Ihr Strompreis setzt sich aus der verbrauchten Strommenge, einem Arbeitspreis pro Kilowattstunde, der Grundgebühr für die Nutzung des Zählers und die Abrechnung und die Anschlussgebühr für die Auftragsbearbeitung zusammen. In den Arbeitspreis fließen Kosten für die Konzessionsabgabe sowie die Öko- und Mehrwertsteuer.
Die Kosten für die Erzeugung hängen vom Energieträger ab: Ein konventioneller Energieträgermix kostet ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde, Folgekosten, z. B. für Entsorgung, sind nicht mit einberechnet. Regenerative Energieträger sind teurer, weil häufig hohe Entwicklungskosten entstehen. Dafür belasten Sie die Umwelt auf Dauer weniger.
Die Konzessionsabgabe erheben Städte und Gemeinden für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen durch Ihr Gebiet. Die Hühe dieses Betrages hängt von der Grüße der Stadt ab. Die Netznutzungsgebühr müssen die Stromlieferanten den Betreibern der Stromnetze für die Durchleitung der Energie zum Kunden zahlen. Die Ökosteuer steigt bis zum Jahr 2004 auf 2,05 Cent/kWh zuzüglich Mehrwertsteuer
Mit der Liberalisierung des Strommarktes haben Sie nicht nur die Auswahl zwischen unterschiedlichen Stromanbietern. Die meisten Versorger bieten auch unterschiedliche Tarife, gestaffelt nach Ihrem Stromverbrauch. So gibt es Single-Tarife, bei denen eine geringere Grundgebühr und ein höherer Arbeitspreis berechnet werden, oder Tarife für größere Haushalte, die sich genau umgekehrt zusammensetzen, also aus einer höheren Grundgebühr und einem niedrigeren Arbeitspreis.
Eine dritte Möglichkeit ist eine Grundgebühr, in der der Verbrauchspreis bis zu einer bestimmten Abnahmemenge bereits enthalten ist.
Manche Anbieter bieten auch eine sog. Schwachlastregelung an, d. h., es gibt einen günstigeren Tarif für Strom in Nebenzeiten (meist zwischen 22 und 6 Uhr und 12 und 13 Uhr). Je nach Ihren Gewohnheiten sollten Sie prüfen, ob sich solch ein Angebot lohnt. In diesem Fall benötigen Sie einen Zweitarifzähler für die Abrechnung.
Wenn Sie die Angebote neuer Anbieter prüfen wollen, vergleichen Sie immer den durchschnittlichen Arbeitspreis, d.h. rechnen Sie Ihren Jahresbetrag durch die verbrauchten Kilowattstunden und Sie erhalten Ihren Preis für eine Kilowattstunde, den Sie mit anderen Angeboten vergleichen können.
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