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Die Trockenbautrends Brandschutz, Wärmedämmung und Schallschutz

Die Idee, glatte vorgesetzte Wände aus Gips als Innenwandverkleidung zu benutzen, entstand schon in den 1890er Jahren in den USA. Seitdem hat sich der Trockenbau schlicht und einfach als das individuell einsetzbare Werkzeug im Um- und Ausbau etabliert. Nun dringt der Trockenbau in Domänen vor, die lange Zeit nur massiven Bauelementen vorbehalten waren.

Der Trockenbau hat viele positive Eigenschaften: Er ist schnell montiert, flexibel einsetzbar und passt sich gut an die räumlichen Gegebenheiten an. Trockenbau kann aber noch mehr. Die Zukunft liegt im universellen und funktionalen Einsatz, gerade auch im Sinne des Brandschutzes, der Wärmedämmung und des Schallschutzes. Wie wichtig diese Themen für alle Bauherren und Verarbeiter sind, zeigt eine Umfrage, aus der abzulesen ist, dass das die zukünftigen Trends im Trockenbau sind.

Besonders gut geeignet sind Trockenbauelemente beim Schallschutz im Innenraum. Da der Schallschutz eine der wichtigsten Herausforderungen am Bau ist, legen viele Bauherren und Planer großes Augenmerk auf diesen Punkt. Besonders reizvoll ist der Einsatz von schallhemmenden Trockenbauelementen, da diese allein durch ihre federnde Beschaffenheit gut geeignet sind, den Schall zu reduzieren. Im Verbund mit weiteren schallschluckenden Materialien ist der Effekt am größten. Der Gipskarton wird dazu meist als Verbundplatte mit einem Mineralfaser-Dämmstoff verwendet. Ist genügend Platz vorhanden, bewirkt ein doppeltes und entkoppeltes Ständerwerk mit innenliegender Dämmung Wunder. Zu beachten ist jedoch, dass Öffnungen (bspw. für Steckdosen) die Dämmung wieder negativ beeinflussen. Ein Tipp: Einige Hersteller von Gipskartonplatten bieten einen Schallschutz-Rechner auf Ihren Internetseiten an. Ähnlich verhält es sich, wenn nicht nur eine Schall-, sondern auch eine Wärmedämmung erreicht werden soll. Hier werden die Platten in Verbund mit einem Hartschaum verwendet oder zusätzlich mit einer Alufolie versehen.

Sind Brandschutzmaßnahmen im Gebäude vorgeschrieben, werden Gipskarton-Feuerschutzplatten verwendet. Diese Platten wirken feuerhemmend und werden besonders gern zum Dachgeschoss-Ausbau benutzt.

Aber Achtung:

Gerade in diesem sensiblen Bereich sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden, da sich der Brandschutz nicht nur auf die Gipskarton-Platten, sondern auf die gesamte Konstruktion bezieht, bei der auch die Art der Befestigung eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Hier geht Sicherheit eindeutig vor Sparsamkeit.

Schön für den Bauherren: Häufig bieten Hersteller Trockenbauelemente mit kombinierten Eigenschaften an. So gibt es beispielsweise Wände, die sowohl feuerhemmend wie auch schalldämmend wirken. Gut kombiniert und eingesetzt ist der Trockenbau ein ideales Werkzeug, um nicht nur schöne glatte Wände zu erhalten, sondern auch den funktionalen Anforderungen an Brandschutz, Wärmedämmung und Schallschutz zu genügen.

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