Eine Hausratversicherung lohnt sich eigentlich erst, wenn die Wohnungseinrichtung einen gewissen Wert hat. Sie ist daher meist weniger sinnvoll für Singles mit kleinem Haushalt, empfehlenswert dagegen in der Regel für Paare und Familien. Dennoch: Ist die Wohnung ausgebrannt, müssen auch bei sparsam eingerichteten Wohnungen zumindest Kleidung und viele Gegenstände des täglichen Bedarfs neu angeschafft werden. Da kommen schnell größere Summen zusammen. Ähnlich verhält es sich bei Schäden durch Leitungswasser und Einbruchdiebstahl mit Vandalismus.
Bei den Kosten gilt: Eine "billige" Hausratsversicherung ist völlig ausreichend. Auch hier sind die Leistungen der Hausratversicherung fast überall gleich - die Preisunterschiede jedoch enorm. Deshalb: Erst vergleichen und dann unterschreiben!
Gerade die neuen Onlineanbieter ersparen sich große Vertriebs- und Verwaltungskosten und vermitteln etablierte Versicherungen großer Marken. Diese Kostenersparnis wird voll an den Versicherungsnehmer weitergegeben und führt zu wesentlich niedrigeren Beiträgen bei voller Deckung und zeitsparender Onlineabwicklung.
Die Standardleistungen beinhalten für gewöhnlich dieselben Schadensfälle wie die Wohngebäudeversicherung. Prüfen Sie auch hier genau, welche Zusatzangebote Sie wirklich brauchen. Überspannungsschäden abzusichern, macht Sinn. In der Regel verzichtbar sind hingegen separate Glasversicherungen, da sie nur bei Totalschaden Ersatz gewähren.
Um die für Sie richtige Versicherungssumme zu ermitteln, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen, und eine Bestandsaufnahme Ihres Inventars machen. Berechnen Sie überschlägig, was Sie insgesamt ausgeben müssten, wenn Sie Ihren gesamten Hausrat oder zumindest unverzichtbare Teile davon neu anschaffen müssten. Der Wert des Hausrats steigt in der Regel im Laufe der Jahre. Bestimmen Sie daher regelmäßig den Gesamtwert neu und ändern Sie Ihre Police dementsprechend. Wer unterversichert ist, muss im Schadensfall einen Teil der Kosten selbst tragen.