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Umzugsservice: Mit dem Profi fährt man oft besser

Wenn in Deutschland Menschen umziehen, dann heißt es meist "Do it yourself". 60 Prozent der rund 4,8 Millionen privaten Umzüge im Jahr gehen in privater Regie über die Bühne. Das Motiv dabei: Geld sparen. Die Rechnung geht jedoch nicht immer auf. Am Ende des Umzugs schmerzt der Rücken vom vielen Schleppen und das Konto ist trotz Eigeninitiative leer, weil Porzellan und Glas zu Bruch gingen und keine Versicherung den Schaden ersetzt. Wer die Nerven schonen will, sollte auf den Umzugsservice professioneller Helfer setzen. Was diese bieten und wie sie vorgehen:

Erster Schritt:

Erste Schritte

genügend Angebote einholen. Die sind in der Regel kostenfrei. Seriöse Anbieter kommen zur Besichtigung der Wohnung und erstellen anschließend einen Kostenvoranschlag. Kunden sollten darauf achten, dass alle notwendigen Leistungen vom Packmaterial über das Aufstellen von Halteverbotszeichen bis zur Miet- und Kilometergebühr für den Transporter im Angebot des Umzugsservice aufgelistet sind. Wer die Spedition nicht nur fürs Schleppen, sondern auch fürs Kistenpacken und Ab- wie Aufbauen von Schränken und Einbauküche engagiert, muss entsprechend tiefer in die Tasche greifen.

Die Angebote:

Der Standardumzug
Die Umzugsfirma kümmert sich darum, Ihre Kisten und Möbel von der alten in die neue Wohnung zu transportieren. Vorteil: Anders als beim privat organisierten Umzug ist der Hausrat in den Händen einer Spedition versichert. Aber: Beim Standardumzug übernimmt der Kunde das Verpacken selbst. Diese Gegenstände sind jedoch von der Haftung ausgenommen. Denn es gilt die Regel: Wer packt, ist für Schäden verantwortlich.

Der Full-Service-Umzug
Bei diesem Umzugsservice kümmern sich die Profis nicht nur um den Transport des Haushaltsinventars, sondern erledigen auch das Ab- und Aufbau sowie Ein- und Auspacken der Möbel. Vorteil: Sie schonen Ihre Nerven – und Ihren Rücken. Im Schadensfall ist Ihr Hab und Gut in der Regel über die Spedition versichert. Nachteil: Die Kosten für einen Full-Service-Umzug übersteigen die für einen Umzug mit Eigenleistung leicht um das Doppelte. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung werden für einen Umzug bis 120 Kilometer schnell mehr als 1.600 Euro fällig.

Beiladung
Bei der Suche nach preiswerten Transportmöglichkeiten lohnt auch der Einsatz unabhängiger Agenturen. Die Unternehmen suchen dafür im Markt nach freien Kapazitäten von Lkws, die sich zum Beispiel auf Rückfahrten von Aufträgen befinden oder nur halb beladen unterwegs sind, um dort die Möbel ihrer Kunden unterzubringen.

Qualitätsmerkmale

Umzugsfirmen gibt es viele – vom Zwei-Mann-Studentenbetrieb mit klapprigem Transporter bis zum Profi-Unternehmen mit eigenem Lkw-Park. Doch wo ist der Hausrat am besten aufgehoben? Zertifikate liefern einen nützlichen Hinweis für einen guten Umzugsservice. Sie werden an Unternehmen vergeben, die sich regelmäßig Qualitätskontrollen unterziehen:
AMÖ-Zertifikat - vergeben vom Bundesverband Möbelspedition; jährliche Prüfung der Erfüllung der gesetzlichen Berufszugangsbestimmungen.
MÖFORM - basiert auf der europaweit gültigen Umzugsnorm DIN EN 12522 mit klar definierten Qualitätsstandards.
DIN: ISO 900. 2 - Das ist eine deutsche Industrienorm, die sehr hohe Qualitätsstandards für Industrie und Privatkunden sichert. Diese wird regelmäßig geprüft.
FIDI FAIM - Bei der FIDI FAIM handelt es sich um eine internationale Umzugsnorm, die hohe Qualitätsstandards sichert. Diese Standards werden regelmäßig durch eine Unternehmensberatung geprüft.