellen Problemen zu kämpfen. Deutliche Einbußen im Investitionsgüterbereich und ein nur geringer Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe machen dem Land ebenso zu schaffen wie die hohe Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitslosenquote von 16,3 Prozent (Stand Juni 2006). Rund 48.000 Arbeitslose stehen etwa 272.000 (Ende 2005) sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber. Während die Beschäftigungszahlen derzeit weiter sinken, konnte das Land Bremen den erfolgreichen Anstieg des Bruttowirtschaftsprodukts im Jahre 2005 mit 2,1 Prozent (preisbereinigt um 1,1 Prozent) auch im ersten Halbjahr 2006 wiederholen.

2005 erzielte der Zwei-Städte-Staat ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 24,5 Milliarden Euro. Der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister erbrachte mit 27,3 Prozent den Hauptanteil an der Bruttowertschöpfung, dicht gefolgt von den produzierenden Bereichen (26,9 Prozent) sowie Handel, Gastgewerbe und Verkehr (26,1 Prozent). Vierter im Bunde sind öffentliche und private Dienstleister mit einem Anteil von 19,6 Prozent. In Bremen lässt es sich leben, so der Slogan der freien Hansestadt — eine moderne Stadt mit großer maritimer Vergangenheit. Über Jahrhunderte gewachsene Liberalität und Toleranz prägen den Umgang der Menschen miteinander. Die Stadt kann auf eine über 1.200 Jahre alte Geschichte verweisen und ist reich an Sehenswürdigkeiten. Mehr als 1.000 Kneipen und Cafés, Restaurants, Bistros und Bars sorgen für die nötige Muße nach einem Stadtbummel.

Rund 790.000 Gäste, davon 160.000 aus dem Ausland, wollten sich selbst überzeugen und besuchten das kleinste Bundesland 2005. Dabei buchten sie insgesamt etwa 1.380.000 Übernachtungen. Der Löwenanteil entfiel freilich auf das größere Bremen mit mehr als 670.000 Besuchern und ca. 1.165.000 Übernachtungen.

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