Fassadenbeschichtungen gewährleisten die langfristige Werterhaltung der Bausubstanz.

Die wichtigste Funktion von Außenputzen ist es, Schadstoffe aus Luft und Regen vom Gebäude fern zu halten. Ohne diese Beschichtungen droht dem Mauerwerk durch Verwitterung ein rascher Verfall. Somit leisten Fassadenbeschichtungen mit relativ geringem finanziellen Aufwand einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Werterhaltung der Bausubstanz. Putze werden seit über 5000 Jahren eingesetzt und zählen damit zu den ältesten Werkstoffen der Welt. Heute unterscheidet man zwischen verschiedenen Putz-Arten, die wiederum jeweils typische Eigenschaften besitzen.
Organisch gebundene Putze sind universell einsetzbar. Anorganische Putze eignen sich etwa als Unter- und Deckenputz. Siliconharzputze verfügen über eine besondere Oberfläche, die Wasserdampf von innen hindurch lässt, zugleich aber nach außen hin wasserabweisend ist. Silikatputze gewährleisten einen dauerhaften Verbund auf allen mineralischen Untergründen. Entscheidend für die Wahl des richtigen Putzes sind die geforderten Eigenschaften der Beschichtung. Diese werden bestimmt von den Faktoren Untergrund, klimatische Bedingungen, Standort und vorgesehene Nutzung des Gebäudes.
Neben der Schutzfunktion erfüllen Außenputze gestalterische Funktionen. Der Bauherr kann auswählen unter Kratz-, Rillen- oder Modellierputzen. Je nach Körnung ist der optische Eindruck fein und glatt oder grob und rustikal. Es wird zudem eine Vielzahl von Farbtönen angeboten. Bei Innenputzen für Wände mit längeren Renovierungsintervallen bieten sich mineralische Putze wie Silikat-, Siliconharz- und organisch gebundene Kunstharzputze an. Die verputzen Wände wirken gekratzt, mit Rillen oder plastisch modelliert. Ein besonderer Typ ist der Buntsteinputz: Charakteristisch sind hier die mit bloßem Auge erkennbaren Steinchen. Der Granit-Putz widersteht selbst höchsten Belastungsproben und bleibt dabei stoß- und kratzfest.
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