Richtig einpacken will gelernt sein. Wenn Sie selbst einpacken, müssen Sie ein paar grundsätzliche Dinge beachten. Das betrifft auch die Beschaffenheit der Kartons und natürlich das fachmännische Einpacken.
Dabei können einem falsche oder ungeeignete Umzugskartons bzw. schlecht gepackte Kartons nicht nur den Umzug zur Tortur machen, sondern auch zu Beschädigungen führen, die auch von der Spedition nicht ersetzt werden. Denn beim Umzug geht gerne einmal etwas kaputt, insbesondere wenn man zu sorglos mit dem Hausrat umgeht.
Die richtigen Umzugskartons
• Besorgen Sie sich stabile Kartons, besonders die Bodenfläche sollte dem gedachten Inhalt gewachsen sein. Kartons aus dem Supermarkt (z.B. Bananenkisten) sind dabei nur bedingt einsetzbar, weil sie sich meistens nicht falten lassen.
• Bei vielen Speditionen kann man Umzugskartons in mehreren Größen leihen oder kaufen. Der Stückpreis liegt zwischen 1,50 und 2,50 Euro. Bei unversehrter Rückgabe werden 0,50 bis 1 Euro zurückerstattet.
• Über Inserate von Leuten, die gerade umgezogen sind, findet man ebenfalls günstige Kartons. Für den Transport von Gläsern gibt es spezielle Kartoneinsätze, die Sie bei der Spedition erhalten. Es gibt deutschlandweit die verschiedensten Kartonmaße. Die gebräuchlichsten sind:
ca. 44 x 33 x 44 cm (für Bücher, CDs und andere schwere Sachen, wiegt voll bis zu 25 kg)
ca. 60 x 50 x 130 cm (für Kleidung auf Bügeln usw.)
ca. 70 x 33 x 44 cm (für leichtere Sachen)
• Wichtig sind die Tragegriffe an den Seiten und am Boden. Die Kartons eignen sich dann zum Tragen auf der Schulter.
Tipp: Für schwere Sachen wie Bücher nimmt man eher kleine Kartons, nämlich Bücherkartons. Große Umzugskartons eignen sich am besten für eher leichte Gegenstände, wie Kleidung. Wenn Sie einen großen Karton mit Büchern vollpacken, dann wird dieser nicht nur extrem schwer, sondern kann auch leicht auseinanderreißen.
So packen Sie Ihre Umzugskartons richtig:
• Achten Sie darauf, dass die schwereren Sachen nach unten kommen. Packvolumen von Kartons, die bereits halbvoll schwer genug sind, kann man für Kissen und Ähnliches nutzen. Kartons bitte nicht so vollstopfen, dass man die Finger nicht mehr in die Tragegriffe bekommt.
• Heben Sie die gepackten Kartons zur Gewichtskontrolle an, nur so können Sie sicher sein, dass sie auch transportabel sind. In der Praxis zeigte sich eine Obergrenze von 15 bis 20 kg pro Karton. Sehr wichtig ist die von mehreren Seiten gut lesbare Beschriftung (Inhalt und wohin), damit die Kartons nicht unnötig oft bewegt werden müssen.
• Zerbrechliches sollte gesondert gekennzeichnet werden. Für Gläser gibt es spezielle Karton-Einsätze. Wickeln Sie das Glas in Zeitungs- oder Seidenpapier ein. Mit Noppenfolie (Luftpolsterfolie) und Wellpappe lassen sich Gläser, Teller usw. bruchsicher verpacken.
• Ebenso ist Vorsicht geboten bei leicht entflammbaren Gütern (wie Lacke und Farben) oder mit Spraydosen und Behältnissen, aus denen etwas auslaufen könnte.
• Sie müssen nicht alles in Kartons verpacken: Für unempfindlichere Kleidung (Pullover, Anoraks etc.) können Sie auch Müllbeutel verwenden: Sie sparen Kartons und können die Beutel als Puffer zwischen die Möbel packen.
• Bücher sollten Sie hinlegen und nicht hinstellen und die Hohlräume dazwischen ausstopfen, um Beschädigungen zu vermeiden. Für Ihre schriftlichen Unterlagen gibt es spezielle Dokumenten-Einlagen.
• Für Ihre Matratzen gibt es passende Hüllen, um sie vor Verschmutzungen zu schützen, für die Federbetten spezielle Bettensäcke.
• Wenn Sie Stühle stapeln, legen Sie Lappen oder Handtücher zwischen die einzelnen Sitzgelegenheiten, umwickeln Sie Stuhl- und Tischbeine. Das schützt die Möbel vor Transportkratzern.
• Verstauen Sie die Teile Ihrer Stereoanlage einzeln und nicht zusammen.
• Können die Umzugskartons feucht werden, kleiden Sie diese innen mit Plastikfolie aus.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, kommen Ihre Siebensachen im Allgemeinen auch ohne Beschädigungen in Ihrer neuen Wohnung an.