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Baden-Württemberg - Das Ländle ist ein Hightech-Standort

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Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Superlative, auch wenn die eigenen Bürger gerne verniedlichend vom Ländle reden. Im Ländervergleich nimmt es einige Spitzenpositionen ein. So ist der Südweststaat eine der führenden Technologieregionen Europas mit zahlreichen Forschungseinrichtungen und vielen qualifizierten Beschäftigten im Hochtechnologiesektor.

Mit 35.752 Quadratkilometern ist Baden-Württemberg der drittgrößte deutsche Flächenstaat, auch bei der Einwohnerzahl nimmt das Land im Südwesten Deutschlands mit rund 10,7 Millionen Bürgern Rang drei in der Bundesrepublik ein. Statistisch gesehen leben auf einem Quadratkilometer 298 Einwohner, gegenüber 231 auf das gesamte Bundesgebiet bezogen. Durch den Geburtenrückgang der vergangenen drei Jahrzehnte bedingt, ist die Gruppe der über 64-Jährigen inzwischen genauso groß wie die der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren. Jedoch werden in diesem Bundesland noch immer mehr Kinder geboren, als Sterbefälle gemeldet werden.


Am 25. April 1952 entstand das Bundesland aus den Vorgängerstaaten Baden, Württemberg und Hohenzollersche Lande. Es ist aufgeteilt in vier Regierungsbezirke, 12 Regionen, 35 Landkreise und neun Stadtkreise. Unter den 1.109 Gemeinden gibt es 89 große Kreisstädte. Baden-Württemberg gehört zu den städtereichsten Gebieten überhaupt in Deutschland, das ist der starken damaligen Zersplitterung geschuldet. Die größten Städte sind die Landeshauptstadt Stuttgart mit etwa 590.000 Einwohnern, Mannheim mit ca. 310.000, Karlsruhe mit etwa 280.000, gefolgt von Freiburg mit rund 210.000 Bewohnern.

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg brummt, obwohl der Arbeitsmarkt in jüngster Zeit auch sehr angespannt ist. Dennoch - seit Jahren gibt es in dem Bundesland die niedrigste Arbeitslosenquote bundesweit. Fünf Millionen Menschen sind in Arbeit, dabei verdiente ein Angestellter im Juli 2004 durchschnittlich 3.587 Euro brutto. Ein Arbeiter im produzierenden Gewerbe erzielte im gleichen Zeitraum einen monatlichen Bruttoverdienst von 2.684 Euro. Auch in Baden-Württemberg ist natürlich der Trend zum Wechsel vom produzierenden hin zum Dienstleistungsgewerbe spürbar. Im Dienstleistungssektor des Landes sind 2,93 Millionen Menschen — das entspricht der 59 Prozent der Erwerbstätigen - beschäftigt, im produzierenden Gewerbe dagegen 1,95 Millionen, das sind 39 Prozent. Mit Land- und Forstwirtschaft ernähren sich lediglich noch zwei Prozent der Erwerbstätigen oder 105.000 Personen.

Unabhängig vom erheblichen Strukturwandel: Baden-Württemberg bleibt einer der wichtigsten Industriestandorte Europas. Investitionsgüter sind nach wie vor ein Exportschlager, und Baden-Württemberg ist wichtigstes Exportland in Deutschland. Im Jahr 2005 wurden Waren im Wert 123,5 Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Über ein Fünftel aller deutschen Exporte in die USA kommt aus dem Südweststaat.

Etwa 47 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, rund 38 Prozent sind mit Wald bedeckt. Große Waldgebiete wie der Schwarzwald, der Schwäbische Wald oder der Odenwald prägen die Landschaft. Mit 1.493 Metern ist der Feldberg im südlichen Schwarzwald die höchste Erhebung. Die reizvollen Landschaften, der große Vorrat an intakten Gewässern und die historische Vielfalt sind ebenfalls Pfründe, die Baden-Württemberg mit jährlich 40 Millionen Übernachtungen zum zweitwichtigsten Reiseland verhelfen. Dazu ist das Land mit seinem großen Angebot an Heilbädern und Kurorten Bäderland Nummer 1.

Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Landesregierung ist die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichendem Wohnraum, der auch bezahlbar bleibt. Die bedarfsgerechte Förderung des Mietwohnungsbaus und Eigenheimerwerbs hat sich die Regierung weiterhin auf die Fahnen geschrieben. Eine Recherche unter www.immobilienscout24.de ergibt, dass ein recht großes Angebot an Immobilien im Ländle existiert. Eigenheime in weniger nachgefragten Lagen sind schon ab 60.000 Euro zu haben. Freilich liegen die Preise in Top-Lagen entsprechend höher.