Es kann schnell der Eindruck entstehen, dass ein Umzug unübersichtliche Kosten beinhaltet. Aber keine Sorge, ein konkreter Kostenplan ist einfach erstellt und hilft Ihnen dabei, die Ausgaben zu überschauen und eventuellen finanziellen Stress zu vermeiden. Aber was muss dabei bedacht und was mit einberechnet werden? Am besten ist es, wenn Sie sich die einzelnen Kosten einfach notieren. Zwei Fragen sind dabei entscheidend: was muss unbedingt erledigt werden und wie soll es erledigt werden?
Im alten Mietvertrag steht, wie die Wohnung übergeben werden soll und ob Renovierungen notwendig sind. Wenn das der Fall sein sollte und sie zudem noch die neue Wohnung streichen müssen, dann stehen mitunter zwei Renovierungen an. Farbe und Zubehör kann man oft als Angebot bei Baumärkten finden.
Kosten vor dem Umzug
Machen Sie sich einen klaren Überblick über die Quadratmeter, die gestrichen werden sollen, informieren Sie sich über die Preise der Tapeten und schreiben Sie sich das ruhig auf. Gleiches gilt für Teppich oder Parkett. Vorm Malern sollte jedoch alles bereits verpackt werden. Falls Sie keine Kartons vom letzten Umzug mehr haben, dann benötigen Sie welche. Der Preis ist abhängig vom Fassungsvermögen und vom Gebrauchszustand. Im Idealfall ist kein Karton zu viel gekauft und die Anzahl reicht aus, um alles zu verstauen. Schauen Sie außerdem, ob Sie Sperrmüll entsorgen müssen. Wenn ja, gibt es zwei Entsorgungsmöglichkeiten, beide kosten Geld.
Kaution mit einberechnen
Entweder Sie bestellen den Entsorger oder Sie suchen Ihn auf. Klären Sie sich über Lage und Leistung in Ihrer Umgebung auf. Ganz wichtig vor dem Umzug: müssen Sie eine Kaution für die neue Wohnung zahlen? Vielleicht bekommen Sie noch die Kaution für die alte Wohnung zurück und können die neue davon bezahlen. Ansonsten nehmen Sie die Kaution in den Kostenplan mit auf, um den Überblick zu behalten.
Kosten während des Umzugs
Nachdem alles bereit, verpackt und gemalert ist, steht der eigentliche Umzug an. Ausgaben entstehen vor allem im Zusammenhang mit dem Transport. Da wäre erst mal der Umzugswagen. Kennen Sie jemanden, der Ihnen einen Wagen zur Verfügung stellt? Wenn nicht, sollten Sie überlegen, ob Sie einen Umzugswagen mieten wollen. Die Miete ist abhängig von der Größe des Wagens und der Dauer des Umzugs. Zusätzliche Kosten entstehen bei erhöhtem Benzinverbrauch. Daher kann es günstiger sein, wenn man einen großen Mietwagen nimmt, aber nur einmal fährt und Tankgeld spart.
Parkplatzsperrung meist notwendig
Bekommen Sie problemlos einen Platz für den Umzugswagen oder müssen die Plätze freigeräumt werden? Die Kosten für eine Parkplatzsperrung liegen derzeit zwischen 20 und 30 Euro und werden dem Straßenverkehrsamt bezahlt. Bei einem Umzug in Eigenregie wird das Be- und Entladen normalerweise von Bekannten gemacht. Hier kommt es auf Ihr Feingefühl an, ob und wieviel Sie den Freunden zahlen wollen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit Helfer zu engagieren, die dann einen festen Satz bekommen, der abhängig von der Umzugsmenge und den jeweiligen Etagen der Wohnung ist.
Verpflegung für die Helfer nicht vergessen
Schließlich gilt noch: jeder Helfer sollte verpflegt werden. Es ist zwar nicht notwendig, alle ins teure Restaurant der Stadt einzuladen, aber sowohl Getränke als auch reichlich Essen sollten vorhanden sein, um der Unterstützung nicht die Motivation zu nehmen. Auch hier liegen die Ausgaben natürlich in Ihrem Ermessen.
Rechnen Sie mit einem bestimmten Anteil an Schäden
Schäden, die während des Umzugs entstanden sind, können zwar nicht konkret kalkuliert werden, sollten aber als "Betrag x" wenigstens erwartet werden. Abschließend können noch logistische Kosten anstehen. Die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt ist kostenfrei, aber der Nachsendeauftrag bei der Post ist es mittlerweile nicht mehr. Hier zahlen Sie als Privatperson für ein halbes Jahr 15,20 €.